Leider keine Fake News: Falsche Ärzte mit Migrationshintergrund schon am Patienten

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Da weiß man doch schon gerne, ob die Fachkraft auch eine ist. (Bild: CC0-PublicDomain-Pixabay-drshohmelian)

Wir erinnern uns: Neben Facharbeiter kamen ja mit den „Flüchtlingen“ Massen an bestens ausgebildeten Ärzten ins Land. Das deren Noten so gut waren, liegt aber wohl häufig daran, dass die Zeugnisse gefälscht sind. Konnte keiner ahnen.

Ist das nicht der Alptraum an sich? Vor einem steht ein Arzt, aber der ist keiner. Ihr Chirurg ist nicht einmal Metzger. Der wüsste immerhin noch, was wo ist im Körper. Aber vielleicht hatte ihr Zahnarzt auch in der Heimat eine Autowerkstatt, der Gynäkologe einen Falafel Stand gegenüber von einem Krankenhaus?

Rechte Hetze? Verschwörungstheorien?

Immerhin schlägt der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, im Deutschen Ärzteblatt Alarm:

Ausländische Ärzte aus Staaten, die nicht der Europäischen Union (EU) angehören, sollten eine Prüfung auf Niveau des zweiten und dritten deutschen Staatsexamens ablegen müssen, um in Deutschland eine Zulassung zu erhalten. Das hat der Präsident der Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, gefordert und schnelle Änderungen angemahnt. Er nannte es im Gespräch mit dem Deutschen Ärzteblatt„überhaupt nicht mehr tragbar“, Berufszulassungen oder Approbationen nur noch nach alleiniger Prüfung der Papierform und Sprachprüfungen zu erteilen. „Wir müssen zum Beispiel ausschließen, dass Menschen als Arzt tätig werden, die sich in ihren Heimatländern Zertifikate gekauft haben, ohne jemals die Universität besucht zu haben“, sagte er. 

Montgomery ist politisch „unverdächtig“. Denn „Willkommen“ Montgomery einer derjenigen, der bisher die Auffassung vertrat, die bestausgebildeten Mediziner der Welt würden uns in den Schoß fallen und ist als ein entschiedener Gegner der Altersfeststellung (jouwatch berichtete) bekannt.

Da fragt sich Professor Dr. Wolfgang Meins, Neuropsychologe und Psychiater (das sind die mit dem Rezeptblock.) in „Die große Angst vor Fake-Ärzten aus Drittstaaten“ auf Achse des Guten:

Kurz vor Weihnachten hatte das Deutsche Ärzteblatt noch eine stimmungsvolle Nachricht für seine Leser parat: Sechzehn „geflohene“ Ärzte hätten in Hessen die Approbation erhalten und dürften nun uneingeschränkt als Mediziner in Deutschland arbeiten.

Sechs Wochen später sei die Situation nicht mehr tragbar, fragt sich nicht nur Prof. Meins. Nur für die „Medien“ sei es kein Thema:

Was nun in den letzten beiden Jahren, in welcher Häufigkeit, konkret vorgefallen ist, dass sich der Bundesärztekammer-Präsident Sorgen um das Patientenwohl machen muss, ist bisher kaum öffentlich geworden. Eine Ausnahme findet sich hier in der Neuen WestfälischenAnsonsten scheint die Medien das Thema nicht zu interessieren. Diese Art von Skandalen schätzt man dort offenbar nicht besonders.

 Eine Zahl?

Allein in Niedersachsen sind knapp 3.700 Ärzte aus Drittstaaten tätig.

 Noch immer nicht beunruhigt?

„Ab und an hört man natürlich das ein oder andere von den geschätzten Kollegen und ist dann jeweils froh, nicht mehr in verantwortlicher Position im Krankenhaus tätig zu sein. Aber natürlich haben weder Aufsichtsbehörden noch Krankenhäuser oder dilettierende Drittstaatärzte ein Interesse daran, ihre Verfehlungen öffentlich zu machen.

„Ich weiß dein Krankenbett ist von Ärzten belagert; dies ist für mich ein erheblicher Grund zur Furcht,“ schrieb der Dichter Petrarca im 14. Jahrhundert einem Freund.

Das Mittelalter ist wieder aktuell. Jeden Tag ein kleines bisschen mehr. (VK)

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