OXFAM-Skandal: Katholische Organisation suspendiert Mitarbeiter

(Bild: shutterstock.com / Stockfoto-ID: 182855708)
Oxfam (Bild: shutterstock.com / Stockfoto-ID: 182855708)

London – Wegen der Vorwürfe sexuellen Missverhaltens in Haiti 2011, die die „Times“ namentlich gegen einen früher bei OXFAM angestellten CAFOD-Mitarbeiter erhob, wurde der Mitarbeiter jetzt vorläufig suspendiert.

Nach Vorwürfen wegen Sex-Partys einiger Mitarbeiter in Haiti steht die ultra-linke britische Hilfsorganisation Oxfam zunehmend unter Druck. Oxfam habe Warnungen ignoriert, meldete die Londoner „Times“ am Montag, die als erstes Medium darüber berichtete und auch namentlich Beteiligte nannte. Demnach sollen einige der 230 Oxfam-Helfer beim Einsatz nach dem Erdbeben von 2010 Partys mit Prostituierten veranstaltet und Frauen darunter – möglicherweise sogar Minderjährige-  sexuell ausgebeutet haben.

Ultra-linke Hilfsorganisation

Die linkspolitische Hilfsorganisation, 1942 unter dem Namen Oxfam gegründet,  sind nach Eigendarstellung verschiedene Hilfs- und Entwicklungsorganisationen zusammengeschlossen, die sich für eine „gerechtere Welt ohne Armut“ einsetzen. Hierbei bespielt Oxfam sowohl das Thema Geschlechtergerechtigkeit wie auch auf der Klaviatur der„sozialen Ungerechtigkeit“. Ein weiteres Ziel des Gutmenschenverbundes: der Boykott israelischer Produkte. Oxfams antiisraelisches Agieren wurde 2014 bekannt, als die Organisation die US-Schauspielerin Scarlett Johansson, die sich seit 2007 als Botschafterin der „Entwicklungshilfsorganisation Oxfam“ engagierte, vor die Tür setzte.

Grund: 2014 trat Johansson als zentrale Werbefigur des israelischen Haushaltsgerätekonzerns SodaStream auf. Ungeachtet der Tatsache, dass bei Sodastream mehr als 700 palästinensische Mitarbeitern in Lohn und Brot stehen, hat die Organisation Oxfam Johansson darauf hingewiesen, dass ihr Werbevertrag mit der israelischen Firma SodaStream mit den „ethischen Grundsätzen von Oxfam nicht vereinbar sei“. Daraufhin zog die Schauspielerin die nötigen Konsequenzen, stellte ihr Oxfam-Engagement ein und verließ Oxfam.

Ex-Oxfam Mitarbeiter wegen Sexbeteiligung von CAFOD suspendiert

Die katholische Hilfsorganisation CAFOD in England und Wales–finanziert von der Katholischen Kirche England und Wales, der britischen Regierung und Spenden – suspendierte nun einen Mitarbeiter, nachdem bekannt geworden war, dass er möglicherweise bei den OXFAM-Sexskandalen beteiligt gewesen sein könnte. Der Mann war erst später als Mitarbeiter zu CAFOD gewechselt. Die stellvertretende Vorsitzende von OXFAM ist inzwischen in Reaktion auf diese Vorwürfe zurückgetreten.

In einem Statement auf der Homepage betont CAFOD-Direktor Chris Bain, dass man „Null Toleranz“ gegenüber einem Bruch des CAFOD-Verhaltenscodexes aufbringe. Den Vorwürfen werde nachgegangen, über das weitere Vorgehen werde noch beraten. Bain nannte es „entmutigend“, dass durch das Missverhalten weniger Mitarbeiter das Vertrauen in die lebensrettende Überseearbeit möglicherweise geschädigt werden könne. (SB)

 

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