„Hart aber Fair“ – Volker Beck will eine Erklärung!

(Bild: Screenshot)
Volker Beck (Grüne) will Erkärungen! (Bild: Screenshot)

Volker Beck (Grüne) möchte sich jetzt ganz genau von den Verantwortlichen des öffentlich-rechtlichen ARD-Formats „hart aber fair“ das Zustandekommen der letzten Einladungsliste erklären lassen. Wie kann es nur sein, so der abschlussfreie, ehemalige Student der Kunstgeschichte, Geschichte und Germanistik, dass nur ein aktiver Abgeordneter – und der auch noch von der AfD – auf der kritisierten Einladungsliste steht.

Im öffentlich-rechtlichen Quasselrundenformat „hart aber fair“ beschäftigte sich am Montag Moderator Frank Plasberg mit dem Thema „Überlastet, überfordert, zu lasch – Was läuft schief bei den Gerichten?“. Abgesehen von der prinzipiell mangelhaften inhaltlichen Qualität solcher Diskussionsrunden waren zum Thema durchaus „Leute vom Fach“ geladen.

So Jens Gnisa, Vorsitzender des Richterbundes. Oder Gerhart Baum (FDP), ehemaliger Bundesinnenminister und Anwalt. Auch in der Runde: Gisela Friedrichsen. Ihres Zeichens Gerichtsreporterin. Sowie Julian Reichelt, Chefredakteur der Bild-Zeitung. Und – last but not least – Roman Reusch, AfD-Bundestagsabgeordneter und ehemaliger Ober-Staatsanwalt. Insofern kein sich berufen fühlender linksdrehender Kabarettist oder beim staatlichen Fernsehen angestellter Schauspieler in der Runde, der seinen unfundierten Quatsch zum Besten geben konnte. Soweit – so kompetent.

Der Grüne Volker Beck indes scheint sich irgendwie an der Einladungsliste der vergangenen Sendung zu „reiben“ und zwitschert empört:

 (Bild: Screenshot)
Volker Beck (Grüne) zwitschert empört (Bild: Screenshot)

Die hessische AfD hat bereits dem aufgeregten Herrn Beck geantwortet:

„Lieber Herr Beck!

Wir teilen Ihre Bedenken, dass sich die Gäste der Talkshows der MSM bisweilen wirklich nicht durch Fachkenntnis auszeichnen. Es ist tatsächlich eine Schande.

Da gäbe es Fachleute, Akademiker, Promovierte, Menschen die aus erster Hand über Probleme berichten könnten, aber eingeladen werden Selbstdarsteller, Tagträumer und Studienabbrecher. Vorzugsweise der Studiengänge Kunstgeschichte, Geschichte oder Germanistik, die außer meckern, schimpfen, mobben und Tatsachen verdrehen nicht viel auf die Reihe bekommen.
Ich sehe das auch als extrem bedenklich an.

Nun wurden bei „Hart aber fair“, der von Ihnen besonders kritisierten Sendung, tatsächlich ein Richter, ein Anwalt UND ein Staatsanwalt zum Thema „Deutsche Justiz“ befragt.
Ich kann Ihren Zorn wirklich verstehen.

Ich möchte Ihnen allerdings versichern:
Sollten demnächst wieder Themen wie

– gewaltfreier Sex zwischen Eltern und Kindern muss straffrei bleiben,
– Legalisierung von Crystal meths,
– Selbstbefriedigung für Kinder in Kitas,
– Beschimpfen und Diffamieren von politisch Andersdenkenden,

behandelt werden, dann werden wir auch Sie, als ausgewiesenen Fachmann dieser Themen wieder als Gast im Fernsehen bewundern dürfen.
Wir freuen uns darauf.

Immerhin sind Sie einer der besten Wahlkampfhelfer, den sich eine demokratische Partei, wie es die AfD ist, überhaupt nur wünschen kann.

In diesem Sinne, Herr Beck, bleiben Sie uns gewogen und vergessen Sie nie: Immer ein bisschen mehr über Kleinigkeiten aufregen, als es nötig wäre. Immer ein bisschen lauter motzen, als es angebracht ist, und gerne immer wieder auf die Wähler schimpfen. Sie machen das schon!“ (SB)

Wandere aus, solange es noch geht!
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