Abgelehnte Asylbewerber sorgen für Bahnhofssperrung

Foto: Durch PT-lens/Shutterstock
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Bayern/Donauwörth – Rund 200 mutmaßlich abgelehnte Asylbewerber aus Gambia aus der Erstaufnahme-Einrichtung in Donauwörth haben am Montagnachmittag den Bahnhof der einst beschaulichen Stadt wie auch den Zugverkehr lahmgelegt. Mit „We want Justice“ („Wir wollen Gerechtigkeit)-Transparenten scheinen die Schwarzafrikaner die Weiterreise nach Italien erzwingen zu wollen. Mit Video.

Aus Sicherheitsgründen wurde der Bahnhof Donauwörth bis etwa 18.30 Uhr komplett gesperrt. Dies hatte zur Folge, dass der Bahnverkehr zwischen Augsburg und Nürnberg, Ingolstadt und Ulm zwischenzeitlich zum Erliegen kam.

Wie die Polizei laut der Augsburger Allgemeinen Zeitung (AZ) berichtete, hatten sich am Rosenmontag rund 200 Gambier, deren Asylantrag mehrheitlich abgelehnt wurde, auf den Weg Richtung Donauwörther Bahnhof gemacht. Zuvor fand die afrikanische Unmutskundgebung in der Einrichtung statt. „Trotz Verhandlungen haben sich die Männer nicht beruhigen lassen“, so der stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Donauwörth. Dann machten sich die Gambier auf den Weg zum Bahnhof. Ein Großaufgebot der Polizei war dort im Einsatz. Am Bahnhof musste der Zugverkehr vorübergehend gestoppt werden.

Afrikaner fordern: „Wir wollen Gerechtigkeit“

Die Stimmung schien aufgeheizt, so die Berichterstattung. Immer wieder schrien einzelne Männer herum, andere haben ein Transparent mit der Aufschrift „We want Justice“ („Wir wollen Gerechtigkeit“) in der Hand. In den vergangenen zwei Wochen sollen laut AZ alle der über 200 Gambier einen Bescheid bekommen haben, dass ihr Asylantrag abgelehnt ist. Dies sorgte bereits für spontane Protestaktionen auf dem Gelände in der Parkstadt.

Laut Polizeisprecher wollten sich die Afrikaner geschlossen auf den Weg nach Italien machen. Die Polizei zog Kräfte aus dem weiten Umkreis zusammen – und lenkte die Afrikaner um die Innenstadt herum, in der gerade Fasching gefeiert wurde. Übergriffe habe es bislang keine gegeben, teilt Bißwanger am frühen Abend auf Anfrage unserer Redaktion mit. Man setze auf Verhandlungen. Ein hochrangiger Vertreter der Regierung von Schwaben sei auf dem Weg.

Merkels Gäste eskalieren auch im beschaulichen Donauwörth

Wie Jouwatch berichtete, müssen die Bürger der schwäbischen Großen Kreisstadt Donauwörth seit geraumer Zeit die Bereicherung durch Angela Merkels Gäste ertragen. Am Bahnhof, der nun für Protestkundgebungen durch die abgelehnten Asylbewerber zweckentfremdet wurde, lungerten in den letzten Monaten immer mehr schwarzafrikanische Asylbewerber aus der nahe gelegenen Asylunterkunft herum. Laut lärmend werden Passanten angepöbelt und Frauen massiv bedrängt. Dieser Zustand sei laut Polizei mittlerweile keine Ausnahme mehr, sondern ein seit Längerem anhaltendes Problem. (SB)

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