Unterrichtsausfall: Grundschule streicht Englisch-Unterricht auf Monate

(Bild: shutterstock.com / Durch Monkey Business Images)
Wer braucht schon Englisch-Unterricht? (Bild: shutterstock.com / Durch Monkey Business Images)

Brandenburg – Das SPD-geführte brandenburgische Bildungsministerium hat keinerlei Probleme damit, dass aufgrund von Unterrichtsausfällen in Grundschulen stellenweise der Englisch-Unterricht auf Monate hin gestrichen werden muss.

Der Lehrermangel in Brandenburg hat immer drastischere Auswirkungen für die Schüler. Im letzten Schuljahr sind so viele Unterrichtsstunden ausgefallen wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die Erst- und Zweitklässler der Grundschule Neutrebbin (Märkisch-Oderland) müssen laut einem Bericht von rbb24 nun sogar auf ihren Englischunterricht verzichten.

Wenn die Musiklehrerin Mathe vertritt

Das SPD-geführte brandenburgische Bildungsministerium sieht darin kein Problem und hat eine gänzlich andere Sichtweise. Das Problem an den Grundschulen sei behoben, der Unterricht würde stattfinden, heißt es aus den Amtsstuben der Bildungsministerin Britta Ernst (SPD).  Die Erfahrungswelt der betroffenen Eltern scheint jedoch laut rbb24 eine andere zu sein. Dort wird berichtet, dass in den neuen Stundenplänen keine Englischstunden zu finden seien.

Insofern Stunden nicht komplett ausfallen, werden diese vertreten. In Brandenburg etwa jede zehnte Schulstunde. Nicht immer jedoch von einer Lehrkraft, die sich im Fach dann auch auskennt. Da kann es dann schon passieren, dass ein Musiklehrer den Matheunterricht vertreten muss, obwohl er „gar nicht im Thema ist“.  Die Forderung der staatlich beschulten Kinder lautetet: „Wir fordern, dass fachkundig vertreten wird, vor allem in der Sekundarstufe I und II“.

Berlin macht es vor, wo linke Bildungspolitik hinführt

Im noch röteren Berlin offenbart sich das ganze Ausmaß linker Bildungspolitik. Wie Jouwatch berichtete, schaffen drei Viertel der 24.000 Berliner Grundschüler den von der Kultusministerkonferenz gesetzten Regelstandard im Bereich der Rechtschreibung nicht. Sie liegen somit auf der untersten der fünf Kompetenzstufen. Ein weiteres Viertel schafft nur den „Mindeststandard“. Drei Viertel bleiben somit unter dem, was die Kultusministerkonferenz (KMK) als „Regelstandard“ bis zum Ende der – bundesweit vierjährigen – Grundschulzeit festgelegt hat.

Die Genossin der Brandenburger Bildungsministerin, die hoch umstrittene SPD-Funktion Sandra Scheeres (SPD), hatte versucht, die Ergebnisse der Vergleichsarbeiten VERA 3 unter Verschluss zu halten. Zeitgleich teilt Scheers mit, dass ab Montag der Türkisch-Unterricht für Erstklässler an 20 staatlichen Berliner Grundschulen für Erst- bis Drittklässler gestartet sei. Die SPD-Funktionärin rechtfertigt die Maßnahme damit, dass mit dem neuen Angebot „ein Signal für Familien mit Migrationshintergrund gesetzt werden, dass deren Herkunftskultur und -sprache auch in Deutschland anerkannt und wertgeschätzt werde“. Wer braucht da noch Englischunterricht?  (SB)

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