Trotz Handyverbot: Berliner Knackis posten täglich auf Facebook

Symbolfoto: Durch GaudiLab/Shutterstock
Neulich im Knast (Symbolfoto: Durch GaudiLab/Shutterstock)

Bis Kriminelle zu einer Haftstrafe verurteilt werden, bedarf es in der Regel einer ganzen Reihe von schweren Straftaten. Hinter Gitter sitzen somit die schweren Jungs. Wenn diese Berliner Straftäter nicht gerade damit beschäftigt sind auszubrechen, besser gesagt, sie kehren von ihrem Freigang, den Familien- oder Arztbesuchen einfach nicht zurück, dann vertreiben sie sich ihre Zeit auf Facebook.

Von Stefan Schubert

Handys sind hinter Gittern aus gutem Grund verboten. Straftäter nutzen diese, um Zeugen vor einer Gerichtsverhandlung massiv einzuschüchtern und sie benutzen die Geräte um ihren kriminellen Geschäften auch aus dem Knast fortzuführen. Auch werden mit den Geräten bei Komplizen oder Bandenmitgliedern Drogen und Waffen bestellt. Deswegen sind Handys ein absolutes No-Go hinter Gittern, jedenfalls in der Theorie. Aber seit der grüne Justizsenator, Dirk Behrendt, das Ressort übernommen hat, reiht sich eine Hiobsbotschaft an die Nächste. Es beschleicht einem das Gefühl, dass sich zurzeit mehr Kriminelle auf der Flucht befinden, als hinter Gittern.

Die Berliner BZ hat nun herausgefunden, wie die verbliebenden Knackis, darunter Mörder, Vergewaltiger und Totschläger, ihre Gefängnisstrafen verbüßen.

Sie flanieren fröhlich in den Gängen umher, treiben Sport oder posieren in den Zellen. Überprüfbar sind diese Aussagen sehr einfach. Die Knackis posten jeden ihrer Schritte auf eigenen Facebookprofilen. Und dabei handelt es sich nicht um die berühmt-berüchtigten Einzelfälle, sondern dies ist ein Massenphänomen geworden. Mit leichter Recherchearbeit sind hunderte öffentlich einsichtbare Facebook-Profile von Kriminellen auszumachen. Wer von den 3350 einsitzenden Berlinern dabei erwischt wird, hat so »schwere« Sanktionen wie Einschränkungen bei Besuchen, Einkäufen oder beim Fernsehen zu erwarten. Im vergangen Jahr wurden 1303 Handys gefunden. Doch dabei dürfte es sich nur um die Spitze des Eisbergs handeln. »Wenn wir mehr Personal und Haftraumkontrollen hätten, wäre die Statistik noch höher«, so Thomas Goiny, von der Berliner Strafvollzugs-Gewerkschaft. Im selben Atemzug weist er noch einmal auf die Gefährlichkeit von Mobiltelefonen in den Händen von Kriminellen hin. »Handys sind nicht verboten, um soziale Kontakte zu verhindern, sondern sie sind ein massives Sicherheitsproblem.«

Der Staat versagt an allen Fronten, an denen der Bürger ihm das staatliche Gewaltmonopol überlassen hat. Eine Gefängnisstrafe die abschreckt, die eine wirkliche Strafe darstellt, diese Selbstverständlichkeit scheint mit der grünen Ideologie von Justizsenator Dirk Behrendt nicht vereinbar zu sein.

Stefan Schubert, Ex-Polizist und Bestsellerautor, ist bundesweit als Experte für Themen rund um die innere Sicherheit bekannt. Sein aktuelles Buch lautet: »No-Go-Areas: Wie der Staat vor der Ausländerkriminalität kapituliert«

Hier kann man das Buch erwerben:

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