Tagesschau schießt den Vogel ab: „Trump will Lehrer bewaffnen“

Laut Tagesschau steht Trump mal wieder "unter Druck"

Die Tagesschau lügt sich mal wieder die Welt zurecht: Nach dem Amoklauf von Parkland, Florida würde Donald Trump die „Bewaffnung von Lehrern“ fordern, so das GEZ-Fernsehen. Was Trump wirklich vorgeschlagen hat und warum sein Treffen mit Opferfamilien so beeindruckend war, interessiert sie nicht.

von Collin McMahon

„Ich habe niemals gefordert, Lehrer zu bewaffnen“, twitterte Trump 7 Stunden vor der Tagesschau, die sonst so gerne über jeden seiner Tweets berichtet. „Was ich gesagt habe war, dass wir die Möglichkeit untersuchen sollten, verborgene Waffen an Lehrer, die eine entsprechende Ausbildung und Erfahrung haben, zu geben – Veteranen, etc. – nur die Besten. Das würde heute schon auf vielleicht 20% der Lehrer zutreffen, die sofort das Feuer erwidern könnten, wenn so ein kranker Typ auftaucht. Gut ausgebildete Lehrer würden auch als Abschreckung für diese Feiglinge dienen, die so etwas tun. Und sie würden viel kosteneffektiver sein als bewaffnete Wachleute. Eine wehrlose Schule ist ein leichtes Ziel für üble Typen. Die Angriffe würden schlagartig aufhören! Erfahrungsgemäß dauert ein Schulamoklauf durchschnittlich 3 Minuten. Polizei und Notkräfte brauchen 5 bis 8 Minuten bis sie dort sind. Gut ausgebildete, waffenkundige Lehrkräfte könnten das Problem sofort beenden, noch bevor die Polizei eintrifft“, so Trump auf Twitter. „Wir brauchen umfassende Tauglichkeitsprüfungen, die Altersbeschränkung muss auf 21 angehoben werden, und wir müssen ‚Bump Stocks‘ (Kolben, die Schnellfeuer simulieren können) verbieten,“ so Trumps Vorschläge zur Verschärfung des Waffenrechts. „Der Kongress hat sich vorgenommen, etwas zu ändern – hoffentlich!“

In ihrem Bericht machte sich die Tagesschau auch darüber lustig, dass Trump beim Empfang von Opferfamilien einen Zettel mit Stichpunkten in der Hand hielt, auf dem „Ich höre Ihnen zu“ stand. Ein geschmackloser und pietätloser Kommentar auf Trumps beeindruckendes und würdevolles Treffen mit den Trauernden, bei dem er ruhig und aufmerksam den Klagen von sehr emotionalen Menschen zuhörte, die seine Politik teils harsch kritisierten und mit denen er nach Lösungen suchte. Trump ist von allen Politikern auf der Welt heute vielleicht der leutseligste, der am lockersten und offensten mit Mitbürgern umgehen kann, und er ist dafür bekannt, sich viele Meinungen, auch von Bürgern und nicht-Politikern, anzuhören um eine Entscheidung zu treffen. Wie würde so ein Treffen zwischen Angela Merkel und den Opferfamilien ihrer Politik wohl aussehen, wenn es denn je stattfände? Was für einen Zettel hielte sie in der Hand, liebe Tagesschau? „Ich kann nicht erkennen, was wir jetzt anders machen müssten“?

Müssen die Waffengesetze verschärft werden?

„Nur ein Guter mit einer Waffe kann einen Bösen mit einer Waffe aufhalten“, ist einer der

Es besteht kein Zusammenhang zwischen Waffenbesitz und Mordrate

der Wahlsprüche der NRA, die in den deutschen Medien gerne als „Waffenlobby“ bezeichnet wird, die aber nicht für eine kleine Elite oder die „Waffenindustrie“ spricht, sondern für 5 Millionen Bürger. Bei den letzten drei großen Amokläufen in Deutschland – Winnenden, München-OEZ und das Gutenberg-Gymnasium in Erfurt – halfen die absurd strengen deutschen Waffengesetze schließlich auch nichts.

Die deutschen Medien gaben nach Parkland schnell dem lockeren US-Waffenrecht die Schuld an dem Amoklauf. Dabei besteht laut allen bekannten Studien kein Zusammenhang zwischen strengeren Waffengesetzen und Tötungsdelikten. In den Städten der USA mit den strengsten Waffengesetzen gibt es die meisten Toten durch Schusswaffen. Am Wochenende gab es in Barack Obamas politischer Heimat Chicago, wo der Waffenbesitz sehr streng reguliert ist, 6 Tote und 22 Verletzte ohne dass CNN oder ARD sich darüber aufregten. In den ländlich-konservativen „Red States“, wo die Kinder mit dem Papi (oder der Mami) jagen gehen und der richtige Umgang mit Schusswaffen von klein auf gelernt wird, gibt es die allerwenigsten Toten durch Schusswaffen (außer Selbstmord). Gerade unter diesen „Waffennarren“ wird am verantwortungsvollsten mit Waffen umgegangen. Wenn so verheerende Zahlen über tägliche Tote durch Schusswaffen in den USA durch die deutschen Medien rauschen wird gerne verschwiegen, dass die allermeisten dieser Todesfälle in Großstädten und Ghettos stattfinden: Amerika hat in erster Linie kein Waffenproblem, sondern ein Gang- und Ghettoproblem – vor allem in Städten mit linken Demokraten als Bürgermeister.

Auch international ist zu beobachten, dass es keinen Zusammenhang zwischen Waffengesetzen und Tötungsdelikten gibt: In der Schweiz ist das Waffenrecht sehr locker und die Mordrate extrem niedrig, in Südafrika ist das Waffenrecht sehr streng aber die Mordrate astronomisch hoch. In den USA nimmt die Mordrate seit 20 Jahren kontinuierlich ab (Ausnahme: 2016), während sie in Deutschland – dank unserer Facharbeiter – wieder zunimmt. Morde durch „Zuwanderer“ nahmen 2016 bei uns um +65% zu. Nicht Amerika hat ein wachsendes Mordproblem, liebe Tagesschau – Deutschland hat es.

ze.tt: Die Erde sieht flach aus, also ist sie eine Scheibe

Aber Hauptsache die populistischen Mainstream-Medien können einfache Lösungen anbieten und mit dem Finger auf Trump zeigen. So wie unsere Freunde von „ze.tt“: „Was gegen Waffengewalt an Schulen hilft: Weniger Waffen. Was nicht dagegen hilft: Mehr Waffen“, schrieben sie auf Twitter. Eine Milchmädchenrechnung, die die empirischen Zahlen leider nicht bestätigen. Wir haben „ze.tt“ auf Twitter gefragt, ob sie Belege für diese Behauptung hätten. Sie haben uns nicht geantwortet.

In Deutschland hat sich der Begriff vom „Gewaltmonopol des Staates“ etabliert, obwohl dieser Begriff nirgends im Grundgesetz oder Strafgesetzbuch zu finden ist. Die Vorstellung vom „Gewaltmonopol des Staates“ wird heutzutage wie ein Gesetz behandelt, ist aber lediglich eine Idee des Münchener Soziologen Max Weber aus einem Vortrag im Jahr 1919. Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Artikel 20 besagt hingegen: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. …. Gegen jeden, der es unternimmt (die verfassungsmäßige Ordnung) zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“ Der Artikel 20 widerspricht also ausdrücklich der Idee eines staatlichen Gewaltmonopols. Vielmehr ist der Bürger letzendlich der Souverän in einer Demokratie. Dieser Ansatz ist geprägt durch den Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Wie wenig Webers Idee mit Demokratie zu tun hat, zeigt sich daran, dass die Nazis mit ihrem staatlichen Gewaltmonopol auch ganz gut leben konnten.

So geht die strenge deutsche Waffengesetzgebung ursprünglich auf das Waffengesetz der Nationalsozialisten vom 18.3.1938 zurück. Nach dem Ersten Weltkrieg hatten viele Soldaten ihre Mauser G98 mit nach Hause genommen und unterm Bett versteckt, was landläufig geduldet wurde, um den Versailler Vertrag zu umgehen. Linke und rechte Milizen lieferten sich in der Weimarer Republik regelmäßig Straßenschlachten mit diesen Waffen, eine militante Szene aus der auch die NSDAP erwuchs. Die Nazis wussten also sehr wohl um die Dringlichkeit, ihre Gegner in der Bevölkerung zu entwaffen. Die weitergehende „Verordnung gegen den Waffenbesitz der Juden“ verbot Juden sämtlichen Waffenbesitz im Zuge der Reichspogromnacht am 9.11.1938 und war damit eines der wichtigsten Wegbereiter für die Shoa. Man kann durchaus behaupten, ohne die Entwaffnung der deutschen Bürger hätte es den Holocaust in dieser Form nie geben können.

Die nationalsozialistische Entwaffnung der Bürger gilt im wesentlichen bis heute unverändert fort. Lediglich die AfD fordert in ihrem Grundsatzprogramm vom 1.5.2016 eine Auflockerung dieser Nazi-Gesetze: „Ein liberaler Rechtsstaat muss seinen Bürgern vertrauen. Er muss es nicht nur ertragen können, dass Bürger legal Waffen erwerben und besitzen, sondern muss die Handlungsfreiheit seiner Bürger bewahren und freiheitsbeschränkende Eingriffe minimieren. Die AfD widersetzt sich jeder Einschränkung von Bürgerrechten durch ein Verschärfen des Waffenrechts. Die Kriminalisierung von Waffenbesitz schreckt Täter nicht ab, sondern macht Opfer wehrloser.“

 

Auch international besteht kein Zusammenhang zwischen Waffenbesitz und Waffengewalt
Tötungsdelikte (auch versuchte) durch Migranten in Deutschland: +363% seit 2012 (Quelle: BKA)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Collin McMahon ist Autor und Übersetzer. Er schreibt ein Buch über Donald Trump, das im Mai im Antaios Verlag erscheint. Hier kann man ihn unterstützen.

 

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