Wie Soros Demokratien zerstören will

Foto: Durch Antonio Scorza/Shutterstock
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Professor und Autor Frank Furedi, der an der University of Kent Soziologie lehrt, ist wenig überrascht von der 400.000 Pfund-Spende, die George Soros gerade erneut investiert, um den Brexit doch noch zu verhindern (jouwatch berichtete). In einem Artikel schreibt er über ein Treffen mit Soros NGO-Schergen, dass tiefe Einblicke in deren Demokratiefeindlichkeit, Machtstreben und Überheblichkeit erlaubt.

von Marilla Slominski

„Soros glaubt weder an die Legitimität von Grenzen noch an die von nationalen Wahlen. Folglich fühlt er sich berechtigt, das politische Schicksal von Gesellschaften auf der ganzen Welt zu beeinflussen und wenn möglich zu lenken. Heute ist es Großbritannien, morgen kann die „Großzügigkeit“ von Soros Italien oder Ungarn treffen“, so Frank Furedi in seinem Artikel in The Telegraph.

„Er ist davon überzeugt, dass, wenn Menschen seiner Meinung nach falsch gewählt haben, er die Erlaubnis hat, die Wahl zu vereiteln. Aus seiner Perspektive ist die Brexit Entscheidung ein großer Fehler und kann durch eine großangelegte und finanziell gut ausgestattete Kampagne revidiert werden“, erklärt der, wie George Soros aus Ungarn stammende Professor.

Das Problem mit Soros sei nicht sein Reichtum. Arme wie Reiche hätten das Recht auf eine politische Meinung, meint Furedi. Doch wenn der Reichtum dafür eingesetzt wird, die durch Wahlen getroffenen Entscheidungen von Millionen Menschen rückgängig zu machen sei das zutiefst unmoralisch. Noch schlimmer sei es, wenn ein Oligarch die Zukunft von Gesellschaften bestimme, denen er nicht einmal angehört.

„Meine beeindruckendste Erfahrung habe ich im Mai 2013 gemacht. Damals war ich zu einem Vortrag in Budapest eingeladen. Auf dem Treffen, das von seiner Open Society Stiftung veranstaltet wurde, trafen sich NGO Aktivisten aus ganz Europa. Viele von ihnen waren smarte, idealistische junge Leute, die die Welt ein bisschen besser machen wollten.

Bei dem später stattfindenden Essen in einem Budapester Hotel traf mich die volle Kraft des arroganten Ethos der Soros-Netzwerke. An meinem Tisch brüsteten sich holländische, amerikanische, britische, ukrainische und ungarische Vertreter von Soros NGO´s mit ihren Errungenschaften. Einige behaupteten, sie hätten eine wichtige Rolle im arabischen Frühling in Ägypten gespielt. Andere äußerten ihren Stolz über ihren Beitrag zur Demokratisierung der Ukraine. Wieder andere prahlten, sie hätten den Boden bereitet für den Sturz des Gaddafi-Regimes in Libyen bereitet.

„Ich saß still da und fühlte mich unwohl inmitten einer Gruppe von Leuten, die selbstverständlich annahmen, sie hätten das Recht, auf der ganzen Welt Gott zu spielen. Der Leiter einer ungarischen Soros Organisation fragte mich, was ich von ihrer Arbeit hielte. Ich wollte nicht unhöflich sein und bemerkte vorsichtig, dass ich mir nicht sicher sein, ob die Durchsetzung ihrer Vorstellung von Demokratie für das libysche Volk legitim sei und funktionieren würde. Ohne eine Sekunde zu zögern, wies mich mein Gegenüber zurecht: „ Ich glaube nicht, dass wir den Luxus haben, zu warten, bis das libysche Volk seinem eigenen Jefferson um die Ecke kommt!“, schildert Frank Furedi seine Erlebnisse dieses Abends.

Bis heute sei ihm der hochmütige Ton im Ohr, mit dem er über die Rolle des amerikanischen Demokraten Präsident Jefferson an diesem Abend belehrt worden sei.

„Ich bin immer noch bestürzt über die Arroganz, mit der ich darüber informiert wurde, dass, wenn die Libyer zu langsam wären, um eine demokratische Haltung zu Stande zu bringen, eine Soros-NGO ihr Jefferson sein würde. Die Katastrophe, die sich seither in Libyen abspielt, ist nicht zuletzt auf solche Akteure zurückzuführen“, ist Furedi überzeugt.

Bei seiner denkwürdigen Begegnung mit den vielen Möchtegern-Jeffersons habe er gelernt, dass Kritik an Soros nicht erlaubt sei. Die neueste Enthüllung um die Spende des US-Milliardärs George Soros an seine Unter-Organisation Best for Britain, um den Brexit abzuwenden, bringt seine Anhänger auf die Barrikaden. Jeder Kritiker wird von ihnen sofort zum Antisemiten erklärt.

„Ich habe einen Großteil meiner ungarischen jüdischen Verwandten durch den Holocaust verloren und es entsetzt mich zutiefst, dass jeder Soros-Kritiker als antijüdisch gebrandmarkt wird. Dem Kampf gegen den Antisemitismus tut man jedenfalls keinen Gefallen, wenn man diesen Begriff derart opportunistisch verwendet“, meint Furedi.

George Soros beschwert sich unterdessen heute in einem großen selbstverfassten Artikel in der DailyMail über die Vorwürfe, die gegen ihn in Sachen Brexit laut werden.

„Ich werde mich nicht heraushalten“, kündigt er an. Sein Name werde von den Kritikern beschmutzt und seine Motive verunglimpft, schimpft er. In dem Rundumschlag fehlt nicht die Schilderung der Besetzung Ungarns durch „Nazi-Deutschland“ 1944 und seine anschließende Flucht, die ihn nach England führte. „Weil ich Großbritannien so liebe, werde ich weiter gegen den Brexit kämpfen“, rechtfertigt der 87-jährige seine Einmischung in die Politik eines souveränen demokratischen Staates. Ein Abstimmungsergebnis von 52 zu 48 sei nicht genug, bestimmt er und kündigt weiter seine volle Unterstützung für die Best for Britain Organisation und ihre Bemühungen für ein zweites Referendum an.

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