Wenn die Hüter des Gesetzes zu Gesetzesbrechern werden!

Foto: Polizei-Fotolia-Heiko-Kueverling
Foto: Polizei-Fotolia-Heiko-Kueverling

Meine Kinder winken Polizisten zu. Sie haben von mir gelehrt bekommen, dass dies die Männer und Frauen sind, die nachts, während kleine Kinder in ihren Bettchen liegen, nicht schlafen dürfen, damit sie auf das Leben und die Gesundheit kleiner Kinder aufpassen. Sie kennen keine Angst vor Polizisten.

Von Holm Teichert

Sie haben Vertrauen zu ihnen. Es wäre auch schwer gewesen, ihnen etwas Anderes beizubringen. Zu viele Polizisten aus meinem Freundeskreis gehen in unserem Essener Haus ein und aus. Sie bringen meinen Töchtern ein paar Süßigkeiten zur Begrüßung mit, die Teddies in Polizeiuniform stapeln sich im Kinderzimmer. Sie kommen zu uns, um mit ihrem Papa eine Motorradtour zu machen und sie kommen abends vorbei und sitzen stundenlang mit mir im Büro und diskutieren über die politische Situation, die innere Sicherheit und die staatlich verordnete Ohnmacht der Polizeibeamten. Wie sollte ich also meinen Kindern erklären, dass einige Polizisten nicht unsere Freunde und Helfer sind? Seit gestern weiß ich aber, dass ich einen riesengroßen Fehler gemacht habe, meinen Kindern so großes aber vor allem blindes Vertrauen, einigen Polizisten gegenüber, beizubringen. Denn seit gestern weiß ich, dass einige Polizisten durchaus wieder Willens sind, Befehlen linksgrüner Regierungspolitiker zu gehorchen, und Frauen und Mädchen mit Gewaltanwendung das Recht darauf zu nehmen, die Forderung nach Schutz vor Straftaten in die Öffentlichkeit zu tragen.

Seit gestern wissen wir alle, dass einige Polizisten, die geschworen haben, Frauen vor Vergewaltigungen, sexuellen Straftaten jeglicher Art, vor Raub und vor Mord, ja, sogar vor Ehrenmord, zu schützen, eher dazu tendieren, auf Befehl hin, auf die Frauen einzuprügeln, sie einzukesseln, sie stundenlang in eisiger Kälte auf einer Straße festzuhalten und sie an der Durchführung einer öffentlich genehmigten Demonstration zu hindern. Seit gestern wissen alle, dass Teile der Berliner Polizei wieder bereit sind, einem politischen Befehl zu folgen und geltende Gesetze mit Füßen zu treten, mit Pfefferspray einzunebeln und anschließend mit Schlagstöcken niederzuknüppeln. Seit gestern wissen wir alle, dass einige bei der Berliner Polizei, die nach Hitlers Ende 45 und Honeckers Untergang 89 hoch und heilig schworen, sich nie wieder als verlängerter Arm der politischen und ideologischen Führer missbrauchen zu lassen und sich gegen das eigene Volk zu stellen, genau diese Schwüre gebrochen hat.

Teile der Berliner Polizei haben gestern die Tod und Verderben bringende Tradition deutscher Polizisten wiederbelebt, sich zum Büttel der regierenden Kaste zu machen, selbst zu kriminellen Gesetzesbrechern zu werden und das eigene Volk zu bekämpfen, um politische und ideologische Vorgaben durchzusetzen.Ich weiß nicht, ob es das Stockholmsyndrom ist, was einige Berliner Polizisten dazu verleitete, aktiv am Gesetzesbruch teilzunehmen und diese offiziell genehmigte Demo zu verhindern. Wir erinnern uns kurz: Geiseln, hier die Berliner Polizei als Geisel des rotrotgrünen Senats, solidarisieren sich mit ihren Geiselnehmern, wenn nur die Dauer und der Druck der Geiselnahme groß genug ist.

Dann finden sogar Geiseln in Todesgefahr entschuldigende Worte für ihre Peiniger und werden zu Anwälten und Strafverteidigern der Geiselnehmer. Medizinern mögen meine naive Art der Erklärung entschuldigen. Ausgerechnet die Berliner Polizei ist durch jahrzehntelange linke Senatsführung, einige CDU – Bürgermeister konnten und wollten am Gesamtresultat auch nichts verbessern, zum Buhmann Berlins geworden. Sie schießen, wenn sie denn mal schießen, aus Pistolen, die von anderen Bundesländern als zu alt ausgemustert und anschließend als „gebraucht“ und „gekauft wie gesehen“ an die Berliner Polizei verhökert wurden. Sie fahren in Einsatzfahrzeugen, die älter sind, als viele der jungen heutigen Polizisten. Berliner Polizisten erhalten den geringsten Beamtensold aller deutschen Polizisten, sie sind also die Armen aus dem Armenhaus Deutschlands. Wie Wowereit schon sagte: Berlin ist arm aber sexy. Auch wenn ich bis heute nichts, aber auch wirklich gar nichts finden konnte, was Berlin sexy macht.

Und genau diese Polizisten, die die Stiefkinder der eigenen Regierung sind, die nun sogar einen grünen Justizsenator haben, der einer Partei angehört, die ihren „Bullenhass“ schon in der Wiege mit sich rum trug, unterstützen diesen Senat und werden für ihn kriminell? Findet sich ein Psychologe, der ernsthaft meiner Diagnose „Stockholmsyndrom“ widersprechen will? Es schien gestern einigen der Beamten nicht schwer zu fallen, neben einer gesetzeswidrigen Blockade zu stehen, die Hände in den Hosentaschen zu haben und zuzusehen, wie selbst Bundestagspolitiker das Gesetz brachen. Polizisten, die aber einer Straftat zusehen, ohne sie zu verhindern oder zu beenden, machen sich der Mittäterschaft schuldig. Sie gehören vor Gerichte gestellt, weil sie offensichtlich kriminell handelten. Weil sie sich der Strafvereitelung im Amt schuldig machten, weil sie eine Straftat duldeten und sie dadurch sogar förderten.

Es ist an der AfD, diesen Skandal, der das Potential hat, sich zu einer Krise auszuweiten, politisch aufzuarbeiten, ihn in den Berliner Landtag und den Bundestag zu tragen und dort für Aufklärung zu sorgen. Es ist an der Veranstalterin, Strafanzeigen gegen die Einsatzleiter der Polizei und alle beteiligten Polizisten zu stellen und nicht eher zu ruhen, bis die Köpfe der Verantwortlichen rollen. Denn dass einige bei der Berliner Polizei auch weit nach Ende dieses massiven Gesetzesbruchs keine Gewissensbisse haben, sondern das Vorgehen nach wie vor für richtig halten, beweist sie auf ihrer Facebookseite.

Hunderte, wenn nicht sogar Tausende beschwerten sich noch während des offensichtlichen Versagens der Polizei auf deren Profil. Die Arroganz aber, mit der die Polizei antwortete, löschte, und, so auch mich, sperrte, lässt einem das Blut in den Adern gefrieren. Polizisten, die sich selbst im Nachhinein weigern, ihre Gesetzesbrüche wenigstens zu erklären, beweisen, dass sie hinter ihren kriminell gewordenen Kollegen stehen und ihnen den Rücken frei halten. Ob aus Kollegialität, aus Korpsgeist oder weil sie diese Gesetzesbrüche für legitim halten, solange es nur die Rechten trifft, spielt dabei keine Rolle.

Aber noch viel schlimmer ist, dass Berliner Polizisten, die im Shitstorm, der über sie hereinbrach, einer Kommentatorin, die die empörten Kommentatoren als „braune Hetzer“ beleidigt und diffamiert mit einem „Danke“ antworteten! Noch deutlicher können diese Polizisten nicht beweisen, dass sie sehr wohl die konservativen Kräfte nicht bereit sind, zu schützen. Dass sie die nächste Straftat begehen, in dem sie eine Beleidigung gegen kritische Bürger mit einem „Danke“ honorieren.

Noch deutlicher kann auch die Polizei nicht beweisen, dass sie sehr wohl die Demo der Frauen nicht schützen wollte. Da ist die Aussage, dass die Kritiker nicht rumtrollen sollen, nur noch eine banale Nebensächlichkeit. Die Berliner Polizei ist nicht mehr objektiv. Sie ist eingebettet und fester Bestandteil der linksgrünen Ideologie und versucht auch noch nicht einmal mehr, dies zu verstecken. Noch heute, einen Tag nach der Veranstaltung versuchen sie, die Kommentatoren mit der Lüge zu besänftigen, dass auch die Blockade eine angemeldete und genehmigte Demonstration war, die den vollen Schutz des Grundgesetzes hat. Au weia. Wer soll jetzt studierten Polizisten Nachhilfestunden in juristischen Fachlesungen halten? Wer soll denen erklären, die sowieso ganz bewusst lügen, dass eine Blockade selbst nach höchstrichterlicher Sprechung eine Straftat ist, selbst wenn die Veranstaltung, aus der die Blockade hervorging, vorher noch legal war? Wehe dem, der naiv auf die Berliner Polizei vertraut.

Ich für meinen Teil bin mit der Berliner Polizei fertig. Ich weiß, dass ich mir in Berlin nicht mehr sicher sein kann, dass die Polizei mir zu meinem Recht verhelfen will, wenn sie mich als den rechten Pegidaredner erkennt, wenn sie weiß, dass ich AfD-Abgeordneten aus verschiedensten Landtagen Reden schreibe, wenn sie weiß, dass ich als Rechter im Essener Rathaus sitze. Ich als Rechter fühle mich jetzt wie einer, der 33 vor einem Polizisten steht und den gelben Stern auf der Brust trägt. Ich habe Angst, dass der Polizist mich aller Rechte berauben wird, weil ich nicht in sein linksgrünes Kommandobild passe. Und wie ich meinen Töchtern erklären werde, welchen Polizisten sie zukünftig vertrauen können, habe ich mir mittlerweile auch überlegt. Ich werde ihnen einfach erklären, dass sie, sobald es in Deutschland knallt, einen Bogen um die Polizisten machen müssen, die eine rote Armbinde tragen. Das sind die, die auf Deutsche schießen werden, um die Ideologie ihrer Vorgesetzten zu schützen. Und ich werde meinen Töchtern erklären, dass sie sich bei den Polizisten sicher sein können, die eine weiße Armbinde tragen. Das werden nämlich die sein, die dann immer noch bereit sind, für Deutschland zu kämpfen, weil sie das deutsche Land und Volk ihrem Eid entsprechend schützen wollen.

Wandere aus, solange es noch geht!
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