Kulturwissenschaftlerin Dr. Noa und die ewige Kolonialschuld der Deutschen – und warum Karneval rassistisch ist

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Kulturwissenschaftlerin Dr. Noa und die ewige Kolonialschuld der Deutschen

Was ist eine «kritische Stadtforscherin of Color»? Wenn Sie das nicht wissen, haben Sie nichts verpasst. Es handelt sich dabei um die Selbstbezeichnung der Autorin und «Wissenschaftlerin» Dr. Noa, welche unter anderem beim Verlag «Yilmaz-Günay» tätig ist, sich für die Verflechtungen von Macht, Repräsentation und Subjektivierung interessiert und Vorstandsmitglied des Migrationsrates Berlin-Brandenburg e.V. ist. Zusätzlich ist sie noch aktiv im Netz für «decoloniality Europe» und in der «Critical Ethnic Studies Assocication».1

Von Young German

Wenn ich Sie jetzt mit seltsamen Anglizismen genervt habe, tut mir das leid. Aber das ist lediglich das Berufsprofil der Frau, die kürzlich der ZEIT einen astreinen globalismusfreundlichen Artikel schrieb. Der Inhalt des Beitrages erstreckt sich bei ihr über drei Seiten, lässt sich aber hier in etwas kürzerer Form prägnant zusammenfassen, bevor ich erkläre, was diese Frau beruflich sonst noch so tut.

Unter dem Titel «Kostüme sind nicht unschuldig» erzählt sie den Lesern der ZEIT, warum weiße Europäer sich nicht zu Karneval in die Kostüme ethnisch fremder Völker zu kleiden hätten, weil auch die Nachfahren der ehemaligen Kolonialherren immer noch schuldig oder zumindest verantwortlich am Kolonialismus sind, weil sie diesen nicht kritisch aufgearbeitet haben. Das Anziehen von kulturellen Artefakten, also den Kostümen, wäre das, was man in den USA als «cultural apporation» kennt. Es handle sich laut Frau Noa um eine Inanspruchnahme der ehemals kolonialisierten Kultur, die uns nicht zusteht. Zwar behauptet Frau Noa in einem Satz, dass sie ungern mit dem Schuldbegriff argumentiere und man Schuld ja nicht von den Vorfahren übernehmen könne, revidiert selbige Aussage dann sofort wieder, indem sie darauf verweist, dass wir durch unsere Aneignung von kulturellen Kostümen und Artefakten fremder Ethnien uns eine Schuld des Kolonialismus aufladen.

Weiße sollten sich lieber mal als «Kartoffel» verkleiden, statt andere Kulturen nachzuäffen. Denn in Deutschland sei der Rassismus noch lange nicht besiegt und sei in der Gesellschaft angeblich weit verbreitet, sagt die Rassismusforscherin, die damit ihr Geld verdient und Anti-Rassismus-Seminare an Universitäten gibt.

Wer sich in indianische Karnevalskostüme kleidet, der reproduziert Rassismus und Kolonialismus, meint Frau Noa K. Ha. Denn er eignet sich die kulturellen Güter eines anderen Volkes bzw. einer anderen Rasse an, was ihm selbstverständlich nicht zusteht.

Meine Frage an Frau Noa Ha ist, ob dann die Afrikaner auch keinen maßgeschneiderten italienischen Anzug mehr tragen, keine Musik auf ihrem I-Pod hören und kein Auto fahren dürfen? Sind das nicht eigentlich alles Erzeugnisse des europäischen Menschen im Westen und Nordwesten des Globus? Müssen wir morgen alle nur noch im Lendenschurz herumlaufen, weil hier und dort sich Menschen und Zivilisationen bei anderen Kulturen bedient haben? Ist es schon Rassismus, wenn ich meine Kinder mit Indianerfedern schmücke?

„Die meisten Menschen sind hier mit dem Verständnis aufgewachsen, alles für sich beanspruchen zu können – auch das kulturelle Wissen der ehemals Kolonialisierten. Davon zeugen die Ausstellungen in den ethnologischen Museen bis heute, und die vielen Fragen der Provenienz und Restitution, die noch nicht beantwortet sind.

Aber warum glauben wir, dass wir uns mit den Kleidern der Anderen kostümieren können, ohne zum Beispiel deren spirituellen Kontext zu kennen? Was wissen wir beispielsweise über den Kopfschmuck indigener Menschen Nordamerikas? Sehr wenig. Und dennoch taucht der Federschmuck immer wieder und unhinterfragt in populärkulturellen Kontexten auf.

„Kostüme sind nicht unschuldig“, ZEIT 2

Die Tatsache, dass Personen wie Frau Noa K. Ha über Rassismus lehren dürfen, ist eine Absurdität sondergleichen, die man wohl nur im Westen vorfindet. Für Frau Noa ist der Rassismus offensichtlich nicht besiegt, weil er nie besiegt werden kann, solange es weiße Menschen gibt. Die Fantasie von der Erbschuld fließt zwischen den Zeilen und es ist nie genug für den Antirassismus getan. Das ist schlichtweg nicht möglich, weil Frau Noa K. Ha selbstverständlich davon lebt und ihre Existenz als Wissenschaftlerin darauf aufbaut, dass Menschen vermeintlich rassistisch diskriminiert werden.

Wenn dies in Alltagssituationen durch Beleidigungen und Schikane also in Europa kaum noch der Fall ist, muss eben etwas erfunden werden. Und so fabriziert Frau Dr. Noa einfach einen kulturellen Zwangsrassismus herbei, der bereits durch die bloße Berührung eines Indianerkostüms oder den Besitz einer afrikanischen Holzschnitzerei existiert. Denn ein Europäer könne niemals verstehen, was so eine hölzerne Maske aus Schwarzafrika für eine kulturelle Bedeutung habe, so Frau Noa in ihrem Artikel bei der Zeit.

Es ist nicht untertrieben, wenn man von einer Antirassismus-Industrie in Deutschland spricht, die sich gegenseitig die Klinke in die Hand drückt und einander als Steigbügelhalter behilflich ist. Denn Frau Noa Ha referiert nicht nur an der Universität in Trier über Antikolonialismus und deutsche Schuld, sondern ist auch bei der berüchtigten Heinrich Böll Stiftung vertreten. Das «migrationspolitische Portal »führt sie als «Stadtforscherin aus einer rassismuskritischen Perspektive für den Straßenhandel im öffentlichen Raum von Berlin.»3 Was genau das sein soll, habe ich trotz Recherche nicht genau feststellen können. Raketenwissenschaftlerin oder Astrophysikerin ist sie ja bedauerlicherweise nicht, wo wir doch gerade in dieser Branche Bedarf hätten, während die Stellenauschreiben für «Stadtforscherinnen mit rassismuskritischer Perspektive für den Straßenhandel im öffentlichen Raum» doch eher selten sein dürften.

Wenn Frau Noa Ha dann auch noch bei «Vielfalt entscheidet» als Unterstützerin auftaucht, erweist sich die Frage nach einem «Migrationsnetzwerk», welche die Migration zum Selbstzweck hat, als geklärt.

Denn «People of Color» und «Schwarze Menschen» sind laut «Vielfalt entscheidet» in Deutschland durch den deutschen Rassismus in Führungspositionen unterrepräsentiert. Nicht die Befähigung oder die kulturell angelernte Arbeitsmoral, sondern einzig und allein Rassismus und Diskriminierung sind Schuld daran, dass «Schwarze Menschen» bzw. «People of Color» selten Führungspositionen in Deutschland erreichen.

Ich vermute, dass Frau Ha auch der ehemaligen IM Anetta Kahane in ihrer Aussage zustimmen würde, dass der Osten der Bundesrepublik «zu weiß» ist. Ich bin mir sicher, dass Frau Ha dabei helfen möchte dies zu ändern. Dabei spielt es offensichtlich keine Rolle, dass der Kolonialismus längst besiegt und rassistische Diskriminierung im deutschen Alltag eigentlich ein Unding geworden ist, welches sofort alle Mainstream-Medien auf den Plan ruft.

Ich gehe davon aus, dass es in Deutschland auch niemals «vielfältig genug» sein kann. Dafür müssten dann die Deutschen selbst vollständig verschwunden sein, damit die Migrationsnetzwerke, denen Frau Ha angehört, zufrieden sind. Und selbst wenn der Fall eintreten sollte, hat die Expertin und Wissenschaftlerin längst ein neues Fass, welches sie aufmachen kann.

Denn Sexismus, Homophobie und Transphobie sind ebenfalls ein erhebliches Problem in unserer Gesellschaft. Bekämpfen kann man diese Phobien, indem Männer als «Fearleader» auftreten und «als Cheerleader tanzen und sich dadurch explizit mit Stereotypen von Sexismus, Homophobie und Männerdominanz auseinandersetzen. Sie brechen also mit altbekannten Bildern.» – Zitat, Kostüme sind nicht unschuldig“, ZEIT4

Und tatsächlich finden wir doch Indizien dafür, dass Frau Ha sich dafür einsetzt, Europa vom Erbe des Rassismus zu befreien. Vor den Zuhörern an der Universität in Trier sprach sie am 07. Juni 2017 davon, dass die Europäer die Loslösung von ihrem Mutterboden, ihrer Heimat und der kompletten Neuregelung des Staatsbürgerrechtes benötigen. Erst dann könne man Europa dekolonialisieren.5

Und dann sage noch einer bitte, dass der «große Austausch» von keinem gewollt ist.

Foto: MyName (Panic)


1http://www.yilmaz-gunay.de/index.php/autor-innen/23-noa-ha

2http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-02/noa-k-ha-karneval-kolonialismus-interview

3https://heimatkunde.boell.de/person/noa-ha

4http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-02/noa-k-ha-karneval-kolonialismus-interview/seite-3

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