EU-Parlament: Deutschland No Points

Europäische Union der Sowjetrepubliken?
Gerechtigkeit a la EU. Wer am meisten zahlt, hat am wenigsten zu sagen.

Durch den Brexit fallen die 73 Sitze der Briten im EU-Parlament eigentlich weg. Die werden teilweise auf andere Länder verteilt. Gerechtigkeit! Deutschland geht dabei leer aus. Auch gerecht?

Wenn die Briten raus sind, könnte eigentlich das EU-Parlament um deren Sitze verkleinert werden. Doch statt 73 Sitzen fallen nur 46 weg. Die anderen werden „gerecht“ verteilt. Frankreich und Spanien erhalten fünf Mandate, Italien und die Niederlande jeweils drei, andere „bisher benachteiligte Länder“ einen oder zwei.

Deutschland hat schon die höchstmögliche Anzahl an Sitzen (96) und geht deshalb leer aus. Denn in der EU gilt es ja konsequente Minderheitenpolitik. Die Stimmen der „Kleinen“ sind wichtiger, als die der Großen:

Das Prinzip heißt degressive Proportionalität. Dabei werden die starken Staaten etwas schwächer gerechnet, um die kleineren aufzuwerten. So dürfen die Niederlande derzeit 26 Volksvertreter für 17 Millionen Bürger entsenden, Rumänien mit 19,5 Millionen Einwohnern aber 32. Hinzu kommt, dass ein deutscher EU-Politiker 859000 Einwohner repräsentiert, ein maltesischer Kollege aber nur 67000. Um solche Schieflagen wenigstens etwas zu beseitigen, sollen 27 Mandate, die bisher den Briten „gehören“, für andere Länder genutzt werden.“

 So verfestigt sich in der EU ein groteskes Bild. Deutschland eh schon der Zahlmeister darf zwar die Finanzlücke ausgleichen, die der Rückzug der Briten schlägt, bleibt aber weiter das am schlechtesten repräsentierte Volk in der EU. Ja dieses Verhältnis verschlechtert sich sogar noch weiter.

Kurz: Mehr zahlen, weniger Mitsprache. Ein Mordsgeschäft. (VK)

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.