USA: Konservative Angestellte verlassen das Silicon Valley

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Silicon Valley (Foto:Durch zimmytws/shutterstock)

Angestellte im Silicon Valley planen, das Technologiezentrum der einseitigen politischen Ausrichtung Richtung Los Angeles zu verlassen. Sie fühlen sich unter dem linken Diktat zunehmend unwohl,  berichtet The Wall Street Journal.

Sie sollen damit indirekt dem milliardenschweren Unternehmer Peter Thiel folgen, der zuvor seinen Rückzug in das weniger liberale Los Angeles angekündigt hatte. Thiel, der von Präsident Trump unterstützt wird, fühlt sich als Konservativer im „liberalen“ Silicon Valley zunehmend diskriminiert, so The Western Journal.

Unter Berufung auf eine Reihe einflussreicher Investoren, einiger Technologieangestellter und Startup-Unternehmer berichtet das Wall Street Journal, Thiels Umzugspläne seien ein Zeichen für einen scheinbar größeren Trend.

„Ich denke, die Politik von San Francisco ist ein bisschen verrückt geworden“, sagte Tom McInerney, ein Angel-Investor, der jetzt in Los Angeles lebt, gegenüber dem Wall Street Journal. „Die Wahl von Trump war super polarisierend und sie zeigte auf jeden Fall – und das sagte Peter Thiel auch – wie abgehoben Silicon Valley inzwischen ist.“

Eine große Mehrheit der Konservativen und Libertären fühlt sich in der Gegend aufgrund ihrer politischen und persönlichen Überzeugungen nicht mehr wohl und zunehmend unsicher, das fand eine Studie des Lincoln Network heraus. Ungefähr 89 Prozent und 74 Prozent der Menschen, die sich als „sehr konservativ“ oder „konservativ“ bezeichneten, gaben an, sie würden zögern, wenn es um einen Job im Silicon Valley gehe. Darüber hinaus sagten mehr als zwei Drittel der Libertären, die den größte Teil der Befragten in der Umfrage ausmachten, das gleiche.

Diese Befürchtungen bestätigten, als der Google-Ingenieur James Damore gefeuert wurde, weil er intern seine Ansichten über Initiativen zur erzwungenen Vielfalt im Unternehmen äußerte. Anstatt auf ethnische Zugehörigkeit oder Geschlecht zu setzen, solle Google und andere Unternemen lieber auf Gedankenvielfalt achten, argumentierte Damore.

Damores Kündigung schlug hohe Wellen. Die Mehrheit der Öffentlichkeit unterstützte Damore und fand seine Äußerungen angesichts der politischen Ausrichtung und dem damit einhergehenden Druck im „liberalen“ Silicon Valley sehr mutig.

Nach der Veröffentlichung von Damores 10-seitigem Memo, das detaillierte Vorschläge und Kritik an Google Unternehmens enthielt und seiner anschließenden Entlassung, schrieb Google-Chef Sundar Pichai in einer Antwort auf die Ereignisse, dass Mitarbeiter „sich frei fühlen könnten, ihre abweichenden Meinungen zu äußern“. Dem widersprach Damore in einem Interview mit Bloomberg TV: „Der Kern meines Memos war eigentlich, Google und Googles Kultur zu verbessern“, sagte Damore in einem Interview mit Bloomberg TV. „Sie bestraften mich einfach dafür.“ (MS)

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