Rohölmarkt: China steigt mit Währung Yuan in Terminhandel ein

Foto: Durch small1/Shutterstock
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China – Der asiatische Wirtschaftsmarkt China startet ab dem 26. März 2018 damit, auf dem Rohölmarkt mit der chinesischen Währung zu bezahlen. Über das chinesische Finanzzentrum Schanghai soll es Terminkontrakte auf Erdöl unter Einsatz des Yuan geben. Mit diesem neuen Warenterminhandel auf dem internationalen Rohölmarkt will man neben chinesischen auch internationalen Anlegern eine attraktive Plattform bieten

Angriffsziel dieser Aktion ist ganz eindeutig der US-Dollar, der als sogenannter Petro-Dollar die internationale Wirtschaftsordnung seit Jahrzehnten dominiert und neben seiner ökonomischen auch eine immens politische Hebelwirkung einzunehmen in der Lage ist.

Bereits Ende des vergangenen Jahres berichtete der iranischen Zeitung Financial Tribune, dass China und der Iran daran arbeiten würden, den Handel zwischen beiden Staaten künftig unter Umgehung des US-Dollar abzuwickeln. Als Alternative zum Dollar brachten China und der Iran den Euro ins Gespräch. Ähnlich habe sich laut Asia Times der russische Präsident Wladimir Putin auf einer Konferenz der BRICS-Staaten im chinesischen Xiamen geäußert.

Wie Medien weiter berichten, haben die chinesischen Finanzexperten in Sachen Terminhandel und Yuan-Etablierung vor allem die internationalen Rohstoffbörsen in New York und London im Visier. Chinas Rohölnachfrage steige durch seine Wirtschaftsexpansion weiter, während die USA eines der größten Förderländer sind. Hier könnte sich China durch eine Verringerung des Preisrisikos nachhaltig Vorteile verschaffen, so die Experteneinschätzung.

Darüber hinaus passt diese Entscheidung für den Yuan im Warenterminhandel auch in das strategische Gesamtkonzept der sogenannten BRICS-Staaten  (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) , wo China neben Russland die zentrale Wirtschaftsmacht sei. (SB)

 

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