Politiker hat gelogen: Rücktritt ! (Nein, nicht in Deutschland)

Foto: Durch igorstevanovic/Shutterstock
Runterbeten und lügen (Foto: Durch igorstevanovic/Shutterstock)

Der niederländische Außenminister ist zurückgetreten. Ein angebliches Treffen mit Putin hatte nicht stattgefunden. Seine „Zitate“ waren gelogen. Willkommener Anlass zu Russenschelte bei der WELT und auch beim niederländischen Premier Rutte.

Der niederländischen Außenminister Halbe Zijstra ist zurückgetreten. Eine faustdicke Lüge aus dem Jahre 2006 brach ihm das Genick. Laut WELT musste er zugeben,

über ein angebliches Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin 2006 gelogen zu haben. Damals hatte er erklärt, er sei als Mitarbeiter des Energieriesen Shell bei einem Treffen auf Putins Landsitz zugegen gewesen. Dort habe der Präsident erklärt, er betrachte Weißrussland, die Ukraine und die baltischen Staaten als Teil eines „Großrusslands“.

Eine Ausrede hat er natürlich auch, ist schließlich ein Politiker. Er war zwar nicht da, aber das habe ihm jemand erzählt (Hörensagen, zählt nicht einmal vor Gericht) und um seine Quelle zu schützen, hätte er das Zitat „heldenhaft“ als seines ausgegeben.

Nun sieht er seine Glaubwürdigkeit beschädigt und tritt zurück.

Hätte er mal seinen Chef gefragt, der das völlig anders auslegt:

Ministerpräsident Mark Rutte sprach am Montag von einem „großen Fehler“ des Ministers. Seine Glaubwürdigkeit sei aber nicht beschädigt. Der Vorfall habe auch keine Folgen für die Beziehungen zu Russland. „Weil die Russen sehr gut wissen, dass der Inhalt stimmt.

Das weiß natürlich auch die WELT:

„Im politischen Denken der Moskauer Führung unter Putin zählen die ehemaligen Sowjetrepubliken an der russischen Westgrenze zum Einflussgebiet Russlands. In der Ukraine hat Russland 2014 mit der Annexion der Halbinsel Krim und dem Eingreifen im Osten des Landes versucht, eine Annäherung Kiews an die Europäische Union zu verhindern.

Und schon ist doch aus dem Rücktritt eines Lügners ein richtig schönes Putin-Bashing geworden.

WELT-Leserkommentare:

„Seine falschen Äußerungen hätten seiner Glaubwürdigkeit geschadet, so der Minister.“ & „Ministerpräsident Mark Rutte sprach am Montag von einem „großen Fehler“ des Ministers. Seine Glaubwürdigkeit sei aber nicht beschädigt.“ Frage ist nun wer hat recht, der Minister oder der Ministerpräsident ? Bei einer so unterschiedliche Beurteilung einer simple Sache, wie konnte der Herr Zijlstra überhaupt Minister werden ?

„Vieles über Russland und Putin entspricht nicht der Wahrheit. Meist handelt es sich um Behauptungen ohne Beweise.“

„Wenn die Russen selbst wissen, dass das stimmt, warum ist er zurückgetreten?“

 „Gelogen, aber doch die „Wahrheit“ gesagt – ätsch! Die hohe Kunst der Rechthaberei…“

„Dieser Halbe Zijlstra gehört übrigens der Partei von Rutte an. Das ist der Mann, der zwei Wochen vor der Wahl einen harten Kurs gegen Erodgan fuhr um dann einen Tag nach der Wahl wieder windelweich zu sein. Seiner Wahl hat es genutzt. Rutte ist übrigens ein enger Freund von Merkel. Da kommt eben zusammen, was zusammen gehört.“ (VK)

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