Interview mit Janice Atkinson: „Südafrika könnte ein zweites Ruanda werden“

Janice Atkinson in Südafrika

Endlich wird der schleichende Völkermord gegen Weiße in Südafrika im Europaparlament thematisiert, auch wenn die Mainstream-Medien beharrlich dazu schweigen. UKIP-Abgeordnete Janice Atkinson veranstaltete am 30.1. eine Konferenz dazu (jouwatch berichtete). Die Menschenrechtskämpferin im Interview

von Collin McMahon

Wie haben Sie angefangen, sich mit Südafrika zu beschäftigen?

Ich kenne und liebe Südafrika, habe es oft besucht und seit Jahrzehnten die dortige Politik verfolgt. Ich bin ein Fan der Springboks im Rugby, außer wenn sie gegen England spielen! Wie viele anderen auch, hatte ich große Hoffnungen für die Regenbogen-Nation, aber es wurde schnell klar, dass die Kluft zwischen Schwarzen und Weißen größer und nicht kleiner wurde. Vor zwei Jahren haben meine Freunde in der ENF-Fraktion im EU-Parlament – Niederländer und Flamen – eine Diskussion organisiert, mit einer Vorführung des Films Treurgrond über die Farmmorde, mit Steve Hofmeyr in der Hauptrolle. Im vergangenen November war ich in Südafrika, als die Demonstrationen am Schwarzen Montag stattfanden. Da dachte ich mir, dass es an der Zeit sei, wieder etwas zu tun um diese Greueltaten öffentlich zu machen.

Dort habe ich den südafrikanischen Parlamentsabgeordneten Dr. Corne Mulder kennengelernt und ihn ins EU-Parlament eingeladen, um die politische Situation zu erläutern und wie Südafrika ein zweites Simbabwe werden könnte, oder schlimmstenfalls ein zweites Ruanda, wenn die ANC in den Wahlen 2019 die absolute Mehrheit verliert und eine Koalition mit den Economic Freedom Fighters (EFF) eingehen muss. Die EFF sind radikale Marxisten, die Gewalt, Farmüberfälle, Diskriminierung gegen Weiße („black empowerment“ ) und die Enteignung weißer Farmer fordern.

Wie kam die Südafrika-Konferenz im EU Parlament zustande?

In der Dezembersitzung des Parlaments habe ich zu Beginn der Sitzung eine Dringlichkeitsanfrage eingereicht, um die Menschenrechtsverletzungen in Südafrika zu thematisieren. Menschenrechte stehen ja sonst immer auf der Agenda. Ich konnte jedoch keine Mehrheit dafür gewinnen. Ich habe dem Parlament dann gesagt, dass die Europäische Union sich offensichtlich nicht für die Rechte bestimmter Menschen interessiert, und zwar aus politischen Gründen – die EU mischt sich nur ein und verhängt Saktionen, wenn es in ihre politische Agenda passt. Im Falle Südafrikas darf man den Glauben an die „Regenbogen-Nation“ nicht in Frage stellen. Sie werden wie Schlafwandler die Wahlen 2019 auf sich zukommen lassen, ihre Hände verschränken und das Beste hoffen.

Also habe ich beschlossen, meine eigene Konferenz abzuhalten.

Wir haben mit einer Aktivistin aus Südafrika gesprochen, die versucht hat, in der EU Asyl zu bekommen und abgelehnt wurde. Was kann getan werden, damit verzweifelte Asylbewerber aus Südafrika in der EU aufgenommen werden?

Es wird sich nichts ändern bis die EU erkennt, dass in der derzeitigen  politischen Situation bewußt Minderheiten diskriminiert werden. Ich finde, das Vereinigte Königreich sollte hier eine Vorreiterrolle spielen, als Vorsitz des Britischen Commonwealth.

Viele Südafrikaner haben Angst um ihr Leben und wollen unbedingt das Land verlassen. Wo können sie in Europa Hilfe finden?

Leider sind viele Südafrikaner mittlerweile zu arm, um das Land zu verlassen. Die Menschen verkaufen ihre Immobilien in Johannesburg, weil es dort so unsicher geworden ist und ziehen nach Kapstadt, wo ihre Familien in Sicherheit sind. Dann nehmen sie jede Woche diesen Arbeitsweg auf sich (1300 km). Im Raum Johannesburg kann man jetzt riesige Grundstücke zu Spottpreisen kaufen.

Warum sollten sie das Land verlassen müssen? Sie sind Afrikaner. Ihre Familien leben seit fast fünf Jahrhunderten dort. Leider nehmen nur wenige Leute die Greueltaten zur Kenntnis, und unsere Hände sind gebunden, weil unsere Regierungen nichts tun. Die ENF-Fraktion im EU-Parlament unterstützt die Menschen dort. Unsere Mitglieder sind entweder in der Opposition in ihren Ländern, oder teilweise schon an der Regierung.

Europäische Länder finanzieren die Regierung in Südafrika mit Millionen an Entwicklungsgeldern. Sollte dieses Geld an die Einhaltung der Menschenrechte gebunden werden?

Natürlich. Aber die EU finanziert auch Länder, die weibliche Genitalverstümmelung erlauben, Terrorismus exportieren und Despoten unterstützen. Die Sozialisten in Europa unterstützen und ermutigen massiv den Marxismus – man muss sich nur die Außenbeauftragte der Europäischen Kommission Federica Mogherini ansehen: Eine ehemalige Kommunistin. Sie wurde nicht gewählt, sondern aufgrund einer Gender-Quote eingesetzt, und betreut jetzt als Mitglied der Sozialistischen Fraktion die sogenannte Außenpolitik der EU. In Libyen und Ägypten haben sie den sogenannten Arabischen Frühling unterstützt, seitdem werden diese beiden Länder vom Terrorismus, Menschenschmuggel und Massenmigration heimgesucht. Mubarak und Gabdafi waren vielleicht nicht optimale Regierungschefs, aber der Irrglaube, dass wir unsere Demokratie mittels eines Volksauftandes exportieren könnten, war wirklich kriminell. In Südafrika gibt es zumindest einen europäisch-christlichen Kultureinschlag, und einen Rechtsstaat der im Grobem von unserem abstammt, auch wenn das Land beinahe komplett in die Gesetzlosigkeit abgerutscht ist.

Immer mehr unabhängige Journalisten wie Lauren Southern und Katie Hopkins beleuchten jetzt, was in Südafrika passiert. Was muss noch passieren, bis die Mainstream-Medien aufwachen? 

Ich finde es bemerkenswert, dass es Frauen sind, die die Wahrheit über Südafrika ans Licht bringen. Heute morgen habe ich die politische Vorzeigesendung der BBC gehört, Today, bei der es um den Sturz Jacob Zumas ging. Sie haben die EFF zitiert, die eine Kampagne geführt haben, um Zuma zu stürzen. Sie und die restlichen MSM haben keine einziges Mal erwähnt, dass diese Leute gewalttätige radikale Marxisten sind. Ich fürchte, die Mainstream-Medien schweigen Südafrika einfach tot, weil sie nicht wahrhaben wollen, dass Nelson Mandelas Regenbogen-Nation und sein Erbe ins Verderben führen.

Vielen Dank.

 

Hier die ganze Südafrika-Konferenz im EU-Parlament:

 

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Collin McMahon ist Autor und Übersetzer. Er schreibt ein Buch über Donald Trump, das im Mai im Antaios Verlag erscheint. Hier kann man ihn unterstützen.

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