Südafrika: Schwarze Aktivistin: „Wir werden den Weißen alles wegnehmen!“

Foto: Screenshot/Youtube
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Die kanadische Vloggerin Lauren Southern hat einen weiteren Bericht aus Südafrika veröffentlicht. In ihrem neuen Video spricht sie mit Regierungsvertretern des ANC und kampfbereiten schwarzen Aktivisten. Die Zeichen stehen auf Krieg!

Ein Video von Lauren Southern (Übersetzung Marilla Slominski)

„Nach dem Ende der Apartheid in Südafrika wurde Nelson Mandelas Bildung des African National Congess (ANC) und seine Vision einer „Regenbogen Nation“ von der ganzen Welt euphorisch gefeiert. Eine Nation sollte entstehen, in der alle Rassen friedlich miteinander leben, in Wohlstand und unter einem gerechten System.

In den vergangenen Jahren haben wir nur wenig gehört, aus diesem wunderbaren fortschrittlichen Garten Eden. Die weltweite Presse berichtet kaum über die politische Situation in Südafrika. Und wenn sie es tut, hat ihre Berichterstattung nur wenig mit der erträumten „Regenbogen Nation“ zu tun. Meine Gespräche mit Farmern und der weißen Minderheit brachten eher ein Land zu Tage, dass kurz vor dem Zusammenbruch steht. Und so wollte ich mich mit den politischen Repräsentanten des ANC unterhalten, um mehr zu erfahren. Ich wollte wissen, was sie über die momentane Lage denken und traf mich mit einem Mitglied des Executive Commitee des ANC.

„In den letzten 20 Jahren haben wir viel für den Aufbau der Rainbow Nation getan. Wir haben wir viel für die Wirtschaft getan, den Wettbewerb in den Bereichen Sport, Business und Kultur gestärkt. Es ist relativ sicher im Land. Wir haben die beste Infrastruktur und die besten Bedingungen für das Transportsystem weltweit, das gilt auch für den Bereich Sicherheit und Polizei …“ so das ANC-Mitglied.

„In einem Land mit einer der höchsten Kriminalitätsraten in der ganzen Welt – Südafrika belegt Platz 5 bei Tötungsdelikten – und mit einem der schlechtesten Transportsysteme erscheinen mir die Aussagen einfach als unwahr“, bemerkt Lauren Southern. Es sei die geschönte Regierungsversion, die ihr da erzählt worden wäre. Sie wollte darüber hinaus wissen, was es mit der Landenteignung auf sich hat und wie der ANC sich in dieser Frage positioniert. Alle Parteien hätten versprochen, den weißen Farmern das Land wegzunehmen und es der schwarzen Mehrheit zu übergeben. Für einen Außenseiter klingt das ein wenig unfair und scheint auch im völligen Gegensatz zum ständigen Mantra der „Rainbow Nation“ zu stehen, so Southern.

„Es geht nur sehr langsam voran mit der Umverteilung des Landes. Wir müssen schneller werden. Es geht nicht um die Frage, ob die Regierung genug Geld für Entschädigung hat. Die Bürokratie ist zu langsam, sie versucht so Gerichtsentscheidungen hinaus zu zögern. Aber die Behörden müssen verstehen, dass sie das umsetzen müssen. Die Entscheidung ist getroffen worden, dass es keine Entschädigung gibt.“

Wie radikal sei das eigentlich, jemandem sein Land aufgrund der Hautfarbe wegzunehmen – ohne jede Entschädigung. Viele der Farmer würden seit  8 bis 9 Generationen auf ihrem Land leben und hätten in den Interviews immer wieder betont, dass sie bereit seien, für ihr Land zu sterben. Was hat die Regierung also mit den Menschen vor, die sich weigern ihr Land aufzugeben, fragt Lauren Southern.

„Nichts, was die Regierung tut ist illegal…Es gibt nichts, was die Farmer ablehnen könnten, es ist Gesetz, deshalb haben sie nicht viele Möglichkeiten. Es ist nicht die Absicht des ANC irgendetwas illegal wegzunehmen, wir tun das im Einklang mit den Gesetzen dieses Landes. Und wenn es nötig ist, schaffen wir die gesetzliche Grundlage, die uns das erlaubt. Wenn es Gesetz ist, kann kein Farmer, kann niemand kommen und sagen „ich beuge mich dem Gesetz nicht“. Das tut er dann auf eigene Gefahr!“ ist die Antwort des ANC-Mitglieds.

Nach diesem Gespräch sei klar, so Southern, dass jeder Widerstand zwecklos sei. Der ANC würde einfach die entsprechenden Gesetzte erlassen, die es ihm erlauben, die Farmer zu gewaltsam zu enteignen.

Eine immer größere Rolle spielen in dieser Frage auch radikale Gruppen wie „Black first – Land first“. Lauren traf sich auch mit einer Vertreterin dieser radikalen Gruppe, die auf ihrem T-Shirt die unmissverständliche Botschaft „Land oder Tod“ spazieren trägt. Wer mit dem Tod bedroht wird, ist schnell klar – die Weißen.

„Wir Schwarzen waren lange genug geduldig. Wir sind der Meinung, wir müssen jetzt für unsere Freiheit kämpfen als die schwarze Mehrheit in diesem Land. Und in diesem Kampf geht es darum, den Weißen das Land wegzunehmen, es den Schwarzen zu geben und unter ihnen gerecht zu verteilen. Ein System, dass die schwarze Bevölkerung an erste Stelle setzt, kann unglücklicherweise nur mit Konfrontation erreicht werden. Wir haben so lange gewartet und nichts ist passiert, um unsere Lebensbedingungen zu verbessern. Deshalb ist es sehr wichtig, eine Bewegung wie die BLF zu haben, die sich hinstellt und sagt, wir warten nicht auf die Übergabe, wir wollen nicht dass ihr uns bemitleidet. Wir werden kommen und uns alles nehmen, was ihr besitzt. Es gehört uns! Die Frage nach einem Krieg ist unausweichlich. Er kommt – definitiv. Wir werden kämpfen!“

Nach den Gesprächen mit politischen Vertretern ist völlig klar, dass, wenn die Regierung und die Aktivisten befeuert von den Medien so weiter machen, es keinen Regierungswechsel und oder eine Intervention der westlichen Presse, von Hilfsorganisationen, sieht Südafrika einer sehr blutigen Zukunft entgegen, so das Fazit der Amerikanerin Lauren Southern.

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