Ein neues Highlight von Agitprop

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Propaganda pur (Bild: shutterstock.com /Hintergrund)

Vor einigen Tagen hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, auf ARD den Fernsehfilm „Aufbruch ins Ungewisse“ zu sehen, an dem dem der oben abgebildete Meister der Volksverdummung (Josef Goebbels) sicher seine helle Freude gehabt hätte.

Von Quo usque tandem

Es handelt sich um ein, vom herrschenden politischen System in Auftrag gegebenes Rührstück, welches Sympathien für die derzeitige islamische Massenzuwanderung erwecken soll, indem die „Leiden“ der Zuwanderer – sozusagen spiegelbildlich – auf europäische Verhältnisse projiziert werden.

Die Prämisse des Films ist, dass ganz Europa unter (nicht näher definierter) rechter Diktatur und politischer Unterdrückung schmachtet. Ein deutscher Intellektueller muss nebst Frau, pubertierender Tochter und sechsjährigem Sohn vor „unmittelbarer Bedrohung für Leib und Leben“ (Artikel 16a des deutschen Grundgesetzes und Genfer Flüchtlingskonvention lassen grüßen) ausgerechnet nach Südafrika (nähere sichere Ziele scheinen nicht zu existieren) fliehen.

Die Flucht erfolgt per Schiff und die betrügerischen Schlepper setzen ihre „Kundschaft“ in einem mickrigen Schlauchboot vor der namibischen Küste aus. (Warum man sie die, im Verhältnis zu der Strecke von Europa relativ geringfügige Entfernung bis in südafrikanisch Hoheitsgewässer nicht auch noch befördern kann, bleibt verborgen – aber irgendwie muss die Symmetrie ja erhalten bleiben.) Das Schlauchboot (Überraschung!) kentert und der kleine Sohn (Überraschung!) ertrinkt, während sich die Restfamilie an Land rettet.

Man kommt in ein namibisches Lager, schlägt sich mit Schlepper-Hilfe nach Südafrika durch, kommt dort wieder in ein Lager, während das Asylbegehren geprüft wird – und so setzt sich die kunstvolle (?) Symmetrie zu den uns bekannten gegenwärtigen Verhältnissen in Deutschland fort.

Wenn ich auch geneigt bin, die Mühe anzuerkennen, welche aufgewendet wurde um meine Tränendrüsen zu stimulieren, so musste ich doch in der beabsichtigten Symmetrie gewisse Unstimmigkeiten feststellen:

  • Keiner der europäischen Flüchtlinge brüllt plötzlich „Gelobt sei Jesus Christus“, zückte ein Messer und stach einen oder mehrere der Umstehenden ab;
  • Keiner der europäischen Flüchtlinge (oder eine Gruppe derselben) schlüpft aus dem Lager, um ein weibliches Mitglied der einheimischen Bevölkerung zu vergewaltigen;
  • Protestantische europäische Flüchtlinge schlachten keine ditto katholischen ab (oder vice versa);
  • Keiner der europäischen Flüchtlinge dealt mit unter das Betäubungsmittelgesetz fallenden Substanzen;
  • Keiner der europäischen Flüchtlinge registriert sich in mehreren südafrikanischen Munizipien, mit dem Ziel mehrfach Stütze zu kassieren;
  • Keiner der europäischen Flüchtlinge rückt in Begleitung eines Familienclans mit einer Mannschaftsstärke von bis zu zwei Dutzend Personen an, die alle von der einheimischen Bevölkerung untergebracht und ernährt werden müssen;
  • Und, last- but-not-least, keiner der europäischen Flüchtlinge zeigt Anzeichen der Überzeugung, dass ganz Südafrika – qua göttlichem Ratschluss – eigentlich ihm gehört.

Die Liste kann beliebig fortgesetzt werden.

Etwas mehr Nähe zur Realität in obigen Punkten hätten den Schöpfern des eben beschriebenen Meisterwerks sicherlich nicht schlecht angestanden.