Essener Tafel: Neuanmeldungen nur noch für Deutsche

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Essen für Bedürftige (Symbolfoto:Durch Africa Studio/shutterstock)

Die Essener Tafel zieht die Reißleine. Seit Mitte Januar können sich nur noch Bedürftige mit deutschem Pass als Neukunden anmelden.

„Da Aufgrund der Flüchtlingszunahme in den letzten Jahre, der Anteil ausländischer Mitbürger bei unseren Kunden auf 75% angestiegen ist, sehen wir uns gezwungen um eine vernünftige Integration zu gewährleisten, zurzeit nur Kunden mit deutschem Personalausweis aufzunehmen“, begründet die Tafel den Schritt auf ihrer Webseite.

In den vergangenen zwei Jahren seien vor allem älteren Tafel-Nutzerinnen sowie alleinerziehende Mütter einem schleichenden Verdrängungsprozess zum Opfer gefallen, so der Vorsitzende der Essener Tafel Jörg Sartor gegenüber der WAZ.

Nachfragen hätten ergeben, dass sich gerade ältere Besucherinnen der Tafel von der Vielzahl junger, fremdsprachiger Männer abgeschreckt gefühlt hätten. Nach Sartors Ansicht liegt das auch am „mangelnden Respekt gegenüber Frauen“ einiger der Männer. „Wenn wir morgens die Tür aufgeschlossen haben, gab es Geschubse und Gedrängel ohne Rücksicht auf die Oma in der Schlange.“

Nach langen Diskussionen habe sich der Verein zu einem Aufnahmestopp durchgerungen, eine Entscheidung, die durchaus schwer gefallen sei, so Sartotr. Man wisse, dass das ein „heißes Thema“ sei, erklärte Sartor. (MS)

 

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