Frankreich: An jüdischen Geschäften prangt wieder das Wort „Jude“

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Juden leben gefährlich in Frankreich (Foto:Durch cdrin/shutterstock)

Die Angriffe auf die jüdische Bevölkerung Frankreichs nehmen zu und finden mittlerweile am hellichten Tag in der Öffentlichkeit statt. Doch nicht nur die Straße ist ein gefährliches Pflaster für Juden geworden. Sie werden auch zunehmend in ihren Wohnungen und Häusern überfallen.

von Marilla Slominski (Quelle: Gatestone Institute)

Frankreich, 12.Januar 2018, Sarcelles. Eine Pariser Vorstadt. Ein 15-jähriges Mädchen kommt aus der Schule. Sie trägt eine Halskette mit dem Davidstern und ihre jüdische Schuluniform. Ein „Mann“ greift sie mit einem Messer an, zerschneidet ihr das Gesicht und flüchtet. Sie wird für den Rest ihres Lebens gezeichnet sein.

Am 8. Januar wird ebenfalls in Sarcelles ein 8-jähriger, der eine Kippa trägt, von zwei „Jugendlichen“ getreten und geschlagen.

Am 18. Januar, nur sechs Tage nach der Messerattacke in Sarcelles, wird ein führendes Mtglied der jüdischen Gemeinde in Montreuil, im Osten von Paris, die ganze Nacht lang gvon zwei Männern gefoltert, die sich zuvor durch eine Fenster Zutritt zu seiner Wohnung verschafft hatten, während der Mann schlief.

Graffiti an den Häusern warnen jüdische Besitzer, sie sollten schleunigst das Land verlassen, wenn sie am Leben bleiben möchten. Briefe mit Munition werden verschickt, dem Adressaten wird mitgeteilt, die nächste Kugel werde seinen Kopf treffen.

An jüdischen Geschäften und Restaurants prangt immer häufiger der Schriftzug „Jude“. Geschäfte und Läden werden zerstört.

Im Februar 2017 werden zwei junge Juden in Bondy angegriffen und mit Stöcken und Metallstangen verprügelt. Sie waren durch ihre Kippas als Juden zu erkennen. Einem von ihnen werden seine Finger mit einer Metallsäge abgetrennt.

In Marseille war zuvor ein jüdischer Lehrer mit einer Machete von einem Studenten angegriffen worden. Er habe einen Juden enthaupten wollen, gibt der Angreifer als Motiv an.

Im September 2017 wird der Präsident der pro-israelischen Organisation Siona, Roger Pinto, gezwungen seine Tür aufzumachen und über Stunden festgehalten und geschlagen.

Schlagzeilen machte auch der Fall der 65-jährigen orthodoxen Jüdin Sarah Halimi, die im vergangenen April in ihrer Pariser Wohnung überfallen und ermordet wurde. Sie wurde unter „Allahu-Akbar“ Schreien und Beleidigungen von dem 27-jährigen Moslem Kobili Traoré geschlagen und dann vom Balkon geschmissen. Bis heute sei unklar, ob es sich um ein antisemitisches Motiv gehandelt habe, heißt es von offizieller Seite. Der Täter gilt als „psychisch gestört“.

Jüdische Familien verkaufen ihr Häuser unter Marktwert, nehmen zu kleine Appartements in Kauf für ein bisschen mehr Sicherheit in einer besseren Gegend.

Die jüdische Gemeinde in Frankreich ist immer noch die größte in Europa, doch die Zahlen sinken. Gab es im Jahr 2000 noch eine halbe Million, sind es jetzt weniger als 400.000 uns sie sinkt weiter.

„Was hier passiert, ist eine ethnische Säuberung, die aber nicht genannt wird. In wenigen Jahrzehnten wird es in Frankreich keine Juden mehr geben“, vermutet Richard Abitbol, Vorsitzender der Gemeinschaft französischer Juden und der Freunde Israels.

„Frankreich ohne Juden wird nicht mehr Frankreich sein“ sagte der ehemalige Premierminister Manuel Valls. Die Bedrohung komme weniger von „rechts“, die Hauptzahl der Angriffe gehe von der muslimischen Bevölkerung aus, wusste er auch zu berichten. Valls sah daraufhin sich massiven Angriffen ausgesetzt. Muslimische Webseiten bezeichneten ihn als „Agenten der jüdischen Lobby“ und „Rassisten“ , selbst aus den Reihen seiner eigenen Partei wurde Kritik laut. Er habe eine jüdische Ehefrau und stehe daher unter Einfluss, so der ehemalige Außenminister Roland Dumas.

In Frankreich über den Zusammenhang von Islam und Antisemitismus zu sprechen ist gefährlich, für einen Politiker ist es beruflicher Selbstmord. Die Regeln der politischen Korrektheit werden von keiner Seite des Parteienspektrums geschweige denn von den Medien überschritten. Der wachsende Anteil an Muslimen ist für Parteien wichtig bei Wahlen.

In Frankreich gibt es mittlerweile 600 sogenannte No-Go-Zonen. Unruhen können jederzeit ausbrechen. In den letzten wurden mehr als 500 Menschen von islamischen Terroristen getötet oder verstümmelt.

Die neu angekommenen Muslime aus afrikanischen Ländern haben regelrechte Slums entstehen lassen, die völlig außerhalb der Kontrolle der Polizei sind.

Antisemitische Bücher und Propagandareden von radikalen islamischen Predigern werden in französischen Buchhandlungen frei angeboten.

Synagogen, jüdische Schulen und Kulturzentren werden von bewaffneten Soldaten mit schusssicheren Westen rund um die Uhr bewacht.

Menschen, die es wagen diese Zustände zu kritisieren, wie der Journalist Éric Zemmour, werden wegen „Hassrede“ verurteilt.

Eine Dokumentation, die aufdeckt, dass Schulen, die von der Muslimbruderschaft und von radikalen Predigern unterwandert sind, von der französischen Regierung finanziert werden, wurde nur in Israel ausgestrahlt.

Und kürzlich machte die Gewinnerin einer französische Talentshow öffentlich Witze darüber, dass es 1945 weniger Juden als 1939 gegeben habe. Jüdische Organisationen protestierten, doch der große Aufschrei blieb aus.

Als am 27. Januar der Internationale Holocaust Gedenktag begangen wurde, war das nicht für eine einzige französische Zeitung ein Thema. Auch Präsident Emmanuel Macron schwieg. Er veröffentlichte nur eine kleine.Notiz auf Twitter, in der er an Auschwitz erinnerte und wie wichtig es sei Frieden, Einigkeit und Toleranz zu erhalten. Das Wort Juden oder Holocaust kamen ihm nicht über die Lippen. Für sie gelten diese hehren Ziele im heutigen Frankreich nicht mehr.

 

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