StaatsOrgane? Niederlande macht Bürger automatisch zu Organspendern

Mit dem Tod endet Alles. Bitte also auch der Zugriff des Staates.

Die Niederlande ändern ihr Organspendegesetz. Wer Volljährig wird, ist Spender, wenn er nicht ausdrücklich widerspricht. Ob das schon mit den diversen Integrationsräten abgesprochen ist? Unklar

Wer in Deutschland seine Organe spenden möchte, muss das in einer Patientenverfügung willentlich erklären.

Das ist vielen Staaten zu kompliziert, man möchte auch nach den Tod noch mit dem Bürger so verfahren, wie man es braucht. Die Transplantationsmedizin hat einfach zu wenig Nachschub.

Also hat man in vielen Länder bereits das Verfahren umgekehrt zur Widerspruchslösung. Die Niederlande möchten es jetzt einführen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung:

„Nach dem neuen Gesetz sollen alle Bürger gefragt werden, ob sie nach dem Tod ihre Organe spenden wollen. Entscheiden sie sich nicht, werden sie automatisch als Spender registriert. Laut Medienberichten sind bislang nur knapp über die Hälfte der Niederländer in der Organspenderdatenbank registriert.“

Die Widerspruchslösung scheint, wie ja so Vieles „in diesen Zeiten“ plötzlich die politisch favorisierte Lösung zu sein. Natürlich auch hier aus Humanität, nicht etwa, weil der Staat auch noch bestimmen möchte, was nach dem Tod mit deiner Leiche zu passieren hat. Staatseigentum bis zuletzt.

Die Niederlande ist mit dieser Gesetzesveränderung das 18. europäische Land, dass zur sogenannten Widerspruchslösung bei der Organspende wechselt. Spanien ist weltweit das Land mit der höchsten Rate an Organspendern; dort kamen 2015 rund 39,7 Spender auf eine Million Einwohner. Dort gilt ebenfalls die Widerspruchslösung. Mit 9,3 Spendern pro eine Million Einwohner liegt die Deutschland in Europa auf einem der untersten Tabellenränge. Die Niederlande registrierten bisher knapp 15 Spender auf eine Million Einwohner. Auch dort gibt es einen Mangel an Spenderorganen.“

Aus verschiedenen Gründen gibt es Gegenwehr:

„Kritiker halten die Widerspruchslösung für verfassungswidrig und kontraproduktiv, weil sie das Misstrauen in die Transplantationsmedizin noch erhöhen könnte. Auch für die katholische Kirche ist sie nicht akzeptabel: Nach ihrer Ansicht muss die Organspende eine bewusste und freiwillige Entscheidung bleiben.“

Warum so negativ?

  1. Erst wird gefragt. Dann nicht mehr. Und schon hast Du nicht einmal das Recht auf deinen eigenen Körper.
  2. Aus Humanität hat in der Politik noch selten jemand was gemacht.

Was ich generell in der Frage interessant finde:

Wie ist es denn mit den Moslems? Die stehen eigentlich nicht so auf Organspende. Untereinander schon nicht, manche generell nicht, manche sind zumindest offen für die Idee „es können Leben retten.Organe für Ungläubige. Das glaubt ihr doch wohl selbst nicht.

Ich habe eine Patientenverfügung. Ich habe mich für einen Weg entschieden. Freiwillig bin ich bereit, meine Organe zu spenden. Würde es mir vorgeschrieben, würde ich diese Vereinbarung nicht eingehen. Aus Prinzip. Die Dinge, die der Staat für uns „fürsorglich belagernd“ entscheidet, nehmen schon genug Raum ein.

Kein weiterer Bedarf.

Mein Bauch gehört mir. Und der Rest auch. (VK)

Wandere aus, solange es noch geht!
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