SPD: A. Nahles ist schön!

Foto: Screenshot/Youtube
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Der noch zu verhindernden (designierten) SPD-Chefin A. Nahles gefallen ihre Bilder nicht. Meinemeinen gefallen sie auch nicht. Da ist Brainstorming angesagt. Also bleibt wieder alles an mir alleine hängen. Die Verbesserungsvorschläge.

von Max Erdinger

Die dts-Nachrichtenagentur meldet:

BerlinDie designierte SPD-Chefin Andrea Nahles sieht Vorurteile bei der öffentlichen Bewertung ihrer Person. „Manche Bilder von mir scheinen eingefroren zu sein. Es wäre schön, wenn mancher Kritiker noch ein zweites Mal hinschauen würde“, sagte Nahles dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Mittwochsausgaben).

„Viele sehen mich noch immer als Juso-Vorsitzende, obwohl dort bereits mein siebter Nachfolger im Amt ist.“ Trotzdem sorge sie sich nicht um ihre niedrigen Persönlichkeitswerte. „Es geht nicht um einen Beliebtheits-Wettbewerb. Ich kandidiere für den Parteivorsitz der SPD und für inhaltliche Erneuerung“, sagte Nahles dem RND.“ (dts)

So-so, A. Nahles sieht also Vorurteile bei der öffentlichen Bewertung ihrer Person. Anscheinend hat sie vergessen, daß sie schon länger im Rampenlicht steht und daß sich im Lauf der Zeit noch jedes Vorurteil in ein Urteil verwandelt hat. Als gealterter Schwerenöter kann ich aber aus meinem reichen Erfahrungsschatz mit dem „saumäßig starken Geschlecht“ (Frauen! Power!) berichten, daß die „Du-kennst-mich-doch-gar-nicht-richtig-Attitüde“ immer dann gern aus dem lila Frotteeschlüpfer gezogen wird, wenn es der Holden aufgrund ihres untrüglichen Gefühls, bei etwas ertappt worden zu sein, angezeigt erscheint, sich in die Nebel ihrer eingebildeten Unergründlichkeit zu hüllen, auf daß unsereiner noch einmal die Nebelscheinwerfer einschalte. Blöd halt, wenn nichts mehr mysteriös geblieben ist – und unsereiner bereits blind durch die Nebel des Mysteriums findet. Aber die Bemühungen sorgen wenigstens für Erheiterung. Deswegen sind Frauen so süß. A.Nahles ist auch eine.

Klar würde es A.Nahles gefallen, wenn sie so mancher Kritiker ein zweites Mal anschauen würde. Wo sie dieses „zweite Mal“ herbekommt, scheint aber nur dem Ungeübten noch ein Rätsel zu sein. Das ist nur ein rhetorischer Kniff. Wer A.Nahles kritisiert, hat sie mindestens schon hundert und einmal gesehen. Und meinereiner wüßte nicht, woher A.Nahles die Gewißheit genommen hätte, ein wenig schmeichelhaftes Vorurteil würde sich exakt beim 102ten Male in ein günstiges Urteil verwandeln.

Was A.Nahles sagt, ist doch: „Seht mal genau hin, ich bin ganz anders, als ihr denkt!“ Ja, Pfeifendeckel! So lange ich auch hinschaue: Ich erkenne exakt die A.Nahles, die ich schon immer erkannt habe. Den „Gefällt mir“-Button würde ich da nicht anklicken. Mit Äußerlichkeiten hätte das aber so gut wie nichts zu tun, da die Genossin von einer attraktiven Frau kaum zu unterscheiden ist.

Mit den Innerlichkeiten hätte es allerdings alles zu tun. Die SPD war über die letzten Jahrzehnte derartig Establishment, daß die Leute die Fressen, auf die sie von der SPD dauernd bekommen haben, absolut voll haben von einer Frau Nahles. Es ist nur noch lächerlich, wenn sich eine noch zu verhindernde (designierte) SPD-Chefin – bei allem Mainstream-Sozialdemokratismus – im Parlament und vor den Kameras gebärdet, als hätte sie Pippi Langstrumpf verschluckt. Was will sie dem Wähler denn weismachen? Etwa, daß sie die anarchische Opposition gegen sich selbst ist? Da fällt doch dem Dümmsten auf, was Sache ist: „Aha, die Frau beschäftigt sich gern mit sich selbst und will Eindrücke an der Realität vorbei kreieren.“

Nein-nein, da fallen wir nicht mehr drauf rein. Daß A.Nahles gern hätte, die Öffentlichkeit solle ein anderes Bild von ihr haben, ist ja ausgerechnet am heutigen Tage auch kein Zufall. Gestern kam nämlich heraus,  daß sie genauso unbeliebt ist wie der Schulz.

Da war es höchste Zeit, das eigene Bild in der öffentlichen Wahrnehmung zu thematisieren, wenn frau eine noch zu verhindernde (designierte) Parteichefin bleiben will. Denn so viel ist klar: Wo der Genosse Martin die Möglichkeit hat, seine Sympathiewerte wieder etwas zu steigern, indem er sich rasiert und ein Toupet aufsetzt, versagt alle Coiffeurskunst bei Andrea. Sie hat keinen Bart und ihre Haare sind echt. Da müsste schon der plastische Chirurg ran. Wenn es ihr wirklich ernst sein sollte mit der inhaltlichen Erneuerung der SPD, müsste sie mit einer revolutionären Schönheits-OP daherkommen. Sie könnte sich zum Beispiel ein größeres Stück ihres Os Frontale aus der Stirn herausschneiden – und durch eine Plexiglasscheibe ersetzen lassen, damit der Wähler erkennen kann: Sogar in der SPD gibt es eine Frau mit einem Gehirn. Und das Beste: Ein gräßliches Vorurteil wäre damit auch gleich aus der Welt.

So sind wir Männer: Immer denken wir mit, sind konstruktiv und tragen mit unseren originellen Ideen zu sämtlichen inhaltlichen Erneuerungen bei, von denen die Weibspersonen den lieben langen Tag träumen. Nichts zu danken!

 

 

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