Norbert Bolz: Warum schweigen die Medien zur Zensur?

Foto: Durch McCarony/Shutterstock
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Warum kämpft die deutsche Presse für die Zensur, statt dagegen? Wo bleib der #Aufschrei gegen das Netzdurchsetzungsgesetz, fragt Medienwissenschaftler Norbert Bolz?

Der Medienwissenschaftler Professor Norbert Bolz von der TU Berlin ist Merkel- und Medienkritisch. Der deutschen Regierung wirft er eine unberechtigte und schädliche Bevormundung des Bürgers vor. Von den sogenannten Eliten gehe eine unglaubliche Arroganz aus, die das Volk (Neusprech: Bevölkerung) für dumm verkaufe, als unfähig mit der Wahrheit umzugehen. Auch beim NetzDG:

„Dass die beteiligten Politiker dieses Thema nicht mögen, ist kaum verwunderlich. Aber wäre es nicht Aufgabe der Presse, sich des Umstandes anzunehmen, dass womöglich aufgrund eines verfassungswidrigen Gesetzes fortgesetzt in Grundrechte eingegriffen wird? Warum hört man von den Journalisten so wenig, die doch eigentlich die ersten sein müssten, die aufschreien, wenn es auch nur nach Zensur riecht.“

Der Zwischenruf von Norbert Bolz auf Achgut.Pogo dem Netz-TV der Achse des Guten:

PS: Bin kein Fan von Twitter. Doch die Bonmots die Norbert Bolz da raushaut, lohnen sich:

„Die gar nicht mehr so Große Koalition sucht jetzt verzweifelt nach einer Geschichte, mit der man die Erhaltung der Macht als Verbesserung Deutschlands verkaufen kann.“

„Der „neue Mann“ ist nicht das Ergebnis der Selbstbesinnung des alten, sondern ein Züchtungsprojekt größten Ausmaßes.“

„Moralische Entrüstung ist immer das Zeichen eines schlechten, nämlich rachsüchtigen Charakters.“ (VK)

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