Merkel baut am Schloß aus Sand

Foto: Durch pogonici/Shutterstock
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Eben hat die Blutkanzlerin im zwangsfinanzierten Staatsfernsehen ihr Groko-Verhandlungsergebnis schöngeredet und wurde von einer hochgewachsenen Redakteurin von „Berlin direkt“ – gegen die Kanzlerin war das eine Augenweide – mit der Forderung der CDU-Basis konfrontiert, ihre Nachfolge vorzubereiten oder ihren Abgang zu planen, wie immer man den Rückzug auch nennt.

Von Wolfgang Prabel

Merkel gelobte, dem Nachwuchs eine Chance zu geben und noch vor dem CDU-Parteitag die Kabinettsliste bekanntzugeben. Der CDU stehen noch sechs Ministerien zur Verfügung, Drei davon müßte sie nun für die Jugend bereitstellen, also exemplarisch für Jens Spahn (38), Mike Mohring (46), Michael Kretschmer (42) oder Carsten Linnemann (40). Denn sie gelobte im zwangsfinanzierten TV alle Strömungen in der Partei abzubilden.

Ich befürchte eher, daß sie die alten Kameraden Ursula von der Leyen (59), Peter Altmeier (59) oder Hermann Gröhe (56) zu Jugendlichen erklärt. Oder die Speichellecker Peter Tauber (43) und Julia Klöckner (45) in Stellung bringt. Womit aber die Konservativen und der Wirtschaftsflügel das Nachsehen hätten.

Merkel begründete die teuren Kompromisse und Zugeständnisse gegenüber der SPD mit der Notwendigkeit eine stabile Regierung zu bilden. Aber was ist im Moment stabil in der SPD, in der CSU und in der CDU? Kann der eiskalte und zugige Schneeköniginnenpalast der Kanzlerin standsicherer sein, als die drei maroden Säulen, auf denen er ruht?

Nena hat mal gesungen: „Gib mir die Hand, ich bau dir ein Schloss aus Sand, irgendwie, irgendwo, irgendwann“. Angela hat Martin die Hand gereicht, ihm ein Außenministerium aus Sand gebaut, und wupps ist er verbrannt: „Im Sturz durch Raum und Zeit, Richtung Unendlichkeit. Fliegen Motten in das Licht“, um wieder auf die  hellsichtige Nena zurückzukommen. Dr. Merkel verschlingt als Schwarze Witwe Außenminister mittlerweile routiniert binnen drei Tagen. Bei Westerwelle hatte sie noch vier quälend lange Jahre gebraucht, um ihn und seine Partei zu ruinieren.

Ach ja, sie hat sich diebisch gefreut, jetzt das Wirtschaftsministerium von der SPD ergattert zu haben und die Zuständigkeit für Bauen und Wohnen. Das sind allerdings bei genauerer Betrachtung die undankbarsten Himmelfahrtskommandos im Bundeskabinett. Das Bauressort ist mit der asylbedingten Wohnungsknappheit konfrontiert, die gerade erst begonnen hat. In den Großstädten etablieren sich Zustände des Elends und des Drecks, wie sie in der DDR 40 Jahre lang geherrscht haben. Nur daß man heute wegmachen kann, wenn man die Nase gestrichen voll hat.

Dem Wirtschaftsministerium hat die SPD das Ei „EEG“ ins Nest gelegt. Gabriel und Schulz hatten offensichtlich erkannt, daß sie die Verantwortung für den bevorstehenden Blackout und die steigenden Strompreise an die Kanzlerpartei abschieben sollten. Weg mit der heißen Kartoffel Energiepolitik! Wenn die Lichter ausgehen und immer mehr Arme die Stromrechnung nicht zahlen können, wäre die CDU schuld, obwohl Gerhard Schröder und Jürgen Trittin den Irrsinn auf die Bahn gebracht haben.

Merkel hat Millionen zwangsfinanzierenden TV-Zuschauern erzählt, daß der Gewinn des Wirtschaftsministeriums ein Riesenerfolg für die CDU wäre. Für was für Trottel hält die uns eigentlich?

Ach ja, ich habe mal versucht, die Fingernägel der Kanzlerin zu beobachten, die ja Gegenstand zahlreicher Foren sind. Sie war in sehr ungünstigen Positionen, um da was belastbares zu erkennen. Sie waren extrem kurz geschnitten, aber geblutet haben die Finger definitiv nicht. Jedenfalls nicht auf Sendung.

Wandere aus, solange es noch geht!
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