SPD-Mitgliederabstimmung: Entscheiden die „Flüchtlinge“ über die Zukunft Deutschlands?

Satire-Foto: Durch Carolina K. Smith MD/Shutterstock
Ein SPD-Parteiflugzeug verteilt Mitgliedsanträge (Satire-Foto: Durch Carolina K. Smith MD/Shutterstock)

In der SPD sollen rund 7000 Mitglieder ohne deutschen Pass für oder gegen die GroKo stimmen, darunter auch einige Flüchtlinge. Die „Deutsche Welle“ hat mit einem dieser „Entscheidungsträger“ ein Interview geführt. Hier mal einige interessante Aussagen, die belegen, welche Interessen so ein „Flüchtling“ hat, wenn er sich in die Politik seines Gastlandes einmischen will:

Über die neue Regierung abzustimmen, bedeutet mir sehr viel, denn ich stimme über eine Regierung ab, deren Beschlüsse letztendlich die Gesellschaft beeinflussen werden, von der ich ein Teil bin.

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Für mich sind Flüchtlinge Teil der deutschen Gesellschaft.

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Mich stört, dass die CSU das Innenministerium bekommen hat. Ich bin einerseits unglücklich darüber, dass Horst Seehofer Innenminister werden soll.

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Ehrlich gesagt, bin ich unzufrieden mit dem Kompromiss zum Familiennachzug von Flüchtlingen. Wenn die Bundesregierung nur 1000 Migranten pro Monat erlaubt, im Rahmen des Familiennachzugs für subsidiär Geschützte nach Deutschland zu kommen, hieße das, dass mancher Flüchtling fünf Jahre auf seine Familie warten müsste. Diese Regelung ist schlecht für die Integration, denn wir wissen, dass diese Menschen ihre Familien brauchen, um hier von Anfang an ein normales Leben führen zu können. Integration ist wichtig. Man muss den Menschen das Gefühl geben, dass sie dazugehören, und nicht, dass sie nur für ein oder zwei Jahre hier sind und danach abgeschoben werden könnten.

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Das klingt alles nett und ist mit Sicherheit auch ehrlich gemeint. Bestimmt wird sich dieser „Flüchtling“ auch hervorragend integrieren. Aber kann man in diesem Fall überhaupt noch von einem „Flüchtling“ sprechen? Geht hier nicht etwas – ganz gewollt – durcheinander? Sind wir von Anfang an für dumm verkauft worden?

Und wenn schon Menschen ohne deutschen Pass die Geschicke dieses Landes mitentscheiden dürfen, warum dehnt man die Wahlen nicht auf die ganze Welt aus? Es kann doch nicht sein, dass die SPD nur Mitglieder aufnimmt, die sich zufällig gerade jetzt auf deutschem Boden aufhalten. Das ist im höchsten Maße unfair gegenüber allen, die nicht das Glück, das Geld oder die Möglichkeit hatten, sich auf die Reise ins Paradies zu begeben.

Also, lieber SPD-Vorstand: Mitgliedsanträge ausdrucken, Koffer packen, rein ins Flugzeug und die pauschal bewilligten Anträge vom Himmel herabregnen lassen.

Vielleicht ist so ja Martin Schulz noch zu retten.

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