Lautstarke Minderheit

Foto: Durch conrado/Shutterstock
Foto: Durch conrado/Shutterstock

Analyse von Hass-Kommentaren

Sie wollen sich als Volkes Stimme inszenieren, doch tatsächlich steht hinter vielen Hass-Kommentaren im Netz nur eine verschwindend kleine Minderheit der Nutzer. Das belegt eine Analyse von Hunderten Diskussionen in sozialen Netzwerken aus dem Januar.

 Von Thomas Schlawig

 Die „Faktenfinder“ der Tagesschau waren wieder einmal aktiv und zwar haben sie festgestellt, daß lediglich fünf Prozent der Accounts im Januar für 50 Prozent der Likes bei Hass-Kommentaren verantwortlich waren.

Und in dieser lautstarken Minderheit findet sich sogar noch ein extrem aktiver Kern: Ein Prozent der Profile waren demnach für 25 Prozent der Likes verantwortlich. Diese Profile agieren oft gemeinsam und sind generell deutlich aktiver als „normale“ Nutzer. Das gilt allerdings nur für Diskussionen, in denen Hass-Inhalte auffallen – bei anderen Themen seien diese Accounts weitestgehend passiv, erklärt Kreißel. Die meisten der bei Hass-Inhalten hochaktiven Accounts ließen sich als Anhänger von AfD und „Identitären“ identifizieren. Julia Ebner, Wissenschaftlerin am Institute for Strategic Dialogue, spricht von Kampagnen, die mit zahlreichen gefälschten Accounts von rechtsextremen Kreisen koordiniert würden.

Dabei ist es faszinierend zu sehen, wie (bewußt) einseitig die „Faktenfinder“ in ihrer „Expertise“ vorgehen. Es werden darin gezielt so genannte Rechte und Haß-Inhalte gesucht. Linke Haß-Inhalte läßt man dagegen ebenso gezielt außen vor. Man mache sich die Mühe und gehe auf die Website von Rechtsanwalt Joachim Nikolaus Steinhöfel, auf welcher Facebook-Nutzer Sperren und Löschungen sowie Rechtswidrige Inhalte mitteilen können. Dazu zwei, wie ich finde, ganz krasse Beispiele, welche ohne jegliche Folgen geblieben sind:

Quelle: https://facebook-sperre.steinhoefel.de/

Es ist bemerkenswert, wenn ein Facebook-Nutzer schreibt: „Es wird Zeit, die AfDler totzuschlagen. Ich bewaffne mich jetzt. Weg mit dem Saupack!“ und Facebook darauf antwortet: „Danke, daß Du uns das mitgeteilt hast. Wir haben uns den Kommentar angesehen. Obwohl er gegen keinen unserer Gemeinschaftsstandards verstößt,  war es richtig, uns zu informieren.

Obwohl sich Facebook im Fall von Lappalien immer gern auf die ominösen Gemeinschaftsstandards beruft, wird in diesem Fall nicht reagiert. Aber noch schlimmer ist der zweite Fall zu bewerten. Dabei hat man seitens Facebook nicht nur den Kommentar nicht gelöscht, sondern dafür die Kritik an diesem Kommentar.

Quelle: https://facebook-sperre.steinhoefel.de/

In diesem Fall handelt es sich nicht nur um einen so genannten Haß-Kommentar, sondern um eine eindeutig justiziable Äußerung eines Moslems gegenüber Juden. Damit ist m.E. der § 130 (Volksverhetzung) erfüllt, was aber Facebook dennoch nicht dazu veranlasst, diesen Kommentar zu entfernen, denn auch dieser scheint bei den Verantwortlichen nicht gegen die Gemeinschaftsstandards zu verstoßen. Dafür hat dem Verfasser im vergangenen Jahr das Posten eines Emoticons eine 30-tägige Sperre bei Facebook eingebracht. Offensichtlich verstieß dieses gegen die Gemeinschaftsstandards. Eine Beschwerde bei Facebook gegen diese Sperre half nicht. Wie es scheint halten die Verantwortlichen ein Emoticon für gefährlicher als eine Morddrohung gegen AfD-Anhänger oder Juden.

Quelle: https://facebook-sperre.steinhoefel.de/

Man sieht also, Linke Haß-Kommentare werden ignoriert und so genannte Rechte Haß-Kommentare werden rigoros gelöscht, weil sie gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen..

IT-Experte Kreißel entwickelte zur Analyse einen sogenannten „Hate-Finder“. Dieses Instrument identifiziert Profile, die Hass-Kommentare oft liken, und beobachtet, wo diese wieder aktiv werden. Er analysierte insgesamt rund 3000 Meldungen und 18.000 Kommentare, die auf den Facebookseiten der erwähnten Medien gepostet worden waren. Mit einem Programm wertete er diese im Hinblick auf die Aktivität der Nutzer aus.

„Was wir in der Analyse sehen, ist vor allem eine große Täuschung“, erklärt Kreißel. Rechtsextreme versuchten, gesellschaftliche Mehrheiten zu simulieren. Dabei komme ihnen die Funktionsweise von Facebook entgegen. Denn polarisierende Debatten, die oft erst durch koordinierte Aktionen ausgelöst werden, erhielten durch den Facebook-Algorithmus eine höhere Reichweite als sachliche Diskussionen. IT-Experte Kreißel sieht in von einer „sich selbst verstärkende Polarisierung“.

Julia Ebner vom Institute for Strategic Dialogue warnt, die Strategien der rechtsextremen Trolle könne dazu führen, dass diese den Online-Diskurs bestimmen könnten.

Die „Faktenfinder“ der Tagesschau sind zusammen mit dem IT-„Experten“ der Meinung, daß Rechtsextreme versuchten, gesellschaftliche Mehrheiten zu simulieren und der „Wissenschaftler“ Julia Ebner warnt gar davor, Zitat:  die Strategien der rechtsextremen Trolle könne dazu führen, dass diese den Online-Diskurs bestimmen könnten.

Das scheint mir eine ziemlich gewagte Hypothese zu sein. Umso erstaunlicher, daß ausgerechnet den „Faktenfindern“ der Tagesschau die einseitige, tendenziöse und manipulative Berichterstattung der Tagesschau, sowie anderer öffentlich-rechtlicher Medien nicht aufzufallen scheint. So reichen der frühere Tagesschau-Redakteur Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, Ex-Vorsitzender des ver.di-Betriebsverbandes NDR, regelmäßig Programmbeschwerden gegen die Tagesschau wegen Desinfomation, der Auslassungen, der Falschberichte und der parteiischen Hofberichterstatung ein. Diese sind zwar nicht so lautstark wie die „Haß-Kommentare rechter Trolle“, aber eben einseitig, tendenziös und manipulativ. Einfacher ausgedrückt sind sie eine Verdummung der Zuschauer auf deren Kosten. Man könnte es auch Gehirnwäsche nennen.

publikumskonferenz.de hat am 21.Mai 2017 eine Auflistung von 20 Programmbeschwerden veröffentlicht, welche von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam innerhalb von 6 Wochen eingereicht wurden.

Die auf dem linken Auge blinden „Faktenfinder“ schreiben weiterhin: Die Gefahr sei zudem, dass andere Nutzer und Politiker sowie Medienmacher glauben könnten, die Kommentarspalten seien repräsentativ für die Stimmung in der Bevölkerung. Kreißel und Ebner appellieren daher an die Verantwortung der Medien. Sie sollten bei der Themensuche und Gewichtung nicht auf rechtsextreme Trolle hereinfallen.

Zudem sei es wichtig, dass Medien die Diskussionen zu ihren Inhalten moderierten. „Es ist eine schöne Sache, wenn man sich in Kommentarspalten über ein politisches Thema austauschen kann. Es wird nur dann schwierig, wenn die jeweilige Diskussion von einer bestimmten Richtung dominiert wird, die das nutzt, um ihre Propaganda zu verbreiten.“

Der Verfasser war 2013 auf dem Gründungsparteitag der AfD in Berlin. Der damalige Vorsitzende und Gründer der AfD Bernd Lucke sagte dort die vielsagenden Worte: „Wir brauchen keinen ideologischen Wegweiser, weder von rechts noch von links. Wir haben den gesunden Menschenverstand“.  Nichts bringt es besser zum Ausdruck als diese Worte. Man ist besorgt, daß andere Nutzer und Politiker sowie Medienmacher glauben könnten, die Kommentarspalten seien repräsentativ für die Stimmung in der Bevölkerung und appelliert daher an die Verantwortung der Medien. Sie sollten bei der Themensuche und Gewichtung nicht auf rechtsextreme Trolle hereinfallen.

Man soll also auf „rechte Trolle“ nicht hereinfallen, wohl aber das Glauben, was in den durchweg als links zu bezeichnenden Medien dem Zuschauer, Zuhörer und/oder Leser täglich vorgekaut wird und der Zuschauer, Zuhörer und/oder Leser möge bitte davon Abstand nehmen, eigene Gedanken dazu anzustellen, weil diese ihn nur verwirren könnten. Um diese Verwirrung auf keinem Fall aufkommen zu lassen, sei es wichtig, daß Medien die Diskussionen zu ihren Inhalten moderierten, was nichts anderes heißt, als zu zensieren. So gibt es kaum noch eine Nachricht, welche nicht mit folgenden Worten schließt: Liebe Leserinnen und Leser, leider können wir bei bestimmten Themen und bei erhöhtem Aufkommen die Kommentarfunktion nicht zur Verfügung stellen. Warum das so ist, erfahren Sie in einer Stellungnahme der Chefredaktion.

Weiter heißt es von den „Faktenfindern“: „Es ist eine schöne Sache, wenn man sich in Kommentarspalten über ein politisches Thema austauschen kann. Es wird nur dann schwierig, wenn die jeweilige Diskussion von einer bestimmten Richtung dominiert wird, die das nutzt, um ihre Propaganda zu verbreiten.“

Besser hätte ich es nicht ausdrücken können. Aber wer bestimmt nun die Richtung einer Diskussion und wer nutzt sie am Ende, um Propaganda zu verbreiten (siehe Programmbeschwerden)?  Diese werden von einem  früheren Tagesschau-Redakteur und dem Ex-Vorsitzenden des ver.di-Betriebsverbandes NDR, eingereicht. Es dürfte somit kein Zweifel bestehen, daß es sich bei den beiden nicht um „rechte Trolle“ handelt, oder? In der früheren Ostzone sagte man: „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“ und daran scheint sich in Gesamtdeutschland (ich schränke ein, seit Merkels Machtübernahme) nichts geändert zu haben. Wer bestimmt überhaupt, was Links und was Rechts ist? Wieso wird Links als das Gute und Rechts als das Böse verkauft? Wohlwissend, daß Linke (Kommunisten/Stalinisten) Millionen von Mordopfern auf dem Gewissen haben. Man komme mir jetzt nicht schlitzohrig mit Hitler, denn auch die Nationalsozialistische Ideologie war eine sozialistische Ideologie. Was Gewalt und Terror gegen Andersdenkende angeht, hat sich bis heute nichts daran geändert. Man betrachte sich nur die „Heldentaten“ der Antifa im „breiten, demokratischen Bündnis“ mit anderen „Demokraten“ (siehe Frauenmarsch zum Kanzleramt). Ist es nicht eher so, daß sich Links kriminelles und terroristisches Gesindel (vom Steuerzahler finanziert) tummelt und es sich bei den so genannten Rechten, Rechtsradikalen und Nazis eher um die ideologiefreie Mitte handelt und diese eben nicht eine (lautstarke) Minderheit ist? Das es sich eher bei den Linken um eine Minderheit handelt, welche der Mehrheit mit allen Mitteln (siehe Programmbeschwerden) ihre Meinung aufdrücken will und auch vor Gewalt und Terror nicht zurückschreckt, weil sie immer weniger Akzeptanz finden und somit um ihre Deutungshoheit fürchten?

Die „Faktenfinder“ sollten sich daher besser mit den Programmbeschwerden gegen die Tagesschau befassen, als vermeintlichen Rechten hinterher zu jagen.

„Ein marxistisches System erkennt man daran, daß es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert“ Alexander Solschenizyn, Schriftsteller, Dramatiker und Träger des Nobelpreises für Literatur

 

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