Paukenschlag: Langjähriger CSU-Ortsvorsitzender tritt wegen Merkel-Kritik aus der Partei aus

(Bild Angela Merkel: shutterstock.com/Durch 360b; Screenshot)
Joachim Bursian (r.o)hat genug (Bild Angela Merkel: shutterstock.com/Durch 360b; Screenshot)

Bayern / Mistelgau – Der langjährige Ortsverbandsvorsitzende, Gemeinderat und Fraktionssprecher Joachim Bursian  hat am Wochenende seinen sofortigen Parteiaustritt erklärt. Bursian gehörte 20 Jahre lang der CSU an. Davon war er 16 Jahre Chef der Christsozialen in Mistelgau. Der pure Machterhaltungswille von Merkel und Co., das „Vorbeiregieren an den kleinen Bürgern“, die  Berichterstattung über Straftaten, bei der „von oben angeordnet“ werde, nicht über Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu ethnischen, religiösen oder anderen Minderheiten zu berichten, habe ihn unter anderem zu diesem Schritt bewogen. 

Einem Paukenschalg gleich sei die Nachricht vom Parteiaustritt des langjährige Ortsverbandsvorsitzende, Gemeinderat und Fraktionssprecher Joachim Bursian aufgenommen worden, so der Nordbayerische Kurier. Am vergangenen Freitag teilte Bursian seinen sofortigen Austritt aus der CSU in einem persönlichen Schreiben an Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer mit.

Es geht den führenden Politiker in Deutschland, voran Bundeskanzlerin Angela Merkel, nur um den Machterhalt

Bursian, der 20 Jahre der CSU angehört hat, machte in seinem mehrseitigen Schreiben, das dem Kurier vorliegt, klar, dass es sich in auf keinen Fall um eine Schnellschuss handle, sondern dass sich dieser Entschluss über Jahre hinweg entwickelt habe. Vor allem machte der Ex-CSUler Angela Merkels Versagen für seine Entscheidung verantwortlich. Im Kurier-Gespräch macht Bursian deutlich, dass letztlich das Tüpfelchen auf dem „I“ die in der letzten Woche zustande gekommene große Koalition war. Da wurde es ihm nochmals deutlich, dass es den führenden Politiker in Deutschland, voran Bundeskanzlerin Angela Merkel, nur um den Machterhalt gehe.

„Das Vorbeiregieren an den kleinen Bürgern und der Verlust der Bodenhaftung der Partei“ habe ihm letztendlich zu diesem Schritt bewogen. In dem Schreiben an Seehofer führt Joachim Bursian aus, „dass er mit Erschrecken in den letzten Jahren feststellen musste, dass unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung durch unsere Regierung mit Füßen getreten wurde“. Zudem würden die Bürger mit einer „staatlich verordneten Zensur der öffentlich-rechtlichen Medien für dumm verkauft“.

Medienzensur über den tatsächlichen Zustand Deutschlands

Wie der Kurier weiter berichtet, führte Bursian als Beispiel die Berichterstattung über Straftaten, bei der „von oben angeordnet“ werde , darauf zu achten, dass die Erwähnung der Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu ethnischen, religiösen oder anderen Minderheiten, zu unterbleiben habe, an. Bursian führte weiter aus, dass man eine sachliche Darlegung des Zustandes in Deutschland schlussendlich nur aus dem Ausland oder von Wissenschaftlern, Instituten und speziellen Lektüren erfahre. Dies betreffe auch „erschreckende Zahlen“ zur Statistik über Straftaten und deren Verteilung auf Deutsche, Ausländer, Zuwanderer, die in einer Züricher Zeitung nachzulesen seien. In dem Schreiben führe der ehemalige Christsoziale zudem Themen, die sich auf den  Atomausstieg oder Steuer und Rente beziehen, auf .

Bursian, der dem Mistelgauer Gemeinderat seit 2002 angehört stellte klar, dass sein Austritt aus der CSU nichts mit der Kommunalpolitik vor Ort zu tu habe. Dort wird er als Parteiunabhängiger weiterhin Sitz und Stimme haben. (SB)

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