Das islamische London: „Weglaufen, Verstecken, Berichten“

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(Symbolfoto: Durch pxl.store/Shutterstock)

Um die Entwicklung des Islam in westlichen Ländern zu verstehen, habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht mehrheitlich muslimische Bereiche wie in Lakemba in Australien, Lodi in Kalifornien und Lunel in Frankreich zu besuchen. Aber London in England ist einzigartig was das Ausmaß ihres islamischen Gepräges angeht.

Von Daniel Pipes

Mehrheitlich muslimische Bereiche bestehen typischerweise aus armen, unattraktiven Wohnungsprojekten, die weit vom Stadtzentrum entfernt liegen und vor langer Zeit von ihrer ursprünglichen einheimischen Bevölkerung der Arbeiterklasse verlassen wurden. Oft findet man Männer, die in Cafés herumsitzen und zuhause eingesperrte Frauen. Sie leiden unter einer Reihe krankhaften körperlicher Veränderungen, kriminellen Banden und Drohgenhandel.

Auch London hat solche Bereiche und sie sind sehr groß; was die englische Hauptstadt aber einzigartig macht, ist die intensive muslimische Präsenz im zentralsten und teuersten Teil der Stadt, wo Muslime keine Mehrheit stellen. Diese Präsenz hat zwei Hauptformen.

Erstens gibt es das schicke muslimische Element. Nach Angaben einer CBRE-Studie investierten Menschen aus dem Nahen Osten 2015 (dem bisher letzten Jahr mit vollständigen Statistiken) mehr als $4,2 Milliarden in Londoner Immobilien; dieses Geld tendiert dazu in prominente Immobilien zu ließen, beispielsweise Shard, das größte Gebäude der Stadt; Harrods, das prächtigste Kaufhaus; Claridge’s, das luxuriöseste Hotel; und in den Kauf des ehemaligen US-Botschaftsgebäudes.

Nahostler besitzen einige der berühmtesten Gebäude.

Muslimische Eigentümer lassen auf manchmal offensichtliche Art ihre Eigentümerschaft spüren. Harrods zum Beispiel stellt in der Lebensmittelabteilung auf markante Weise Halal-Schilder zur Schau; Schaufensterpuppen tragen Hijabs.

Harrods Lebensmittelabteilung sind durch Haal-Lebensmittel gekennzeichnet.
Manche Schaufensterpuppen tragen Hijabs.

Nahöstliche Restaurants, Bekleidungsgeschäfte und Friseursalons sind natürlich reichlich vorhanden, überraschend sind aber die Geschäfte mit Schildern auf Arabisch, Persisch und Urdu, die keine besondere Verbindung zu Muslimen haben, so Apotheken, eine Wellness-Einrichtung, eine Klinik mit chinesischer Heilkunde und eine Firma für Flughafentransfers. Viele von ihnen befinden sich auf der Edgware Road oder in deren Umgebung.

Selbst die amerikanische Kette Cinnabon trägt ein arabisches Schild.

In einigen Fällen wird der Name des Ladens nur auf Arabisch angegeben.

„Sawt wa-Sura“ (Stimme und Bild)

Zweitens ist die muslimische Präsenz durch die intensiven, weil überall vorhandenen und bedrückenden Sicherheitsmaßnahmen, die gegen jihadistische Drohungen mit Gewalt installiert wurden. Diese reichen von Schildern, die zu „Weglaufen, Verstecken, Berichten“ drängen, bis zu Pollern, Sperren und Toren.

Besonders offensichtlich sind die vielen Schutzmaßnahmen, die im März 2017 installiert wurden, unmittelbar nachdem der gewalttätige Islamist Khalid Masood auf der Westminster Bridge fünf Menschen tötete. Während eines Besuchs in London vor kurzem verwirrte mich eine dieser Anlagen, eine Metallbarriere, die den Green Park komplett umgibt.

Die Sperre um den Green Park

Die Barriere ist durchgängig, unterbrochen lediglich von gelegentlichen engen, entweder gelben oder grauen Toren, die Fußgängern den Zugang zum Park ermöglichen. An diesen Toren werden keine Taschen kontrolliert, also verhindert diese Sicherheitseingrenzung nur, dass Autos oder LKWs in den Park platzen. Aber warum sollte jemand ein solches Fahrzeug in den Park fahren? Gut, der Buckingham Palace ist ganz in der Nähe, aber auf der anderen Seite einer breiten Straße, also leistet den Green Park mit einer Barriere zu umgeben nichts, um den Palast zu schützen. Die Barriere scheint nur Gras und Bäume zu schützen.

Ein Eingang zum Green Park

Der vielleicht traurigste Aspekt dieser Sicherheitsmaßnahmen ist das herrliche Devonshire Gate, das von der hässlichen grauen Barriere zugestellt ist.

Das Devonshire Gate aus dem 17. Jahrhundert, gestaltet vom berühmten Architekten Inigo Jones.

Poller, Barrieren und Tore gibt es nicht nur in London. In Birmingham zum Beispiel hat der Weihnachtsmarkt die gleichen, bekannten gelben Tore (inklusive der hilfreichen Eingangs- und Ausgangsmarkierungen).

Ein Eingang zum Weihnachtsmarkt in Birmingham in England.

Diese Sicherheitsmaßnahmen erstreckten sich sogar bis in die kleinsten Gassen.

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Eine Gasse mit Zugang zum Weihnachtsmarkt in Birmingham.

Mehr als jede andere wichtige westliche Stadt ist London arabisch, nahöstlich und islamisch geprägt, von seinem Bürgermeister bis zu seinem kommerziellen Immobilienmarkt. Ich wünschte, ich könnte optimistisch sein, was den Ausgang dieses Experiments angeht, so wie es die Mehrheit der englischen Bevölkerung selbst heute noch ist.

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