AfD rechtsradikal: Unsern täglichen „Beweis“ gib uns heute

Die AfD inhaltlich stellen, sie meist so aus. Und wird mit mehr als klammheimlicher Freude gezeigt. (Screenshot Vice, Link im Text)

Jeden Tag, den Gott werden lässt in dem Land in dem wir gut und gerne leben, macht sich ein wackerer Zeilenschinder auf, zu beweisen: Die AfD ist rechtsradikal. Gerne mit den immer gleichen „Argumenten“.

 VON DJANGO LA FORGE

Josh Groeneveld zählt zu den investigativen Journalisten bei der Huffpost. Sein wichtiges Anliegen: Rechts zu demaskieren besonders die AfD. Das versucht er andauernd. Scheint aber irgendwie nicht richtig zu klappen, denn er muss es doch immer wieder beweisen. Wie seine Kollegen ja auch.

Äußerung von Weidel zeigt: Die AfD ist endgültig eine rechtsradikale Partei.

Denn wer sich nicht begeistert zu Satiriker „Deniz Yücel“ äußert, der hat die „Grenze des Anstands für alle jene, die Herz und Verstand haben“ (sicher kein Selbstporträt) überschritten.

Der „Skandal“ Weidels Äußerung: „Denn ein unser Land regelrecht hassender ‚Journalist‘, der nicht nur einmal die Grenzen des guten Geschmacks verließ, sollte eigentlich keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzen.

Dazu hat Groenefeld einen pöbelhaften Ton am Leib, den er bei jedem anderen als faschistische Hetze bezeichnen würde: „Dummdreist, Widerlich (Darf man über Claudia Roth nicht sagen, obwohl die ja nun…), perverser Faschismus… Natürlich müsse die AfD vom Verfassungsschutz beobachtet werden.“

Das ist so durchsichtig, da kommt er noch nicht einmal bei den HUFFPOST-LESERN mit durch:

„Die meisten AfD-Gegner sind so von sich überzeugt und kommentieren so von „oben herab“, dass ich wirklich nur noch den Kopf schütteln kann…“

„Diese Arroganz mit dem Leute mit anderer Meinung niedergemacht oder beleidigt werden, meist noch nicht mal mit Argumenten, sondern einfach mit der Nazi-Keule, einfach nur widerlich.“

„Ich bin absolut gegen eine doppelte Staatsbürgerschaft, in der die Menschen mit zwei Pässen, wohl wertvoller sind, als ein normaler Deutscher.“

 „Linke sind die Nazis auch wenn sie es abstreiten. Goebbels: Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linke.“

„Also Herr Redakteur was sind Sie ??? Rot oder Grün ? Also ein Teil von Braun!“

„Vielleicht ist der Artikel von Autor Groeneveld aber genauso „satirisch“ gemeint, wie Yücels Schmutzkolumne.“

 An solch harsche Kritik muss sich „Satiriker“ Groeneveld schon gewöhnt haben, denn auch als der Nazijäger einen Kollegen kritisiert, der die ARD-Flüchtlingsschmonzette „Aufbruch ins Ungewisse“ dämlich fand und dieser damit selbstredend auf dem Weg in „rechte Fahrwasser“ ist, die Leser ziehen nicht mit:

 „von Josh Groeneveld“ – Da habe ich aufgehört zu lesen.“

 „Huffpost , merkt ihr überhaupt , das ihr , genau wie alle anderen Propaganda Blätter , nur noch an der Meinung vorbei schreibt ???? Eure Meinung im Elfenbeinturm interessiert niemanden mehr…“

Aber Herr Groenefeld meint ja auch, die Öffentlich Rechtlichen „sind jedoch in ihrer Programmgestaltung nicht an den deutschen Staat gebunden, sondern frei.

Das ist für mich noch unter bento.

Der Beweis AfD rechtsradikal wird natürlich noch von anderen „Investigativ Journalisten“ mit geradezu sportlichem Ehrgeiz betrieben.

Wenn man „beweis afd rechtsradikal“ googelt, werden 81.600 Ergebnisse ausgeworfen.

So deckt der NDR völkische Verhaltensweisen auf Tanzveranstaltungen in Niedersachsen auf. Dabei Menschen, die „eventuell“ Verbindungen zur AfD haben könnten. Möglicherweise, also hochwahrscheinlich, mit anderen Worten: Ist so.

Wie man aus jeder Mücke einen Elefanten macht, gehört zu den Fertigkeiten beim NDR hinzu. NDR Info: Landtagspolitiker entsetzt über AfD-Mitarbeiterin.

Argumentation: Mitarbeiterin „mit zweifelhafter Einstellung“ ist bei den Identitären aktiv. Die seien rechtsextrem und würden vom Verfassungsschutz beobachtet. Die junge Frau hat doch ernsthaft im Hamburg gegen Islamisierung protestiert, wo doch gerade in Hamburg kein einziger Moslem lebt (Ironie).

Dabei hat ihr Stefan Schölermann in einem weiteren Text: „AfD und Rechtsextreme: Mitarbeit erwünscht?“ bereits die Maske runtergerissen.

„Es war nicht das erste Mal, dass die Frau aus Niedersachsen bei Aktivitäten der „Bewegung“ aktiv wurde: Auf der Facebookseite der IB findet sich eine auf den ersten Blick harmlose Szene aus demselben Jahr: Zu „handgemachten“ Geigen- und Gitarrenklängen tanzen junge Frauen im Dirndlkleid und Männer in Zimmermannskluft Ringelreihen vor dem Hamburger Museumsschiff „Rickmer Rickmers“. Die auf den ersten Blick scheinbar harmlos daherkommende „Volkstanzeinlage“ offenbart sich erst bei genauerem Hinsehen als rechtsextreme Propaganda.

 Denn die Wahl der Bekleidung ist kein Zufall – es ist der Dresscode der „völkischen Siedler“ die sich in der extrem rechten Szene der „Traditionspflege“ verschrieben haben. Mittendrin im rechten Ringelreihen: die junge Frau aus dem niedersächsischen Örtchen Bienenbüttel.“

Unfassbar, was für ein Abgrund. Und nicht nur der Stefan passt auf.

Auf Vice hat Tim Geyer in „Die zehn undemokratischsten Dinge, die AfD-Politiker je getan haben“ eine „Hitliste des Bösen“ zusammengestellt:

10. Höcke. Bei dem ist egal, was er macht. In dem Fall. Hat der falschen Zeitung „Sezession“ ein Interview gegeben.

9. Nazijargon. Schon Lucke habe das Wort „Entartung“ benutzt.

Noch düsterere Tage beschwor der AfD-Kopf am Wahlabend, als er in seiner Ansprache vor jubelnden Parteifreunden sagte: „Wir haben so viel an Entartungen der Demokratie und des Parlamentarismus in den letzten vier Jahren erlebt.“ In der ARD verteidigte sich Lucke am Mittwochabend, der Ausdruck „Entartung“ beschränke sich nicht auf NS-Terminologie, schließlich spreche auch ein Arzt von einer Krebszelle als einer entarteten Zelle. Er habe nicht auf NS-Politik anspielen wollen. Allerdings profiliert sich Lucke bewusst als Anti-Politiker, kritisiert die „etablierten Parteien“, die „Blockparteien“. 

8. Höcke Denkmal der Schande, eine Wortschöpfung die übrigens nicht auf Höcke zurückgeht. (siehe unten)

7. „Lügenpresse“ war ausgeschlossen beim Parteitag 2016

6. AfD möchte Fördergelder für eine NS-Gedenkstätte streichen. Zu teuer, zu wenig Geld.

5. Höcke, hängt angeblich mit einem Neonazi ab. Behauptet die TAZ. „Ein Bekannter wird von der Tageszeitung mit den Worten zitiert: „Ich habe selbst gesehen, wie Höcke seine Töchter bei Heise abholt hat.“ und „Die beiden sind stolz auf ihre Verbindung.“ (Mehr Beweis geht ja gar nicht)

4. AfD macht gemeinsame Sache mit den Identitären, berichtet die Zeit.

Und nun die großen Drei:

3. Ein AfD Politiker handelt mit Nazidevotionalien (Einzelfall, oder machen das alle AfDler?)

2. Muslime in Quarantäne Äußerungen von Holger Arppe (Einzelfall. Uralt Mails und Chatprotokolle. Wegen „Volksverhetzung“ verurteilt, Berufungsverhandlung steht noch aus.)

  1. Der Schießbefehl. (siehe unten)

Dennoch reichen diese Beweise ja nicht aus und so muss der Entlarvung täglich aufs Neue erfolgen. Denn bewiesen wird seit Lucke über Petry bis hin zu Weidel etwas, was wohl so einfach nicht zu beweisen ist. Vielleicht auch, weil es nicht stimmt. Natürlich kann man immer eine Äußerung finden, an der man Erregungspotential aufbaut, auch wenn Dinge gesagt werden, die bei anderen keine Nazi-Empörung hervorrufen.

Zwei Beispiele:

  1. Höcke und der Schuldkult: Rudolf Augstein hat den Bwegriff schon in den 90ern benutzt. http://lügen-presse.de/tag/rudolf-augstein/

Und wird auch von Behörden vollkommen selbstverständlich verwendet. Siehe: Deutscher Bundestag Drucksache 14/3126, 14. Wahlperiode 06. 04. 2000 (also RG), S. 4 unten

Denkmäler der Schande und der Trauer, des Stolzes und der Freude sind notwendige Grundsteine des neuen Deutschland und der neuen Bundeshauptstadt.

Aber wenn der Höcke das Wort benutzt, ist das was ganz anderes. Ohne den kämen die Nazijäger eh nicht klar.

  1. Der Schießbefehl? Die bewusste Verdrehung mit der die AfD also potentielle Mörder unschuldiger Frauen und Kinder diffamiert wurde, korrespondiert leider mit der Rechtslage. Denn es braucht keines gesonderten Befehls, seine Grenze mit Waffengewalt zu schützen. Sehr wohl ist aber ein gesonderter Befehl notwendig und erfolgt, es nicht zu tun, den Thomas de Maiziere ja auch gab, wie mittlerweile klar ist:

Das Bundesinnenministerium teilte kürzlich dem Schriftsteller Dr. Frank W. Haubold auf dessen Anfrage mit:

„Herr Minister Dr. de Maizière hat am 13. September 2015 entschieden und dem Präsidenten des Bundespolizeipräsidiums mündlich mitgeteilt, dass Maßnahmen der Zurückweisung an der Grenze mit Bezug auf um Schutz nachsuchende Drittstaatsangehörige derzeit nicht zur Anwendung kommen. Eine schriftliche Anordnung des BMI gibt es nicht. Die Entscheidung wurde im Rahmen der bestehenden Zuständigkeiten innerhalb der Bundesregierung getroffen. Die bisherige Verfahrensweise kommt weiterhin zur Anwendung und ist zeitlich nicht befristet.“

Oder wie es ein ehemaliger Grenzschützer formuliert: „Wenn ich nicht bereit bin, diese Grenze mit der Waffe zu schützen, dann habe ich auch keinen Staat.“

Doch das hindert niemanden trotzdem weiter zu diffamieren. Aus den letzten Tagen:

Da ruft ntv nach dem Verfassungsschutz, weil: „Die AfD tritt das Erbe der NPD an“ (Die ja vom Verfassungsschutz nicht verboten werden konnte, weil sie fast nur aus V-Leuten bestand.):

„Mit „versifft“ beschreiben Parteianhänger gerne Menschen mit abweichender Gesinnung: „links-versifft“, „grün-versifft“.“ (Ich denke da würde der ein oder andere schon mit aufhören, würde er nicht permanent als „Nazi“ diffamiert.)

 „Die AfD hat sich in weiten Teilen aus dem Bereich, in dem man der Partei produktive Politik und eine Bereicherung der Demokratie zutrauen konnte, verlassen und ergötzt sich immer mehr an Hass, Hetze und Ausgrenzung. Wer nicht erkennen mag, dass sich die AfD von einer Partei zu einer extremistisch-rassistischen Bewegung verändert, hätte sich in den späten 1930er-Jahren auch über Autobahnen und Arbeitsplätze gefreut, statt die politische Entwicklung zu hinterfragen.“

Immer die gleichen Phrasen. Bloß nichts mit Inhalten aber mit „Autobahn“. Natürlich haben die „Rechten“ auch die Bundestagswahl manipuliert. Die WELT:

Über soziale Netzwerke sollen sich laut einem Bericht kurz vor der Bundestagswahl bis zu 5000 rechte Online-Aktivisten organisiert haben, um Diskussionen und Informationen zu verfälschen. Auffällig ist die Organisationstruktur. (Wie viel Geld die demokratischen Parteien in die Hand genommen, haben, um die „Wahl“ in ihrem Sinne zu beeinflussen, ist da nebensächlich. Auf Trump muss natürlich in dem Zusammenhang noch einmal hingewiesen werden, Auch da wird unterschlagen, dass Clinton genau so agierte, nur mit mehr Geld.)

 Kommentare:

 „Die abgerissenen AFD Plakate vor der Wahl hat wer entfernt? So gut wie ALLE Wahlplakate lagen am Tag nach der Plakatierung am Boden. Es sind genau diese Berichte die mittlerweile viele Bürger nach rechts schwenken lassen!“

 „Falls das stimmen sollte – dann waren die rechten „Influencer“ deutlich in der Minderzahl – und stehen mindestens 50.000 staatlich geförderten linken Propagandisten gegenüber. David gegen Goliath eben.“

 „Ich habe mich nicht von rechts manipuliert gefühlt, im Gegenteil, meine Meinung steht seit 2013. Sobald ich es jedoch gewagt habe, die derzeitige Politik zu kritisieren, sind mir Horden von linksgerichteten Bürgern über den Mund gefahren und haben mich beschimpft…das habe ich auch bei anderen Menschen im Bekanntenkreis gesehen…das hatte schon was von offensichtlichen Einschüchterungsversuchen…“

 Auch das „seriöse“ Handelsblatt macht sich Sorgen wg. Rechtsruck:

Auf die Folgen, die die teilweise schleppende wirtschaftliche Entwicklung in Teilen Ostdeutschlands haben kann, wies die Bundesregierung im vergangen Jahr in ihrem Bericht zum Stand der deutschen Einheit hin. „Gerade in den schwächsten Regionen, in denen sich Menschen abgehängt fühlen mögen, können gesellschaftliche Spaltungen bis hin zu radikalen Einstellungen entstehen.“

 Kommentare:

 „Haben die Gutmenschen immer noch nicht begriffen, dass die Taktik politisch Andersdenkende in die Ecke der Armen und Doofen zu stellen, nicht mehr zieht?“

 „Radikalisierungen sehe ich z. B. bei
– im BT, bei denen „gewählte Demokraten“ die Reden von AfD-Abgeordneten permanent stören.
– gesetzeswidrige Behinderungen von gegen Merkel gerichtete genehmigte Demonstartionen
– tätliche Angriffe der mit Steuergeld geförderten Antifa gegen Andersdenkende“

Nun kommt bei den ganzen Diffamierungen mit immer ja inhaltlich nicht viel raus, die Leser ziehen auch nicht so mit, man verbreitet immer die gleichen Anwürfe, immer wütender, geht aber den inhaltlichen Fragen zur Umvolkung oder wie es Yascha Mounk in den Tagesthemen nannte ein Experiment von monoethnisch auf multikulti aus dem Weg. Warum?

Ich sprach mit einem Freund über das Thema:

„Ich diskutiere auch viel, doch wenn du AfD sagst, fällt bei ganz vielen die Naziklappe. Da wird nicht diskutiert. Und so kannst du ja auch nichts wiederlegen.“

Das kann ich bestätigen. Diffamierung wirkt. Und deswegen ist weiter jeden Tag  „Nazis jagen“ angesagt. Denn etwas bleibt schon hängen. Hauptsache die Menschen hören denen gar nicht erst zu.

Dabei erkennen die meisten Nazijäger einen Nazi nicht einmal, wenn er direkt vor ihnen steht.

Zum Beispiel der wackeren Kämpfer, der sie morgens im Spiegel begrüßt.

Wandere aus, solange es noch geht!
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