Mohammad, der Busfahrer aus Winsen

Symbolfoto: Durch Monkey Business Images/Shutterstock
Bitte einsteigen, der Busfahrer gibt gleich Gas (Symbolfoto: Durch Monkey Business Images/Shutterstock)

Flüchtling steuert Winser Bürgerbus

 Der Winser Bürgerbusverein hat einen neuen Fahrer: Mohammed Al Hamdani. Anfang Februar saß er das erste Mal hinter dem Steuer des rotweißen Kleinbusses, um Fahrgäste aus den Winser Außendörfern in den Kernort und zurück zu fahren. Es ist das erste Mal in der über 13-jährigen Geschichte des Winser Bürgerbusses, dass ein Migrant am Steuer sitzt. Vereinsgründer Julius Krizsan glaubt, dass Mohammed Al Hamdani im gesamten Landkreis Celle der einzige Flüchtling ist, der einen Bürgerbus fährt.

 Von Thomas Schlawig

 Die Cellesche Zeitung berichtet stolz, daß der 31-Jährige Iraker mit seinem damals minderjährigen Bruder 2015 vor dem Krieg und dem IS-Terror aus seinem Heimatland in Richtung Europa flüchtete. Seine Frau und seine zwei Töchter, heute vier und sieben Jahre alt, musste er in Bagdad zurücklassen. Über Mazedonien und Griechenland kam Mohammed Al Hamdani in München an. Schließlich strandete er in Celle. Er wurde nach Winsen geschickt, wo er seitdem lebt.

Da ich zu den wenigen Menschen in Deutschland gehöre, die alles hinterfragen und genau wissen möchten, sowie bei Ungereimtheiten Fragen stellen, ist für mich vieles nicht verständlich.

  • Der Krieg im Irak ist seit 2011 offiziell beendet
  • Wieso läßt ein Mensch seine Frau und zwei Töchter in einem „Kriegsgebiet“ zurück und begibt sich stattdessen mit seinem minderjährigen Bruder auf die „Flucht“? Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein deutscher Mann auf der Flucht vor den Russen am Ende des 2.Weltkrieges seine Frau und Kinder zurückgelassen hätte. Eher hätte er sie Sicherheit geschickt und wäre selbst geblieben.
  • Wieso kommt jemand über Mazedonien und Griechenland nach München? Um nach Mazedonien zu kommen, hätte er zuerst Griechenland durchqueren müssen. Wieso nach München? Er hätte in vielen sicheren Drittländern Asyl beantragen können. Zuerst in der Türkei, welche seiner Religion und Kultur am nächsten liegt. Als nächstes in Griechenland, weiterhin in Mazedonien, Serbien, Ungarn und Österreich. Man kann also getrost davon ausgehen, daß er alle Grenzen illegal und ohne Paß überwunden hat, um ins gelobte Land zu kommen, in dem Milch und Honig fließen.

Der Iraker lernte Deutsch und versuchte beruflich Fuß zu fassen. „Er war der erste Flüchtling, den wir im Arbeitsmarkt vermitteln konnten“, sagt die Winser Integrationsbeauftragte Karina Ibrahimova. Der gelernte Metallbauer machte Praktika und fand vorübergehend einen Job.

Die Integrationsbeauftragte stellte den Kontakt zum 
Bürgerbusverein her. Mohammed Al Hamdani sollte mehr in Beziehung zu Deutschen treten. Der gelernte Metallbauer erwarb im Juli 2017 den Führerschein. Jetzt hat er auch die Prüfung für den Personenbeförderungsschein bestanden.

Dieses Märchen ist fast zu schön um es glauben zu können. Aber das ist bekanntlich allen Märchen eigen. Da der wackere „Flüchtling“ Deutsch lernte !!! und versuchte, beruflich Fuß zu fassen !!! konnte ihn die Integrationsbeauftragte Karina Ibrahimova (sehr suspekt) in den Arbeitsmarkt vermitteln. Im Juli 2017 erwarb der wackere und arbeitswillige „Flüchtling“ daraufhin den Führerschein. Was für eine Erfolgsgeschichte. Was ist eigentlich inzwischen aus dem minderjährigen Bruder geworden?

Am Montag stand seine zweite Tour im Winser Bürgerbus an. Fahrgäste beschrieben den neuen Fahrer als freundlich und selbstbewusst. „Ich bin arbeitslos und habe den Führerschein gemacht. Ich möchte fahren, mit dem Bürgerbus kann ich das umsetzen und es macht mir richtig Spaß“, sagt er. Den Bus fährt er wie die anderen Fahrer ehrenamtlich. Es gibt nicht mal eine Aufwandsentschädigung. Der Iraker macht es gerne: „So lerne ich die Menschen hier besser kennen und ich kann der Gemeinde etwas zurückgeben.“

Isser nicht süß, der „Flüchtling“? Er ist arbeitslos und hat den Führerschein gemacht. Bravo möchte man ausrufen. Wer hat den Führerschein bezahlt? War es die Gemeinde, oder am Ende doch der Steuerzahler? Aber das Märchen geht weiter. Er macht es schließlich ehrenamtlich, lernt dabei Menschen besser kennen und… TRARA !!!!…er gibt der Gemeinde etwas zurück. Das Märchen aus 1000 und einer Nacht hat allerdings einen gewaltigen Haken.

Schauen wir uns dazu den § 48 FeV (Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung) an. Dieser fällt sehr umfangreich aus und das aus gutem Grund, ist doch der Erwerb des Personenbeförderungsscheins mit zahlreichen (sinnvollen) Auflagen verbunden. Interessant ist hier vor allem der Abs.4, welcher besagt, Die Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung ist zu erteilen, wenn der Bewerber

  • durch Vorlage eines nach Maßgabe des § 30 Absatz 5 Satz 1 des Bundeszentralregistergesetzes ausgestellten Führungszeugnisses und durch eine auf Kosten des Antragstellers eingeholte aktuelle Auskunft aus dem Fahreignungsregister nachweist, dass er die Gewähr dafür bietet, dass er der besonderen Verantwortung bei der Beförderung von Fahrgästen gerecht wird […]

Es ist für mich, bei einem vermutlich traumatisiertem „Flüchtling“,  nahezu unvorstellbar, daß dieser die Kriterien erfüllt und er eine auf seine Kosten eingeholte aktuelle Auskunft aus dem Fahreignungsregister nachweisen kann. Das Fahreignungsregister (FAER) führt bekanntlich das KBA in Flensburg, in welchem alle Verkehrsverstöße über Verkehrsteilnehmer, die im Straßenverkehr auffällig geworden sind, gespeichert werden,  soweit die begangene Zuwiderhandlung nach dem Fahreignungs-Bewertungssystem mit Punkten zu bewerten ist. Aber es das Märchen ist noch nicht zu Ende, denn Die Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung ist zu erteilen, wenn der Bewerber

  • nachweist, dass er eine EU- oder EWR-Fahrerlaubnis der Klasse B oder eine entsprechende Fahrerlaubnis aus einem in Anlage 11 aufgeführten Staat seit mindestens zwei Jahren – bei Beschränkung der Fahrerlaubnis auf Krankenkraftwagen seit mindestens einem Jahr – besitzt oder innerhalb der letzten fünf Jahre besessen hat […]

Der dumme, steuerzahlende Michel wird, falls er überhaupt begreift, bzw. begreifen will, sagen: „Moment mal….“…..!!!

Da kommt jemand, vermutlich illegal und traumatisiert (wie alle, weil damit ihre Kriminalität begründet wird)) aus einem Kriegsgebiet, in welchem er seine Frau und Kinder zurückgelassen hat, erlernt auf wundersame Weise die deutsche Sprache (schwere Sprache) macht den Führerschein (welchen der deutsche Michel selbst finanzieren muß) und besteht auf ebenso wundersame Weise die Prüfung für den Personenbeförderungsschein und fährt, weil es ihm richtig Spaß macht, ehrenamtlich und ohne Aufwandsentschädigung den Bürgerbus der Gemeinde. Um das alles perfekt zu machen, hat er auf seine Kosten (er will schließlich der Gemeinde etwas zurückgeben) eine  aktuelle Auskunft aus dem Fahreignungsregister eingeholt.

Wir erinnern uns, Der gelernte Metallbauer erwarb im Juli 2017 den Führerschein. Jetzt hat er auch die Prüfung für den Personenbeförderungsschein bestanden.

Der Juli 2017 liegt gerade einmal 7 Monate zurück. Der Erwerb der Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung wird allerdings nur erteilt, wenn der Bewerber nachweist, dass er eine EU- oder EWR-Fahrerlaubnis der Klasse B oder eine entsprechende Fahrerlaubnis aus einem in Anlage 11 aufgeführten Staat seit mindestens zwei Jahren – bei Beschränkung der Fahrerlaubnis auf Krankenkraftwagen seit mindestens einem Jahr – besitzt oder innerhalb der letzten fünf Jahre besessen hat […].

Und nun, liebe Gemeinde Wins? Auch darauf gibt der § 48 FeV eine Antwort, Zitat:

(10) Die Erlaubnis ist von der Fahrerlaubnisbehörde zu entziehen, wenn eine der aus Absatz 4 ersichtlichen Voraussetzungen fehlt. Die Erlaubnis erlischt mit der Entziehung sowie mit der Entziehung der in Absatz 4 Nummer 1 genannten Fahrerlaubnis. § 47 Absatz 1 ist entsprechend anzuwenden.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten, welche dieses Märchen erklären. Entweder hat die Cellesche Zeitung einen phantastischen Geschichtenschreiber, der, wie 99% der Schmierfinken zur Lügen/Lücken-Presse gehört, oder die Gemeinde Wins verstößt schlicht und ergreifend gegen das Gesetz. Aber selbst das wird, nach zig-fachen Rechtsbruch der „Bundesregierung“,  vermutlich auch dort inzwischen als  Kavaliersdelikt angesehen. Weshalb soll man es nicht ebenso machen, um sich als Wohltäter der Menschheit (auf Kosten des Steuerzahlers) zu profilieren?

 „Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen und das ganze Volk einen Teil der Zeit. Aber man kann nicht das gesamte Volk die ganze Zeit täuschen“ Abraham Lincoln (1809-1865)

 

 

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