Südafrika: Die weißen Arbeiter – arm, gehasst und vergessen!

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Weiße in Südafrika leben in bitterer Armut (Foto: screenshot YouTube)

Die kanadische Vloggerin Lauren Southern ist in Südafrika unterwegs um über die Situation der Weißen zu berichten. Nachdem sie mit den weißen Farmer gesprochen hat, die in ständiger Angst vor Überfällen und Ermordung leben, besucht sie in ihrem neuen Video ein kleines Lager vor den Toren Johannesburgs, in dem die ärmsten der Armen leben. Weiße, die keine Arbeit mehr finden, kein Zuhause mehr haben und ohne dieses kleine Camp auf der Straße leben müssten. 

von Marilla Slominski

„Die weiße Arbeiterklasse in Südafrika durchlebt eine tiefe Krise. In den letzten zwanzig Jahren steigt die Zahl derer, die in Armut leben immer weiter an, nachdem der regierende ANC Gesetzte erlassen hat, die die schwarze Bevölkerung bevorzugt. Seitdem durchlebt die weiße Minderheit harte Zeiten. Vielen von ihnen bleibt nur noch das Leben in den speziellen Lagern, von denen es in ganz Südafrika inzwischen viele gibt. Waisenhäuser, in denen zu viele weiße Kinder leben, wird die finanzielle Unterstützung entzogen,“ erzählt Lauren Southern. Sie hat mit den Bewohnern eines dieser Lager gesprochen.

„Dieser Platz hier ist für Leute, die sonst nichts haben und auf der Straße leben müssten,“ erzählt ein Helfer. „Wir unterstützen die Menschen, es sind hauptsächlich Frauen, die misshandelt wurden und Kinder haben. Wir bekommen von niemandem da draußen Hilfe. Wir Männer hier gehen alle arbeiten, wir tun das gerne um die Frauen zu unterstützen. Ihnen wird von der Regierung in feinster Weise geholfen. Wir bekommen hier gar nichts, wir haben keinen Strom, kein Licht, keine Elektrizität,“ erzählt der Mann und zeigt Southern eine der ärmlichen winzigen Holzhütten, in denen die verarmten Menschen leben. Darin ein Bett, eine Kommode und ein paar Utensilien, die eine Geschichte aus besseren Tagen erzählen.

Dieses Lager sei nur eines von vielen im ganzen Land, in ihm würden rund 60 Menschen leben, die Mehrzahl von ihnen Frauen und Kinder, erklärt Southern.

Viele von diesen Menschen, haben schlimmes durchgemacht. Sie wurden von der Polizei, den Behörden und sogar von den Hilfsorganisationen im Stich gelassen, die eigentlich genau für diese Leute da sein müssten, weiß Lauren Southern.

„Warum gehst du nicht in eine der Herbergen, die die Regierung gebaut hat?“ fragt sie einen jungen Mann. „Wegen meiner Hautfarbe. Hier ist der einzige Platz wo ich sein kann, alle anderen wie Jesus Disciples oder Manger, überall dort nehmen sie nur Schwarze auf und schicken Weiße weg. Ja, so ist das“ sagt er. „Der Rassismus hat sich einfach umgekehrt.“

„Ich versuche hier mein Leben in Ordnung zu bringen und meiner Tochter ein bisschen Liebe zu geben. Ich habe alles versucht, niemand hat mir geholfen. Am Ende ist das hier der einzige Ort, wo ich bleiben kann“, weint eine junge Frau. „Da wo ich gewohnt habe, war es sehr gefährlich. Schwarze sind gekommen und haben durch unsere Fenster geschossen.Die Polizei hat nichts unternommen.“

„Wenn es das hier nicht gäbe, müssten ich mit meiner Frau und meinen Kindern auf der Straße leben“, erzählt ein junger Vater.

„Es gibt niemanden, der uns helfen würde. Es sieht sehr schlecht für uns aus. Niemand von uns bekommt Arbeit, wir leiden sehr“, so eine Frau in einem weißen Top mit der Aufschrift „Don´t worry“  – „Mach dir keine Sorgen“. „alleine kannst Du als Weiße weder am Tag noch in der Nacht alleine auf die Straße gehen. Ständig gibt es Vergewaltigungen, sie schänden dich oder schlagen dich zusammen. Sie verfluchen dich, sie machen dich fertig. Man fühlt sich hier nicht mehr wie ein Mensch. Sie machen ganz klar, dass wir hier kein Leben mehr haben. Wenn ich die Chance hätte, würde ich das Land verlassen. Wenn ich die Möglichkeit auf ein besseres Leben für meine beiden Kinder hätte, würde ich gehen“ sagt sie hoffnungslos. In den Nachrichten verkünden sie „Tötet die Buren“, wir sind doch auch Menschen. Nur die Hautfarbe und die Sprache unterscheidet uns“, sagt sie hoffnungslos. „Warum sind sie gegen uns. Schwarze Kinder haben sogar meinen fünfjährigen Sohn verprügelt. Sie haben ihm gesagt, er hätte in Südafrika nichts mehr zu suchen. Das sei jetzt ihr Land“ so die Mutter. „Ich möchte nicht, dass meine Kinder so aufwachsen müssen, ich möchte nur das haben, was sie brauche. Ich bin fertig mit diesem Land.“

„Den Weißen in Südafrika werde jede Hilfe verweigert – wegen ihrer Hautfarbe, so Southern. Krankenhäuser verweigern Weißen die Behandlung, Schulen nehmen keine weißen Kinder mehr auf. Das Lager ist nicht zu vergleichen mit denen die es überall in Europa für die illegalen Migranten gibt. Hier leben Frauen und Kinder. Sie wollen arbeiten. Sie haben keine Grenze illegal überschritten und sie versuchen, alles richtig zu machen. Sie müssen in ihrem eigenen Land so. Und während die ganze Welt ihre Liebe für Refugees entdeckt, wird die weiße Minderheit in Südafrika vergessen“, so das bittere Fazit von Lauren Southern.

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