Dresden und die Propaganda

Foto: Von Bundesarchiv, Bild 183-Z0309-310 / G. Beyer / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5371503
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„Ich nehme an, dass es klar ist, dass das Ziel Wohngebiete sind, nicht etwa Schiffswerften oder Flugzeugfabriken.“

Directive to Chief of Air Staff / 05.02.1942

Quelle: www.quora.com/Can-plants-sprout-through-asphalt-Can-planted-seeds-actually-break-open-the-road-with-a-crack-and-come-out-as-a-plant

Von Thomas Schlawig

Heute  jährt sich zum 73. Mal die Bombardierung Dresdens durch amerikanische und britische Bomber. Bei diesen dreitägigen Angriffen wurden, der offiziellen Propaganda zufolge ca. 25.000 Menschen getötet. Doch dazu später.

Was der „Chef des Luftstabes“ am 05.02.1942 mit seiner oben angeführten Weisung an die Bomberbesatzungen meinte, ist in Dresden grausame Realität geworden. Und nicht nur in Dresden. Zuerst ein Rückblick in die Geschichte. Diese Auszüge stammen aus Wikipedia:

Erste Angriffswelle in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar

Am Faschingsdienstag, 13. Februar 1945, um 21:45 Uhr wurde in Dresden der 175. Fliegeralarm ausgelöst.[4] Die Menschen begaben sich in die Keller ihrer Häuser oder Wohnblocks und die wenigen vorhandenen Luftschutzbunker.

Die Angriffe begannen bei aufgeklartem wolkenlosem Nachthimmel. Um 22:03 Uhr wurde die Innenstadt von Lancaster-Bombern des No. 83 Squadron, einer „Pfadfinder“-Einheit, mit Magnesium-Lichtkaskaden („Christbäumen“) ausgeleuchtet, zwei Minuten darauf warfen neun britische Mosquitos rote Zielmarkierungen auf das gut sichtbare Stadion am Ostragehege nordwestlich des Stadtkerns. Von 22:13 bis 22:28 Uhr fielen die ersten Bomben. 244 britische Lancaster-Bomber der No. 5 Bomber Group zerstörten die Gebäude mit 529 Luftminen und 1800 Spreng- und Brandbomben mit insgesamt 900 Tonnen Gewicht. Sie gingen südwestlich des Zielpunktes in einem 45-Grad-Fächer zwischen der großen Elbschleife im Westen der Stadt, dem industriell bebauten Ostragehege (heute Messegelände) und dem etwa 2,5 km Luftlinie entfernten Hauptbahnhofnieder.

In diesen 15 Minuten wurden drei Viertel der Dresdner Altstadt in Brand gesetzt. Gezielte Treffer einzelner Gebäude waren bei diesen Nachtangriffen der RAF weder beabsichtigt noch möglich. Vielmehr sollte ein Bombenteppich die gesamte Innenstadt großflächig zerstören. Die Flammen der brennenden Innenstadt nach der ersten Angriffswelle waren im weiten Umkreis am Himmel zu sehen. Manche Brände loderten noch vier Tage.

Diese Angriffswelle wurde ausschließlich von britischen Bombern geflogen. Aus Berichten meiner Eltern und Großeltern weiß ich, daß bei den Bombardierungen zwischen Briten und Amerikanern „Arbeitsteilung“ herrschte. Nachtangriffe wurden grundsätzlich von den Briten geflogen, da es dem britischen Oberkommando zu gefährlich für seine Besatzungen schien, Tagangriffe zu fliegen. Man könnte es auch Feigheit nennen.  Die Angriffe bei Tag hat man freundlicherweise den Amerikanern überlassen. Diese flogen folglich am nächsten Tag den zweiten Angriff auf Dresden. Das bei diesem Angriff die Begleitjäger auf den Elbwiesen Jagd auf aus der Stadt flüchtende machten, wird bis heute hartnäckig geleugnet, obwohl es dafür reichlich Zeitzeugen gab.

„Als sich die zehntausend Überlebenden des nächtlichen Infernos, die auf die Elbwiesen und den  >Großen Garten< geflüchtet waren, endlich in Sicherheit wähnten, gerieten sie in den >dritten Schlag<.  Auf  die Elbwiesen hatten sich auch viele Kranke, die aus dem brennenden Johannstädter-Krankenhaus kamen, aber auch Verwundete aus den Lazarette,  gerettet. Sie alle fielen nun den Bordwaffen und Bomben zum Opfer“.

Bei dem britischen Publizisten und Historiker Alexander MCKEE („Dresden 1945 – Das deutsche Hiroshima“, Wien-Hamburg 1983)), findet sich der folgende Augenzeugenbericht: „Während wir uns buchstäblich in das Gras einkrallte, sah ich persönlich zumindest fünf amerikanische Jabos, die aus einer Höhe von ungefähr 120 bis 150 Metern mit ihren Geschützen das Feuer gegen die Zivilbevölkerung eröffneten“.

Solche Berichte von Augenzeugen sind Legion[1]

Auch Hannelore KOHL, Frau des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut KOHL, wäre als 12jährige in Döbeln, zwischen Leipzig und Dresden beinahe Opfer alliierter Tiefflieger geworden.

Abermals: Wer dabei war, weiß, was er in der blutigen Schlußphase des Zweiten Weltkrieges erlebt hat. Selbst alliierte Quelle machen keinerlei Hehl daraus, daß die Piloten des Bomberbegleitkommandos damals >freie Jagd< hatten. So heißt es beispielsweise in den 1985 in New York  „Bomber Command War Diaries“ – also den Kriegstagebüchern des alliierten Bomber-Kommandos – mit Blick auf die amerikanischen Angriffe auf Dresden im März 1945 wörtlich: „Part oft the American Mustang-Fighter escort was ordered to strike traffic on the roads around Dresden to increase teh chaos“ Zu deutsch: „Ein Teil der amerikanischen >Mustang<-Jägereskorte hatte den Befehl, den Verkehr auf den Straßen um Dresden lahmzulegen, um das Chaos zu vergrößern“.

Tagesangriffe am 14. und 15. Februar

Den Nachtangriffen folgte am 14. Februar von 12:17 bis 12:31 Uhr ein Tagesangriff von 311 bis 316 B-17-Bombern der USAAF und zwischen 100 und 200 Begleitjägern. Sie warfen bei wolkenbedecktem Himmel über Dresden nach Zielradar 1.800 Sprengbomben (474,5 t) und 136.800 Stabbrandbomben (296,5 t) ab. Ihre Angriffsziele waren einige Rüstungsbetriebe und erneut der Bahnhof und das Reichsbahnausbesserungswerk Dresden in Friedrichstadt. Getroffen wurden auch das dortige Krankenhaus und umliegende Stadtteile.[28] Wegen einer Wetterfront wichen zwei Bombergruppen etwa 100 km südwestlich vom Kurs ab und bombardierten nach Ausfall des Anflugradars einen Ortsteil von Prag im Glauben, es sei Dresden.[29] Im etwa 35 km entfernten Neustadt ging am 14. Februar ein von den Nachtangriffen verursachter Ascheregen nieder.

Am 15. Februar stürzte die ausgebrannte Frauenkirche etwa um 10:15 Uhr ein. Von 11:51 bis 12:01 Uhr folgte ein weiterer Tagesangriff von 211 amerikanischen Boeing B-17-Bombern. Bei schlechter Sicht warfen sie 460 Tonnen Bomben, verstreut auf das Gebiet zwischen Meißen und Pirna.

Nach diesen Angriffen sollte es eigentlich genug gewesen sein, aber in England kannte man keine Gnade und schickte die Bomber ein drittes Mal nach Dresden. Diesmal wieder in der Nacht.

 Zweite Angriffswelle in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar

Um 1:23 Uhr begann die zweite Angriffswelle mit 529 britischen Lancaster-Bombern der Gruppen No.1, No. 3 und No. 8 der Royal Air Force sowie der Gruppe No. 6 der kanadischen Luftwaffe. Sie warfen bis 1:54 Uhr insgesamt 650.000 Stabbrandbomben – 1500 Tonnen – über einem Gebiet von Löbtau bis Blasewitz und von der Neustadt bis Zschertnitz ab. Die von der ersten Angriffswelle verursachten Brände dienten nach Augenzeugenberichten britischer Fliegerbesatzungen zur Orientierung für die nachfolgenden Bomber. Ihre Bomben trafen auch die Elbwiesen und den Großen Garten, wohin viele Dresdner nach der ersten Welle geflüchtet waren. Die Frauenklinik Pfotenhauerstraße des Stadtkrankenhauses Dresden-Johannstadt und die Diakonissenanstalt in der Neustadt wurden schwer beschädigt. Beide Bombardements betrafen ein Stadtgebiet von etwa 15 Quadratkilometern.

Die zweite Angriffswelle zerstörte die Technik der ausgerückten Feuerschutzpolizei und verhinderte weitere Löschaktionen,[27]sodass sich die zahlreichen Einzelfeuer rasch zu einem orkanartigen Feuersturm vereinten. Dieser zerstörte ganze Straßenzüge. In der extremen Hitze schmolzen Glas und Metall. Der starke Luftsog wirbelte größere Gegenstände und Menschen umher oder zog sie ins Feuer hinein. Sie verbrannten, starben durch Hitzeschock und Luftdruck oder erstickten in den Luftschutzkellern an Brandgasen. Wer sich ins Freie retten konnte, war auch dort dem Feuersturm und detonierenden Bomben ausgesetzt.

Es folgten allerdings noch weitere Angriffe, wobei Dresden als „Ersatzziel“ diente.

Am 2. März flogen 455 B-17-Bomber nach Angaben der USAAF zunächst das Hydrierwerk Schwarzheide an, wichen aber auf das Ersatzziel Dresden aus. Ab 10:27 Uhr fielen 853 Tonnen Sprengbomben und 127 Tonnen Brandbomben auf die Bahnanlagen in Friedrichstadt und Neustadt sowie in die angrenzende Bebauung.

Die 8. Bomberflotte der USAAF flog am 17. April mit 572 Maschinen einen weiteren, letzten Angriff auf das Stadtgebiet. Über den Rangierbahnhöfen warf sie 1385 Tonnen Sprengbomben und 150 Tonnen Brandbomben, auf ein nicht genanntes Industriegebiet weitere 25 Tonnen Sprengbomben ab. Erst dabei wurde der Bahnverkehr durch Dresden wirksam unterbrochen.

Die Angriffe auf Dresden wurden von der alliierten Propaganda, aber auch der heutigen deutschen Propaganda damit begründet, daß sie u.a. eine Vergeltung der deutschen Angriffe auf London und Coventry waren. Das entspricht allerdings nicht der Wahrheit. Zudem muß man auch folgendes wissen:

„Völkerrechtliche Bestimmungen über den Luftkrieg gab es nicht; der Versuch Hitlers, den Luftkrieg überhaupt als völkerrechtswidrig erklären zu lassen, fand in internationalen Besprechungen die gleiche Ablehnung wie sein Vorschlag, den Luftkrieg auf rein militärische Ziele zu beschränken. In Vorschriften bauten wir – ich war als Generalstabschef ganz erheblich beteiligt – die moralischen Grundsätze ein, die nach unserem Gewissen auch von den Fliegern beachtet werden mußten. Dazu gehörte die Beschränkung der Angriffe auf rein militärische Ziele, deren Kreis erst durch die Auswirkungen des totalen Krieges erweitert wurde. Verboten war der Angriff auf offene Städte oder Zivilpersonen“[2]

Zu den zeitlichen Abläufen:

  • Bombardierung Londons durch die dt. Luftwaffe erfolgte vom 09.1940 – 16.05.1941
  • Bombardierung Coventrys durch die dt. Luftwaffe erfolgte am 11.1940

Bereits im Frühjahr und Sommer 1940 wurden durch die RAF allerdings Städte im Ruhrgebiet angegriffen. Unter anderem Mönchengladbach am 12.05.1940. Dazu hat SPIEGEL ONLINE am 25.04.2015 eine interaktive Karte veröffentlicht, auf welcher man durch Verschiebung des Mauszeigers auf einer Zeitleiste erstaunliches feststellen kann. Es kann jeder für sich selbst probieren und staunen.

Wie bereits erwähnt, wurde Mönchengladbach durch die RAF am 12.05.1940 bombardiert und das unter der Verletzung, entweder des belgischen oder des niederländischen Luftraumes. Natürlich völlig folgenfrei.

Berlin wurde bereits einen Monat später angegriffen.

Der erste Luftangriff fand in der Nacht vom 7. auf den 8. Juni 1940 statt. Angesichts der Erfahrungen des Ersten Weltkriegs war die Furcht vor einem Angriff mit chemischen Waffen noch hoch; die Bevölkerung wurde aufgefordert, während der Luftangriffe Atemschutzmasken zu tragen, da man den Einsatz von Gasbomben befürchtete. In dieser Nacht warf eine französische SNCAC NC.2234 namens Jules Verne acht 250−kg−Bomben und 24 Bomben von je 10 kg auf ein Industrieviertel ab. Der deutsche Frankreichfeldzug war damals in vollem Gange; dieser Luftangriff war eine „Vergeltung der Franzosen“.[3][4]

Am 25. August 1940 griff erstmals die Royal Air Force (RAF) an. Am Vortag hatte die deutsche Luftwaffe im Rahmen der Luftschlacht um England begonnen, Bomben auf London abzuwerfen (→ The Blitz). Die Briten hatten bis dahin Berlin bewusst nicht angegriffen, zum einen aus Furcht vor einem deutschen Gegenschlag gegen London, zum anderen wegen der großen Entfernung von Großbritannien[5] und der starken deutschen Flugabwehr.

Leider ist diese Behauptung, wonach die dt. Luftwaffe bereits am Vortag des 25.August 1940 im Rahmen der Luftschlacht um England Bomben auf London abgeworfen hat, ebenfalls unwahr. Es wurden lediglich küstennahe Ziele, sowie Flugplätze und Flugzeugwerke in Südengland, also militärische Ziele, angegriffen.

Als Reaktion auf einen Nachtangriff der RAF am 25. August auf Berlin befahl Hitler am 4. September, von nun an London anzugreifen. Als die Bombardierung der südenglischen Jägerstützpunkte eingestellt wurde, konnte sich die britische Luftverteidigung erholen und in weiterer Folge voll gegen die unzureichend ausgerüsteten Verbände deutscher Bomber und Jagdbomber entfalten.

Jede Lüge kommt irgendwann ans Tageslicht, wenn es auch unbewußt oder gar zufällig geschieht. Dazu folgendes. Am 25.10.2017 meldeten diverse Nachrichten, daß im Augsburger Stadtwald durch einen Mountainbiker eine Weltkriegsbombe entdeckt wurde. Nun war das aber keine simple Weltkriegsbombe, sondern eine britische Phosphorbombe. Mit diesem Fund fällt die britische sowie deutsche Lügen-Propaganda wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Wir erinnern uns:

Ein fester, in stereotypen Motiven überlieferter Bestandteil der Nachkriegsliteratur zu Dresden sind Augenzeugenberichte von angeblichem Phosphor-Regen und Tiefflug-Angriffen auf Flüchtlinge. Historiker haben diese Berichte seit 1977 mehrfach überprüft und festgestellt, dass es Legenden sind, die zum Teil von der NS-Propaganda geschaffen wurden und zum Teil auf Fehldeutungen von Sinneseindrücken beruhen.[45]

 Peter Haisenko schrieb dazu am 27.10.2017:

Es sind oftmals die kleinen Meldungen, die unbemerkt durch die Zensur schlüpfen. Gerade diese können aber manche (Geschichts-)Lüge entlarven. So meldet der Bayerische Rundfunk am 25.10.2017 dass etwas gefunden wurde, das es nach Auffassung der staatlich bestellten Historiker nicht gibt: Britische Phosphorbomben.

Schon vor dem Zweiten Weltkrieg ist der Einsatz von Phosphorbomben als Kriegsverbrechen geächtet worden, insbesondere gegen Städte und Zivilisten. Weißer Phosphor in Phosphorbomben brennt mit 1.300 Grad Celsius und kann nicht gelöscht werden. Die in britischen Bomben eingesetzte Menge setzt alles im Umkreis von etwa 50 Metern in Brand. (Mehr darüber hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Phosphorbombe). Das von Phosphorbomben ausgelöste Höllenfeuer verbrennt Menschen restlos, auch von den Knochen bleibt nur Staub. Hier kommt die Historikerkommission ins Spiel, die die Bombentoten von Dresden skrupellos auf 25.000 herunter gefälscht hat.

Hier schließt sich der Kreis zu Dresden und der wohl größten Lüge zu einem der größten Kriegsverbrechen in der Geschichte der Menschheit.

Das IKRK in Genf hat im Frühjahr 1945 in einem Untersuchungsbericht festgestellt, dass mindestens 250.000 Menschen in der Bombennacht von Dresden am 13. Februar 1945 eines grausamen Todes gestorben sind. Das waren nahezu ausschließlich Zivilisten und so handelt sich eindeutig um eines der größten Kriegsverbrechen aller Zeiten. Selbst die Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki konnten diese Anzahl an Toten nicht erreichen. Da aber nicht sein kann, was nicht sein darf – nämlich, dass die Briten und Amerikaner Kriegsverbrechen begangen haben – wird besonders in Deutschland die wahre Anzahl an Toten in Dresden verleugnet. Dazu ist extra nach 1990 eine Historikerkommission staatlicherseits berufen worden, die den „Nachweis“ erbringen sollte, dass in Dresden nur ein Zehntel der tatsächlich ermordeten umgekommen ist.

 Diese Kommission hat unter anderem versucht, die Anzahl an Toten an gefundenen Gebeinen in den Ruinen festzumachen. Davon waren aber nur sehr wenige dokumentiert. Die Frage musste geklärt werden, woran das liegen könnte. Die Antwort ist einfach: Die in großen Mengen abgeworfenen Phosphorbomben haben derart hohe Temperaturen verursacht, dass sogar Knochen zu Staub verbrannt sind. Das erklärt auch den gewaltigen Feuersturm, der alles, auch Menschen, aufgesaugt und restlos verbrannt hat. Dass Phosphorbomben eingesetzt worden sind bestätigen unzählige Augenzeugenberichte, nicht nur meiner Mutter und Großmutter, die in dieser Nacht mit Mühe und Glück dem Inferno entkommen sind. Auch die Eltern von Hubert von Brunn wussten aus eigener Erfahrung, dass auf Würzburg Phosphorbomben abgeworfen worden sind.

 Die Historikerkommission hatte aber den Auftrag, dieses Kriegsverbrechen klein zu rechnen. So haben sie in Großbritannien Dokumente angefragt, die belegen könnten, dass Phosphorbomben eingesetzt worden sind. Man muss schon besonders blauäugig sein, oder zielfixiert, wenn man annimmt, dass die Briten Dokumente liefern würden, die ihre Kriegsverbrechen belegen. Die Antwort fiel demnach so aus, wie sie jeder halbwegs integre und denkfähige Mensch erwarten würde: Es gibt keine Aufzeichnungen darüber, dass jemals Phosphorbomben in britische Bomber verladen wurden. Ich füge an: Und wenn es sie jemals gab, dann kann nur ein Idiot annehmen, dass sie nicht vernichtet worden sind.

Diese Historikerkommission hat aber die Auskunft aus Großbritannien als die reine Wahrheit angenommen und geht davon aus, dass die Royal Air Force niemals Phosphorbomben auf deutsche Städte abgeworfen hat, auch nicht auf Dresden, trotz der unzweifelhaften Aussagen von Augenzeugen. Die Schlussfolgerung? Ohne Phosphor konnten im Dresdner Feuersturm keine Temperaturen entstehen, die Knochen zu Staub verbrennen. Nachdem keine Knochen gefunden wurden, konnte auch nicht nachgewiesen werden, dass es die zugehörigen Toten gab. Für diese Geschichtsfälscher ist folglich bewiesen, dass es in Dresden nicht mehr als 25.000 Tote gegeben hat. Sie haben Churchill und Harris einen „Persilschein“ ausgestellt. Und jetzt kommt die kleine Rundfunk-Meldung.

 In einem Wald nahe Augsburg sind britische Phosphorbomben gefunden worden, wie der Bayrische Rundfunk meldet. Damit ist unzweifelhaft nachgewiesen, dass die Royal Air Force Phosphorbomben über Deutschland abgeworfen hat, die Auskunft aus England also eine glatte Lüge ist. Dass diese Bomben in einem Wald liegen, kann nicht daran liegen, dass die Briten einen Wald anzünden wollten, sondern daran, dass sie ihr eigentliches Ziel Augsburg verfehlt haben. So hat die Unfähigkeit britischer Bomberpiloten Augsburg vor einem ähnlichen Schicksal wie Dresden oder Würzburg bewahrt. Oder war es vielleicht sogar so, dass diese Bomberpiloten einen Rest an Gewissen hatten, wussten was sie an Bord hatten, nicht aktiv an Kriegsverbrechen teilhaben wollten und deswegen ihre grausame Last über einem Wald entließen? Meine Bekanntschaft mit ehemaligen alliierten Bomberpiloten lässt diese Annahme zu, denn die meisten, mit denen ich gesprochen habe, schämten sich zutiefst darüber, was sie unbedacht angerichtet haben. Es ist wie immer: Nicht das Individuum, der Befehlsempfänger, ist böse, die Häuptlinge sind es.

Nach dem Fund nahe Augsburg muss eine neue Historikerkommission berufen werden, die nicht nur Dresden neu bewerten muss. Die Annahme, es habe keine Toten gegeben, weil keine Knochenreste aufzufinden sind, muss revidiert werden, denn es kann keinen Zweifel mehr geben, dass Phosphor eingesetzt wurde, auch in Dresden, wie die Augenzeugen berichtet haben. Wie sogar in Wikipedia (noch) berichtet wird, haben die USA Phosphorbomben eingesetzt im Irakkrieg und anderswo, obwohl 1977 in den Zusatzprotokollen zu den Genfer Abkommen von 1949 der Einsatz von Phosphorbomben gegen Zivilpersonen verboten worden ist. Auch Israel hat gegen dieses Abkommen verstoßen. Den Einsatz von Uranmunition will ich hier nur am Rande erwähnen, der ganze Landstriche auf Jahrhunderte unbewohnbar macht.

 Man darf gespannt sein, wie zu dem diesjährigen  „Jubiläum“ linke „Politiker“  und ihre Speerspitze „Antifa“  wieder zur Höchstform auflaufen, um die Bombardierung zu rechtfertigen und alle diejenigen, die an diesem Tag zum Gedenken an die Opfer aufrufen, als Rechtsradikale, Nazis und Ewiggestrige diffamieren.

„Kaum jemand weiß, dass Deutschland bis heute vertraglich gebunden ist, sich an die Geschichtsversion der Siegermächte zu halten. (…) Die Verpflichtung Deutschlands, die eigene Geschichte durch eine fremde Brille zu sehen, wurde 1990 vertraglich verlängert!“  Dr. phil. Bruno Bandulet *

Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

* Dr. phil. Bruno Bandulet promovierte über Adenauers Außenpolitik, arbeitete in der CSU-Landesleitung als Referent für Deutschland- und Ostpolitik, war Autor von „Zeitbühne“ und „Transatlantik“, Chef vom Dienst der Tageszeitung „Die Welt“ und Mitglied der Chefredaktion der Illustrierten „Quick“. 1995 gründete er den politischen Hintergrundienst „Deutschlandbrief“, der seit 2009 als monatliche Kolumne im libertären Magazin „Eigentümlich frei“ erscheint.

 [1] Siehe zum Beispiel: Franz Kurowski, »Das Massaker von Dresden und der anglo-amerikanische Bombenterror 1944-1945«, Druffel, Berg 1995, S. 100 ff.;
David Irving, »Der Untergang Dresdens«, Heyne, München -1979, S. 173 f.;
Hubertus Von Tobien, »Feuersturm über Dresden«, Frieling, Berlin 2001, S. 79-84;
Egon Kunze, »Bombenterror gegen Dresden«, in: Zeit-Fragen, 24.2.2003; ders., »Grausam«, in: Junge
Freiheit, 11.2.2005;
Helga Klingemann, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.3.2002;
Gerhard MARTIN, ebenda.

[2] „Soldat bis zum letzten Tag“ von Albert Kesselring, Seite 54-55

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