Syrischer Medizinstudent: Anklage wegen Anschlagsplanung auf Synagoge und Misshandlung eine Siebenjährigen

(Symbolbild: shutterstock.com / Durch Zurijeta)
Muslimischer Student (Symbolbild: shutterstock.com / Durch Zurijeta)

München – Die Aussage, dass Bildung dazu führt, dass sich Muslime von ihrer radikalen Ideologie distanzieren, stimmte bereits beim Architekturstudent Mohammed Atta und seinen muslimischen Mordgesellen bei den Terroranschlägen am 11. September 2001 nicht. Seit Dienstag verhandelt das Münchner Oberlandesgericht den Fall eines syrischen Medizinstudenten. Dem gläubigen Muslim wird vorgeworfen, als IS-Mitglied einen Anschlag auf eine Synagoge geplant zu haben. Den Sohn seiner Partnerin soll er misshandelt und zum Kindersoldat gedrillt haben.

2012 war der Angeklagte Abdulhadi B. mit einem Visum nach Deutschland eingereist. Der 30-jährige, in Würzburg wohnhafte Syrer B. ist nicht nur Student der Medizin, sondern zudem gläubiger Muslim. Als mutmaßliches Mitglied des IS habe er laut der Anklage des OLG München einen Anschlag auf eine Synagoge in Berlin vorbereiten. Die Anleitung für den Bombenbau besorgte er sich aus dem Internet. Glaubensbrüder hatte der Syrer aktiv dazu angeworben, durch Selbstmordanschläge möglichst viele Opfer unter den „ungläubigen“ zu generieren, so der Staatsanwalt laut dem Tagesspiegel.

Der Dschihadist habe zudem den kleinen Sohn seiner Partnerin misshandelt, so die Staatsanwaltschaft. Der Syrer habe dem siebenjähreigen Kind Videos vorgeführt, „die zeigten, wie andere Kinder für den IS kämpften, auf andere Menschen schossen und selbst erschossen wurden“. Ziel sei es gewesen, so die Überzeugung der Anklage, dass der Jungen für das Gedankengut des IS empfänglich gemacht und als Kämpfer gewonnen werden kann. Dazu soll er dem Kind mit einem Holzstock auf den Bauch geschlagen haben.

Abdulhadi B. habe sich am Dienstag zunächst nicht zu den Vorwürfen geäußert. Er kündigte jedoch an, er werde sich selbst „aktiv verteidigen“. (SB)

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