Karneval 2018 – Gott sei dank ist am Aschermittwoch wieder alles vorbei!

Foto: Durch Anna Luopa/Shutterstock
Hier sehen Sie eine Närrin, die den Karnval betrauert (Foto: Durch Anna Luopa/Shutterstock)

Selbst in totalitären Staaten dürfen die Jecken zumindest einige Tage lang die Sau raus lassen, die Elite durch den Kakao ziehen und die Probleme und Sorgen der Bürger auf Motivwagen postieren. Doch in der Ära Merkel verkommt die fünfte Jahreszeit durch ihre ideologisch verbohrten Spaßbremsen immer mehr zu einer Trauerveranstaltung.

Von Thomas Böhm

Es gibt einen großen Unterschied zum Karneval früherer Zeiten. Und damit sind nicht nur die vielen sexuellen Übergriffe von faschingsfremden Gästen gemeint, oder die Umzüge, die nur noch unter Polizeischutz, wenn überhaupt, stattfinden können. Es ist eine erschreckende Tendenz zu erkennen:

Wurde vor der Gezeitenwende mit Merkel eher die Obrigkeit mit Büttenreden über den Tisch gezogen, stürzt man sich heutzutage – sozusagen von oben herab und auf der sicheren Seite – auf die AfD. Solche Spaßvögel hätten im Dritten Reich unter dem Gegröhle der Nazis sicherlich auch gerne Judenwitze gerissen.

Und wenn sich dann mal einer in närrischer Form der aktuellen Problematik widmen, bekommt er von den Linken, die zum Lachen in den Keller gehen, mächtig einen verpasst.

Foto: Screenshot/Facebook
Foto: Screenshot/Facebook

Laut „Saarbrücker Zeitung“ soll die Polizei gegen den Betreiber eines Motivwagens beim Dudweiler Fastnachtsumzug ermitteln. „Ein Bild des Wagens, das auf Facebook kursiert, zeigt einen Badezuber, aus dem bärtige Puppen mit Turbanen ragen. Auf dem Zuber steht: „Die Wanne ist voll“ – eine Umwandlung des Ausspruchs „Das Boot ist voll“, den Gegnern des Flüchtlingszuzugs verwenden. Da das Motiv den Verdacht der Fremdenfeindlichkeit erfülle, sei auch der Staatsschutz der Polizei eingeschaltet worden. „Wir nehmen die Sache sehr ernst“, sagte ein Polizeisprecher der SZ. Ob und wenn ja welcher Straftatbestand vorliege, müssten die laufenden Ermittlungen zeigen.“

Was aber bedeutet das für den deutschen Karneval? Dass nur noch das gezeigt wird, was politisch erlaubt, politisch korrekt ist? Damit wäre der Karneval an sich überflüssig geworden, denn genau das ist der Karneval: politisch unkorrekt!

Auch bei der Wahl der Kostüme mischen jetzt die linken Ideologen mit. Im Stern wird ernsthaft diskutiert, ob ein Indianerkostüm noch statthaft ist. Dabei wird auf eine obskure Seite verwiesen, auf der sich eine offensichtlich Schwachsinnige austobt:

Fasnacht, Fasching, Karneval: Es ist mal wieder soweit – wir sind mitten in der fünften Jahreszeit. Letztes Jahr um diese Zeit befand ich mich in einem mittelschweren Gewissenskonflikt, weil der kleine Sohn unbedingt als Indianer gehen wollte. Er hatte schon ganz konkrete Vorstellungen für Federschmuck und Kriegsbemalung, und angesichts seines Enthusiasmus tat es mir schon sehr leid, ihm diesen Wunsch nicht erfüllen zu können.  Denn obwohl zu Karneval angeblich ja alles erlaubt ist , sollte man – auch Kinder – auf eine Indianerkostümierung  dennoch besser verzichten. Warum? Um diese Frage zu beantworten, habe ich mir mal wieder Unterstützung von Jasna Strick, a.k.a Tugendfurie, geholt, die ihr bereits von diesem Artikel kennt. Jasna bloggt sonst auf der kleine Unterschied.

Ja, richtig: Bei der Beantwortung dieser Frage geht es um (Alltags-)Rassismus. Warum das Verkleiden als Indianer eine rassistische Handlung ist, war schon vor längerer Zeit mal ein heiß diskutiertes Thema in meiner Internet-Bubble. Jasna und ich haben versucht, anhand von Fragen und Reaktionen, die wir in solchen Diskussionen typischerweise hören, die wichtigsten Aspekte so verständlich wie möglich zu erklären… 

…Unter kulturelle Aneignung fällt z.B. wenn westliche Modeschöpfer*innen plötzlich das Bindi als Accessoire entdecken und weiße Menschen Dreadlocks tragen. Darunter fallen auch und gerade viele Elemente, die im Karneval als Kostümierung verwendet werden… 

Kulturelle Aneignung hat ganz viel mit Imperialismus und Kolonialismus zu tun. Kostümierungen als Native Americans sind heute möglich, weil europäische Einwander*innen nach Amerika gesegelt sind und dort People of Color unterdrückt, misshandelt, vertrieben und ihre Kultur ausgeraubt haben.

Wenn heute weiße die Kultur von People of Color zu Geld machen (z.B. in der Mode- oder Kosmetikindustrie), dann zeigt sich, dass die Ausbeutung nie aufgehört hat. Unterdrückte Kulturen verschwinden immer mehr, weil dominante Kulturen ihre Aspekte in sich aufnehmen und zweck- oder bedeutungsentfremden…

Bereits vor zwei Jahren hatte sich das türkische Generalkonsulat über einen Motivwagen beschwert, der Erdogan und einen IS-Fürsten zeigte, die sich gemeinsam mit Blutkelchen zuprosteten.

Die reaktionären linken Spießer, denen selbst der humorvolle Widerstand zuwider ist, machen uns das Leben selbst in dieser närrischen Zeit zu Hölle. Wird Zeit, dass morgen am Aschermittwoch alles wieder vorbei ist, bei so viel Wahnsinn bleibt einem das Lachen ja im Halse stecken.

Und hier noch ein Kommentar von B. Radeiske:

Die SPD und CDU-Elite lacht und schunkelt was das Zeug hält, als gäbe es gerade kein unbeschwingteres Leben in unserem Lande.

Der Auftritt des SPD-nahen Kabarettisten Lars Reichow überschritt bei diesem protzigen Täterä-Stelldichein jedoch abermals mit seinem Beitrag „Fastnachtsjournal“ wiederholt zum Vorjahr mit zu tiefst abwertigen Äußerungen gegenüber der AfD die Grenzen der Satire.

Den spaßigen Sinn eines Büttenredners ersetzte er mehr durch politische Kampfansagen. So begann er seine Dreistigkeiten zu den ohnehin ausgeladenen AfD‘lern im Wortlaut:
„Wo sind die AfD-Leute – mir wär’s lieber die säßen hier als im Bundestag, ganz ehrlich!“

Dann wird er lauter:
„Über 90 Abgeordnete hocken da unter der Kuppel in Berlin“
und artet schon brüllend aus:
„Es ist eine Schande für Deutschland!“
„Was das kostet, denen müßte man die Diäten in Reichsmark von 1923 auszahlen!
Und die bunt-toleranten Narren applaudieren dazu in voller Freude…..
Irgendwie appellierend an Bundesabgeordnete und Wähler mahnt dann Herr Reichow aufbrausend:
„Mein Gott! Reißt euch doch mal endlich zusammen…Die Hyänen warten darauf die Demokratie aufzufressen…“

Nachdem er dies in Ekstase von sich gelassen hatte, wurde er wieder mit seiner Stimme sanfter im Wortlaut:
„Vielleicht müssen wir aufhören auf die AfD einzuschlagen, ….lassen wir sie einfach in Ruhe scheitern.“

Etwas später gab er noch eins obendrauf in einer Art To do-Liste für die neue Regierung:
„Herr Orbán braucht einen Grundkurs in Demokratie“
„die Flüchtlinge brauchen uns immer noch“
die AfD-Vorstände müssen entnazifiziert werden

Es ist geradezu unglaublich, was er da vom Stapel gelassen hat und wie die SPD,-CDU und ZDF-Narren darauf noch abfeiern.

Das viel schlimmere Horrorszenario Islamisierung und Ausländergewalt fand dagegen keinerlei Form spöttischer Beleidigung oder Anmahnung. Das ist ja auch keine „Schande“ in unserem Land, die Deutschlandvernichtung ist doch dahingehend wunderbar am laufen. Rotgesinnte finden nun mal absolut nichts anstößiges daran.

Um das Ausmaß der Dreistigkeit seiner Rede zu begreifen, stelle man sich seine Rede mal so vor:
„Wo sind denn die ganzen kulturbeitragenden Flüchtlinge? Die hocken zu Millionen als Nichtsnutze hier in unserem Sozialsystem. Mir wäre es lieber die wären dort wo sie herkommen. Ganz ehrlich!
Was uns das kostet, die ganzen Harz-IV Beiträge sollten sie zur Hälfte in und aus ihrer Landeswährung erhalten. Diese Hyänen zerfressen unsere komplette Demokratie. Bürger – wacht endlich auf!
Aber lassen wir sie erst mal unter sich, bis sie sich selbst die Köpfe eingeschlagen haben. Tärääää….
Ansonsten brauchen Asyler grundsätzlich
– tiefgreifende Pflichtkurse in Demokratie,
– wir brauchen um so mehr eine AfD,
– Linke Vorstände müssen entterrorisiert und der Bundestag entislamisiert werden.“
-> So eine Rede im öffentlichen Fernsehen wäre doch Undenkbar, oder! Aber mit Deutschen geht das, sogar im eigenen Land wohlgemerkt!

Paradox war jedoch, als Lars Reichow am Schluß seiner Rede zu ‚Ehrlichkeit‘ und ‚Stolz‘ aufrief. Interessant, das er diese Tugenden in seinen eigenen Reihen wahrscheinlich bemängelt, aber wo findet man diese wohl alternativ?! Täräää – Der Punkt geht damit an seine Gegner, aber das hatte er sicherlich natürlich auch ganz anders gemeint.

Der Sitzungspräsident Andreas Schmitt würdigte jedenfalls in faschings-inbrünstiger Laune die Rede von Lars Reichow als „grandiose Leistung“.
Das Karneval-Publikum gab geradezu erschreckender Weise bei diesem politisch rot-korrekten Humor Standing ovation.
Dabei stellt sich die Frage – Wie tief kann man eigentlich sinken?

 

 

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