NetzDG: Concubitor Caprae

https://cdn.pixabay.com/photo/2017/07/31/00/28/internet-2556091__340.jpg
NetzDG: Wo ist der Verbrecher? (Foto: Pixabay)

Es gäbe natürlich eine Möglichkeit, Merkel, Maas und dem NetzDG ein Schnippchen zu schlagen. Man müsste seine Texte auf lateinisch verfassen. Auf diese Weise bliebe der „Ziegenficker“ (concubitor caprae) unentdeckt und wäre vor der Zensur verschont. Eine etwas allgemeinere Betrachtung zur Zensur als solcher.

von Max Erdinger

Die Sache hat einen Haken. Erstens würde das Verfassen eines Textes zu lange dauern, weil kaum noch jemand – mich eingeschlossen – in der Lage wäre, seine Gedanken 1:1 auf Lateinisch niederzuschreiben. Zweitens wäre die ganze Mühe für die Katz´, weil die wenigsten Leser in der Lage wäre, den Text flüssig zu lesen, geschweige denn, ihn zu verstehen.

Eine andere Möglichkeit wäre eventuell, seine Texte als screenshots zu bearbeiten, sie über ein Fotobearbeitungsprogramm zu spiegeln, so daß der Text von rechts nach links zu lesen ist. – „elläfniE nummeduas enies dnu regnidrE reD“ – vs. – „Der Erdinger und seine saudummen Einfälle.“

Nein, der erfolgversprechendste Weg ist wahrscheinlich der, einfach die Zensoren loszuwerden. Eine typische Löschbegründung in Deutschlands größtem sozialen Netzwerk klingt so – Zitat: „Es scheint, als würde einer deiner Beiträge gegen unsere Gemeinschaftsstandards verstoßen. Wir entfernen Beiträge, die Personen basierend auf Rasse, Ethnizität, nationaler Herkunft, Religionszugehörigkeit, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität oder Behinderung angreifen.“ – Hier die Kritik: Es scheint nicht so, als würde einer deiner Beiträge nicht mehr existieren, sondern das ist so. Und scheinbar gesperrt bist du auch nicht, sondern tatsächlich. Außerdem stimmt es nicht, daß es keine Perversen gibt, die behinderte Arschlöcher sind. Die gibt es. Und wenn es die gibt, dann darf man das auch behaupten, so lange man den Beleg dazu liefert. So weit käme es noch, daß behinderte Arschlöcher und gesunde Anständige unter dem Sammelbegriff „Die Menschen“ durcheineinander gewürfelt werden.

Der zensorische Oberhammer jedoch ist, daß nach einer Mitteilung wie der obigen oft nicht einmal erklärt wird, welcher der Beiträge entfernt worden ist. Übersetzung: „Es scheint so, als hätten wir einen deiner Beiträge entfernt, der uns wohl so erschien, als ob er gegen unsere Gemeinschaftsstandards verstossen haben könnte …“ – oder wie?

Gelöscht wurde zum Beispiel dieser Text:

„Abt. Schule: Prüfungsfrage Sozialkunde

Es ist Vorweihnachtszeit. Auf den Supermarkt-Parkplatz in Stuttgart passt noch genau ein Auto. Gleichzeitig erscheinen nun die folgenden Personen und erheben Anspruch auf den letzten verbliebenen Parkplatz.

1. Ein Neger 2. Ein Moslem 3. Eine Negerin 4. Eine Einheimische (60, weiß) 5. Ein Einheimischer (75, weiß) 6. Ein schwuler Neger. 7. Ein schwuler Moslem 8. Eine lesbische Negerin 9. Eine lesbische Einheimische (35, weiß) 10. Ein schwuler Einheimischer (40, weiß) 11. Ein katholischer Priester (28, schwarz, behindert) 12. Eine Nonne (82, weiß) 13. Eine Alleinerziehende mit eigenem Kind 14. Eine lesbische Alleinerziehende mit adoptiertem Kind . Eine Roma-Großfamilie mit einem VW-Bus 16. Eine lesbische Negerin mit Behinderung und adoptiertem Kind 17. Ein Pädophiler (38, weiß) auf der Flucht vor drei heterosexuellen Negern.

Frage: Wer muss den Parkplatz bekommen? – Begründe! Beachte dabei die Regeln der sozialen Gerechtigkeit unter Berücksichtigung der strukturellen Diskriminierung und des jeweiligen Minderheitenstatus. Viel Glück!“ – Was gab es da zu löschen?

Selbst simple, uralte und unkommentierte Verlinkungen zur „Jungen Freiheit“ oder zur „Blauen Narzisse“ werden einfach gelöscht. Wegen Verstosses gegen die „Gemeinschaftsstandards“. Ein überaus wohlwollender Link zu einem Musikstück von Dennis Chambers bei Youtube wurde ausgerottet. Anscheinend war das Wort „Neger“ in der Ankündigung schuld. Noch sind wir aber nicht so weit, daß einen ein deutsches Gericht wegen der Bezeichnung „Neger“ für einen eigenen Lieblingsmusiker verurteilen würde. Mich würde aber  mal interessieren, ob ein deutsches Gericht einen Neger zu irgendetwas verurteilen würde, wenn der von einem anderen Neger, den er nicht leiden kann, als „Nigger“ gesprochen hätte. Wohl kaum. Wer ist hier also der Rassist? – Doch wohl der Zensor. Ein weiteres Indiz dafür ist, daß meinemeinen noch kein Fall bekannt geworden ist, in dem ein Neger dafür gelöscht und gesperrt worden wäre, daß er das Wort „Whitie“ verwendet hat.

Was von Anfang an als Verdacht geäußert worden war, nämlich, daß es sich beim Maas´schen NetzDG mitnichten um eine Maßnahme gegen juristisch nicht näher definierte Haßsprache handelt, sondern um die knallharte und grundgesetzwidrige Unterdrückung mißliebiger Meinungen, bestätigt sich bereits sechs Wochen nach seiner vollumfänglichen Rechtskraft in geradezu grotesk eindrücklicher Weise.

Jegliche Islamkritik wird verfolgt

Vor dem Landgericht München I endete Anfang Dezember letzten Jahres eine Berufungsverhandlung gegen Michael Stürzenberger mit einem Freispruch in allen Punkten. In erster Instanz war er zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das heißt: Weil Stürzenberger den Islam sehr deutlich kritisiert hat, ist jede deutliche Islamkritik auf jeden Fall erlaubt. Dennoch wird mittels NetzDG rigoros alles gelöscht, was den Islam in ein schlechtes Licht stellt. Das beweist einmal mehr, daß mit dem NetzDG Meinungsäußerungen bekämpft werden sollen, die sich im Rahmen des Gesetzlichen bewegen.

Mit anderen Worten: Das NetzDG selbst ist ein Anschlag auf Recht und Gesetz. Und sein „Erschaffer“ ist nach wie vor Bundesjustizminister. Das geht nicht. Wenn ich auch Wolfgang Kubicki von der FDP selten zustimme – hier hat er recht: Das NetzDG ist ein zwingender Rücktrittsgrund für Heiko Maas. Wenn er nicht freiwillig geht, muß er entfernt werden. Wer ihn im Amte beläßt, ist Mittäter. In dem Falle zweifach: Angela Merkel.

Als Chefin des geschäftsführenden Kabinetts ist sie für das NetzDG mitverantwortlich – und wenn sie Maas im Amt hält, nachdem am heutigen Tage klar ist, daß das NetzDG genauso wirkt, wie vorhergesagt worden ist, macht sie sich ein zweites Mal schuldig. Da gibt es nichts mehr zu „evaluieren“. Sechs Wochen NetzDG haben eindrücklich bewiesen, was das NetzDG ist: Ein stalinistisches Willkürinstrument. Wer sich vergegenwärtigt, gegen den Rat welcher Experten es vor der letztjährigen Sommerpause schnell noch verabschiedet wurde in einem Bundestag, der aufgrund der fehlenden Präsenz einer Mehrheit seiner Mitglieder nicht einmal beschlußfähig gewesen sein dürfte, erkennt glasklar, daß es auch als stalinistisches Willkürinstrument gedacht gewesen ist. Und wer es nicht schnellstens wieder abschafft, erhöht mit jedem weiteren Tag der Existenz dieses diabolischen Machwerks die Schwere seiner eigenen Schuld.

NetzDG: Vernichtungsfeldzug gegen die individuelle Sprache

In Bayern ist die Bezeichnung „Sauhund“ für einen Mitbürger keineswegs eine Beschimpfung. Im Gegenteil: „Der Sauhund“ oder „du bist scho a Sauhund“ sind Komplimente. Digitale Zensurprogramme unterscheiden in einem Text aber nicht nach Regionalität oder lokalem Sprachgebrauch. Die identifizieren Schlüsselwörter, hinterlegen sie gelb – und wenn mehrere Wörter im Text in gelb erscheinen, wird der Zensor aktiv. Er arbeitet zum Mindestlohn, hat keine juristischen Kenntnisse, dafür aber 8 Sekunden Zeit, einen Text zu beurteilen. Das ist völlig abartig. Es wird kein persönlicher Stil mehr beachtet, keine Ironie, kein Sarkasmus, kein logischer Zusammenhang, sondern es werden anhand von Stichwörtern gewisse Themen unterbunden. Auf der Strecke bleiben individueller Stil, persönlicher Sprachwitz, mithin also die Möglichkeit, sich so auszudrücken, wie es einem gemäß ist. „Es gibt einen Haufen Neger, die ich ganz gern mag„, läßt sich nicht mehr sagen. „Ein Haufen“ ist aber im fränkischen Deutsch das Generalsynonym für „viel“ oder „viele“. Kein Franke würde jemals schreiben: „Ein Haufen Mitbürgerinnen und Mitbürger mit afrikanischem Migrationshintergrund.“ Ein solcher Haufen wäre auf jeden Fall ein „Haufen Neger“.

Das NetzDG ist also insofern auch „identitätsdiskriminierend“, als daß es einem die Möglichkeit verweigert, in einem durchaus deutschen Text durchscheinen zu lassen, wer man selbst ist und woher man kommt. Es „diskriminiert“ also „autochthone Minderheiten“, um das einmal auf sozialdemokratisch zu formulieren.

Einen Concubitor Caprae nennt man in Franken ganz zutreffend einen „Ziegenficker“. Und so sehr ich mir das Hirn zermartere, mir fällt kein besserer Begriff ein für jemanden, der eine Ziege fickt. Das Wort beschreibt die Person perfekt. Wenn man also ein Video teilt, das man bereits in Deutschlands größtem sozialen Netzwerk vorgefunden hat – und selbiges mit dem Wort „Ziegenficker“ kommentiert, dann hat das mit einem Angriff auf bestimte Ethnien oder Religionen rein gar nichts zu tun. Schließlich hat man diesen speziellen Ziegenficker nicht selbst vorher zum Islam bekehrt. Man hat nämlich noch gar niemanden zum Islam bekehrt. Ehrlich: Man kann nichts dafür, daß der Ziegenficker im Video rein zufällig ein Moslem aus Nordafrika gewesen ist. Selbstverständlich hätte das auch ein kleiner Anzugträger aus dem christlichen Saarland sein können. Von dem gibt´s halt kein entsprechendes Video. Man muß das nehmen, was da ist, wenn man die Existenz eines concubitor caprae beweisen will. Die Existenz eines concubitor caprae nachzuweisen, ist auch nicht verboten.

Ja bitte, da hinten? – Sie wollen wissen, ob ich nicht befürchte, ein kleiner Anzugträger aus dem christlichen Saarland könnte mich dafür verklagen, daß ich lediglich nicht für beweisbar halte, seine Wenigkeit könnte ein concubitor caprae sein? – Sehen Sie: Wie er das begründen will, darauf wäre ich gespannt. Würde er nämlich behaupten, von ihm selbst sei nicht denkbar, was anhand des verlinkten Videos vom individuellen Moslem bewiesen ist, würde er den Nordafrikaner diskriminieren. Der kleine Anzugträger aus dem christlichen Saarland wäre also ein Rassist.

Sagen Sie das Wort mal richtig laut: „Ziegenficker!“ Was merken Sie? So ein diffuses Unbehagen? Sehen Sie? So geht es Ihnen nämlich schon, wenn Sie das Wort „Neger“ sagen, habe ich recht? Das sind gefährliche Anzeichen! Sie üben sich bereits in vorauseilender Selbstzensur. Sie sind auf dem absteigenden Ast. Kommen Sie da schleunigst wieder hoch! Lesen Sie Akif Pirincci, das ist literarischer Ginseng und stärkt die Nerven. Sie sind ein freier Bürger in einem freien Land. Sie dürfen reden, wie Ihnen der Schnabel gewachsen ist. Sollten Sie es übertreiben, dann beurteilen das gegebenenfalls Gerichte. Die ungelernten, stark unterqualifizierten Aushilfszensoren im Dienste des Maas´schen NetzDG beurteilen gar nichts, sondern die löschen wie die Vergifteten, um ihr Soll zu erreichen, wie wir von einer Aussteigerin aus den Löschdiensten von Deutschlands größtem sozialen Netzwerk wissen.

Neben der illegalen Massenimmigration und Merkels heroinischem Kampf um den Thronerhalt  ist das NetzDG das Topthema der Gegenwart. Reden Sie mit Ihren Kollegen darüber, mit Ihren Freunden, mit der Familie und machen Sie allen klar, daß es sich beim NetzDG um den perfidesten Anschlag auf Demokratie & Rechtsstaatlichkeit handelt, seit die DDR Geschichte wurde – und welche kleingeistige Krämerseele sich das ausgedacht hat. Oder, wie der Amerikaner sagt: „Spread the word!“

 

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...