Scharia-Schweden: 71-Jähriger Islam-Kritiker für zwei Jahre in den Knast?

Foto: Durch AlenKadr/Shutterstock
Foto: Durch AlenKadr/Shutterstock

In Schweden muss sich ein 71-Jähriger vor Gericht verantworten. Sein Vergehen: Islamkritik! Mit der Einführung sogenannter „Anti-Hass“ Gesetze entwickelt sich ganz Europa unter linksgerichteten Politikern zur Scharia-Zone, in der jede Kritik an „Allah“ und seinem Propheten – wie in islamischen Staaten – unter Strafe steht.

Von Marilla Slominski

Der 71-jährige Denny Abrahamsson wollte eigentlich nach einem langen Berufsleben sein Leben als Rentner genießen. Doch nach zwei Facebook-Posts ermittelt nun die Polizei gegen ihn, die Staatsanwaltschaft hat Anklage erhoben. Im Falle einer Verurteilung droht Denny Abrahamsson eine zweijährige Haftstrafe.

Der Grund, warum er angefangen habe auf Facebook Kommentare zu schreiben, sei gewesen, dass er im Islam eine Gefahr sehe und er die Leute warnen wolle, aber das sei sehr schwer, berichtet der Rentner.

„Vor ein paar Jahren dachte ich auch, dass der Islam nur eine gewöhnliche Religion ist, aber dann las ich den Koran und war schockiert über den Hass, der dort existiert und die Frauenfeindlichkeit Der Islam ist eine totalitäre Ideologie, die Diktatur bedeutet. Ich meine also, dass unser demokratisches System in Gefahr ist“ erklärt er.

„Ich hasse keine Leute. Was ich hasse, ist die Ideologie Islam. Man kann Faschismus oder Nazismus kritisieren, aber warum nicht den Islam? Warum sollte der Islam einen Schutzstatus haben?“, fragt der Rentner.

Die Staatsanwältin Tove Kullberg, die Klage eingereicht hat, ist anderer Meinung. Sie denkt, dass seine beiden Posts „kriminell“ sind. Was genau daran strafbar sein soll, kann sie auch nicht genau erklären. Es seien nicht einzelne Worte, sondern der Inhalt an sich, der die Gesetzesgrenze überschritten habe. „Ich habe festgestellt, dass die Posts als solche und nicht spezifische Wörter kriminell sind und sich an die Öffentlichkeit richten. Darüber muss das Amtsgericht entscheiden“, gibt sie sich überzeugt.

screenshot samnyt.se
Diese beiden Posts sind der Grund für die Anklage (screenshot samnytt.se)

Auf dem Polizeirevier musste Denny Abrahamsson sich einem umfangreichen Verhör unterziehen. Dabei seien ihm zahlreiche Fragen gestellt, worden, die nicht in direktem Zusammenhang mit seinen beiden Kommentaren gestanden hätten. So musste er dem Beamten erklären, wie er im Allgemeinen zu Muslimen stehe.

„Ich sagt ihm, dass ich nichts gegen Muslime haben, solange sie mir nicht ihre Religion aufzwingen. Religion ist die Privatangelegenheit jedes einzelnen. Ich gehe nicht mehr in die Kirche, mein Tempel ist schon in meinem Herzen. Wenn jemand in die Kirche oder in die Moschee gehen will, ist das ganz allein seine Sache,“ so Abrahamsson, der in jungen Jahren Mitglied der kommunistischen Partei war, sich aber mittlerweile von der linken Weltsicht losgesagt habe.

Denny Abrahamsson glaubt, dass der Vernehmungsbeamte ihm gegenüber voreingenommen gewesen ist: „Er hieß Shari und ich fragte ihn, ob er Muslim sei, was er zugab.“

Die Staatsanwältin bügelt den Vorwurf: sofort ab: „Ich gebe dazu keinen Kommentar ab. Wenn er meint, dass es bei der polizeilichen Ermittlung Fehler gegeben hat, kann er sich ja bei mir beschweren“, so Kullberg.

„Es wäre schrecklich, ins Gefängnis zu müssen, dafür, dass ich meine Meinung gesagt habe“, meint der 71-Jährige.

Die Ankläger berufen sich auf Kapitel 16 § 8 Absatz 1 des Strafgesetzbuches, das eine Gefängnisstrafe von bis zu zwei Jahren im Strafmaß vorsieht. Obwohl es unwahrscheinlich ist, dass der bisher vollkommen unbelastete Denny inhaftiert wird, will Kullberg nicht präzisieren, welche Bestrafung sie verfolgt.

Die Hauptverhandlung wird am 19. Juni im Bezirksgericht Stockholm stattfinden.

 

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...