Türken träumen wieder vom Osmanischen Reich unter islamischer Flagge und der Eroberung Europas!

Foto: Collage
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Türkische Politiker drohen offen mit der Eroberung Griechenlands. Der Vorsitzende der Republikanischen Volkspartei (CHP), größte Oppositionspartei im Parlament, Kemal Kılıçdaroğlu, erklärte im Falle seines Wahlsieges „auf alle 18 griechischen Inseln in der Ägais einzumarschieren und sie zu übernehmen“. Es gäbe kein Dokument, dass beweisen würde, dass die Inseln zu Griechenland, gehören würden, so Kılıçdaroğlu.

von Marilla Slominski

Unterstützung bekommt er von der Ex-Innenministerin Meral Akşener, Gründerin der „Guten Partei“ (İyi Parti), die sich als Alternative zur amtierenden AKP und der CHP präsentiert. In einem Twitter Post am 13.Januar verkündete sie, dass „was erforderlich ist,  getan werden muss“, und schloß einen Krieg mit Griechenland nicht aus.

Auch der türkische Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan läßt, durch seine unwidersprochenen militärische Invasion der Region Afrin in Nordsyrien ermutigt, die Muskeln spielen:

„Wir warnen diejenigen, die die Grenze in der Ägäis und auf Zypern überschritten haben. Sie sind nur so lange mutig, bis sie unsere Armee, unsere Schiffe und unsere Flugzeuge sehen … Was auch immer Afrin für uns ist, unsere Rechte in der Ägäis und in Zypern sind die gleichen. Denken Sie nicht, dass die Erdgas-Suche in den Gewässern von Zypern und die opportunistischen Versuche in Vergessenheit geraten… Unsere Kriegsschiffe und Luftstreitkräfte haben den Bereich genau im Auge, um bei Bedarf in jeder Hinsicht eingreifen zu können. “

Mit Bezug auf die Zeit des Osmanischen Reiches fuhr Erdoğan fort:

„Diejenigen, die denken, dass wir die Länder, aus denen wir vor hundert Jahren vertrieben wurden, aus unseren Herzen ausgelöscht haben, liegen falsch.

„Wir sagen bei jeder Gelegenheit, dass Syrien, der Irak und andere Orte auf der Landkarte in unseren Herzen weiterhin nichts anders sind als unsere Heimat. Wir kämpfen darum, dass nirgendwo eine fremde Flagge weht, wo der islamische Gebetsruf von der Moschee ertönt. Den Dingen, die wir bisher gemacht haben werden größere Versuche und Angriffe folgen, Inshallah!“ Eine offene Drohung, die in Europa völlig ungehört bleibt.

Vor weniger als zwei Wochen hatten Griechenland bekannt gegeben, dass die Türkei an einem einzigen Tag ganze 138 Mal den griechischen Luftraum verletzt habe. Am 13.Februar hatte ein türkisches Küstenwachschiff ein griechisches vor der Küste von Imre gerammt, eine der griechischen Inseln, für die die Türkei für sich beansprucht.

Die meisten Gebiete innerhalb der heutigen Grenzen Griechenlands standen unter der Besetzung des Osmanischen Reiches von der Mitte des 15. Jahrhunderts bis zum griechischen Unabhängigkeitskrieg 1821 und der Gründung des modernen griechischen Staates im Jahr 1832. Die Inseln sind jedoch genauso wie das griechische Festland Griechenland, rechtlich und historisch Griechisch, wie schon ihre Namen zeigen.

Die osmanische Dynastie und das Osmanische Reich wurden irgendwann um das Jahr 1300 von einem nomadischen turkmenischen Häuptling gegründet. Während der mehr als 600 Jahre der osmanischen Zeit begannen die osmanischen Türken, die auch das islamische Kalifat repräsentierten, regelmäßig Kriege des Dschihad, Invasions- und Besatzungslande auf fünf Kontinenten.

Die Neo-Osmanisten in der Türkei sind immer noch stolz auf das Konzept des Dschihad (Islamischer Heiliger Krieg) gegen die Kuffar (Ungläubige). Der Leiter der staatlich finanzierten Direktion für religiöse Angelegenheiten, der Diyanet, hat die kürzlich erfolgte militärische Invasion Afrins durch die Türkei offen als „Dschihad“ bezeichnet.

Diese Bezeichnung macht Sinn, wenn man bedenkt, dass muslimische Türken ihre demographische Bevölkerungsmehrheit in Kleinasien der jahrhundertelangen türkisch-muslimischen Verfolgung und Diskriminierung der christlichen, jesidischen und jüdischen Einwohner der Region verdanken. Im 11. Jahrhundert drangen türkische Dschihadisten aus Zentralasien in das griechisch-sprachige, christlich-byzantinische Reich ein und eroberten es. Dies ebnete den Weg für die allmähliche Turkifizierung und Islamisierung der Region durch Mord, Entführung, Vergewaltigung und erzwungene Bekehrungen.

Der größte türkische Angriff der Türkei gegen Christen fand im Völkermord der Griechen, Armenier und Assyrer (Syrer / Chaldäer) 1914-1923 in der osmanischen Türkei statt. Dies hinderte die Türkei, die den Völkermord weiterhin leugnet, nicht daran, 1952 Mitglied der NATO zu werden. Drei Jahre nach dem NATO-Beitritt beging die Türkei ein brutales anti-griechisches Pogrom in Istanbul und vertrieb 1964  die restlichen Griechen gewaltsam aus der Türkei.

Gerade weil die Türken niemals wegen ihrer kriminellen Handlungen und Aggressionen zur Verantwortung gezogen wurden, bedrohen sie jetzt so offen die Sicherheit und Souveränität ihrer Nachbarn. Der Westen sollte nicht vergessen, dass sich das osmanische Reich über Afrika, Asien, und viele Länder des heutigen Europas erstreckte. Zum Glück scheiterten die Islamgläubigen 1683 bei ihrem zweiten Versuch auch Wien einzunehmen.

Es ist allerhöchste Zeit dem türkischen Premier und den Oppositionsparteien bei ihrer Vision einer Auferstehung des osmanischen Reiches Einhalt zu gebieten. Sonst könnte seine Vision, auch mit Hilfe der ständig steigenden deutschen Waffenlieferungen, schnell Realität werden.

Eine der Quellen des Beitrages ist vom Gatestone Institute ist hier zu finden:

http://www.gatestoneinstitute.org/11907/turkey-greece-invasion

Die inzwischen ebenfalls erschienene offizielle deutsche Übersetzung ist hier:

https://de.gatestoneinstitute.org/11922/tuerkei-griechenland-einmarsch