Abt. Haustier: Das Warzenschwein

https://cdn.pixabay.com/photo/2016/05/01/03/44/warthog-1364424__340.jpg
Als Haustier unbeliebt: Das Warzenschwein (Foto: Pixabay)

Das Warzenschwein ist als Haustier bei den Deutschen sehr unbeliebt. Kaum ein Deutscher hält sich eines, was man daran erkennen kann, daß man niemanden mit einem Warzenschwein gassigehen sieht. Soviel zum Haustier. Nun aber von der Zoologie weg und hin zu einem völlig anderen Thema, welches mit der Schlagzeile dieses Artikels absolut nichts zu tun hat! Der Themenwechsel.

von Max Erdinger

Neue Schlagzeile: Wie die Grüne und Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth der Rede der Anderen Grenzen setzen möchte.

Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch!“ – Also sprach der spätere Außenminister Joschka Fischer (Grüne) am 18. Oktober 1984 im deutschen Bundestag zum damaligen Bundestags-Vizepräsidenten Richard Stücklen (CSU), nachdem Stücklen den grünen Abgeordneten Jürgen Reents des Parlaments verwiesen hatte, weil er den damaligen Bundeskanzler Kohl zuvor als „von Flick freigekauft“ bezeichnet hat.

Jouwatch meldete hier: „Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) fordert, bei verbalen Ausfällen im Bundestag konsequenter die Geschäftsordnung einzusetzen. „Der Bundestag ist die Herzkammer der politischen Auseinandersetzung, und da ist die AfD nun einmal Realität. Dieser Realität müssen wir uns stellen, ohne Sonderregeln, aber mit einer konsequenten Anwendung der Geschäftsordnung“, sagte Roth der „Heilbronner Stimme“ (Freitagsausgabe).

Die Meinungsfreiheit sei eine der größten Errungenschaften, die aber da endet, wo die Rede zu Volksverhetzung, Hass und Hetze genutzt wird. „Dass ein AfD-Abgeordneter den Begriff `entartet` benutzt hat und dann auch noch ausgerechnet die Integrationsbeauftragte als ein `Musterbeispiel misslungener Integration` bezeichnet, ist absolut inakzeptabel. Demokratinnen und Demokraten müssen hier Grenzen setzen“, so die Bundestagsvizepräsidentin.

Erstens ein Zitat: „Liebe ist ein Ding, nicht abzuweisen, wenn es kommt, nicht aufzuhalten, wenn es geht. Ein Gefühl ist sie, das entarten kann zur Tyrannei, indem sie das Geliebte zum willenlosen Werkzeug machen will. Diesen Drang zur Entartung muß sie zu unterdrücken wissen“. – Robert Hamerling

Zweitens: Daß der Bundestag die „Herzkammer der politischen Auseinandersetzung“ zu sein hätte, ist richtig. Festzustellen ist aber, daß es Claudia Roth bis zum Einzug der AfD in den Bundestag herzlich egal gewesen zu sein scheint, daß sich die „Herzkammer der politischen Auseinandersetzung“ vom Parlament heraus in die Talkshows der Öffentlich-Rechtlichen verlagert hatte.

Drittens: Frau Roth kann für inakzeptabel halten, was sie will. Daß außer ihr sonst noch jemand den Gebrauch des Adjektivs „entartet“ oder die Phrase „Musterbeispiel misslungener Integration“ als Volksverhetzung, Hass und Hetze zu begreifen habe, kann sie sich abschminken. Eine Aydan Özoguz (SPD), die „jenseits der deutschen Sprache“ keine „spezifisch deutsche Kultur“ entdecken kann, ist genau das: Ein Musterbeispiel misslungener Integration. Und das Demokratieverständnis von Frau Roth kann man durchaus als „entartet“ bezeichnen, was ja nichts anderes heißt, als daß es nicht nach Art des Demokraten vorhanden ist, sondern eher nach Art des Antidemokraten. „Demokratinnen und Demokraten“ würden Teile des deutschen Sprachschatzes niemals an die Nazis verschenken, da die Nazis keine Demokratinnen und Demokraten gewesen sind. Stalinisten würden so etwas eventuell in Erwägung ziehen. Was meinte Joschka Fischer dazu?

Das hier: „Stalin war also so ein Typ wie wir, nicht nur, daß er sich auch als Revolutionär verstanden und gelebt hat, sondern er war im wahrsten Sinne des Wortes eben auch ein Typ.“ … [Wir müssen] „diese psychische Kaputtheit aus uns endlich rauslassen … Es ist unser und mein dunkelstes Kapitel, ich weiß, oder ahne es besser nur, weil ich da selber wahnsinnig Angst vor bestimmten Sachen in mir habe. Bartsch und Honka sind Extremfälle, aber irgendwo hängt das als Typ in dir drin … dann wurde dann leicht auch, ja, die Lust am Schlagen draus, ein tendenziell sadistisches Vergnügen“.

Nun ist Claudia Roth bekanntlich schon bei Demonstrationen hinter Transparenten gesehen worden, auf denen zu lesen war: „Deutschland verrecke!“ oder „Deutschland, du mieses Stück Scheiße!“. Das ist also die Frau Demokratin, die sich als Bundestagsvizepräsidentin heute über das Vokabular der Anderen „besorgt“ zeigt. Würde mir Donald Trump erzählen, daß er sich sorgt, ihm könne das Geld ausgehen, dann würde ich ihm das eher abnehmen, als einer Claudia Roth ihre Sorge um „entartete“ Demokratensprache im Deutschen Bundestag.

Claudia Roth am 03.10.2016 zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden: „Herr, wirf Hirn vom Himmel!“ Wollte sie endlich eines haben? – Mitnichten. Der Herr hätte ihrer Ansicht nach Hirn vom Himmel direkt in die Köpfe der Demonstranten hinein werfen sollen, die gegen Roth demonstrierten, zum Beispiel mit Trillerpfeifen. Diese Trillerpfeifen hätten sie „arg gestört“, tat Claudia Roth später kund. Umgehend kursierte daraufhin in Deutschlands größtem sozialen Netzwerk ein altes Foto von Claudia Roth, auf welchem sie, eine grüne Trillerpfeife im Mund, die Rede eines Demokraten arg störte.

Es ist doch so: Wer sich bei den Grünen tummelt, hat jede Berechtigung verspielt, sich über den Sprachduktus Anderer auszulassen. Und von Demokratie sollte er besser auch nicht reden, sondern darauf hoffen, daß es dem allgemeinen Vergessen anheim fällt, auf welchen Demonstrationen sich so mancher Alt-Grüne schon hat blicken lassen. Zu sehen war Claudia Roth etwa im Mai 1990 bei einer Demo in Frankfurt am Main hinter einem Transparent mit der folgenden Aufschrift: „Nie wieder Deutschland! Gegen die Annexion der DDR! Gegen den deutschen Nationalismus!“ Es gehört schon viel selbstgerechte Chuzpe dazu, heute Bundestagsvizepräsidentin der deutschen Nation zu sein und sich dennoch derartig aus dem Fenster zu lehnen.

Mit Hans-Christian Ströbele als einem der Alt-Grünen handelt es sich um einen Terrorismusunterstützer (RAF), wie gerichtlich festgestellt wurde und daher auch gerichtsfest behauptet werden darf. Im Außenministerium des Joschka Fischer (Amtszeit: 1998-2005) fand mit Joscha Schmierer ein persönlicher Freund des kambodschanischen Massenmörders PolPot Unterschlupf – und zwar im Range eines Mitarbeiters des Planungsstabes, u.a. zuständig für Grundsatzfragen der Europapolitik. Der Nachfolger Fischers im Amt des Außenministers, der heutige Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD), beschäftigte Schmierer übrigens weiter. PolPot hat von seinen Roten Khmer in den Jahren zwischen 1975 und 1979 etwa ein Drittel seines eigenen Volks ermorden lassen. Da bekommt doch „Deutschland verrecke!“, „Deutschland, du mieses Stück Scheiße!“ oder „Nie wieder Deutschland!“ ganz plötzlich eine gewisse grünkonsequente Kontinuität, historisch betrachtet, nicht wahr?

Aber „entartet“ und „Musterbeispiel misslungener Integration“ wären dennoch nach Ansicht von Frau Claudia Roth „Volksverhetzung, Hass und Hetze“ – ?? Diese Sorge ist nicht nur nicht glaubhaft, sondern die Behauptung ihrer Existenz im Herzen von Claudia ist geradezu lächerlich.

Völlig grotesk wird es, wenn man sich überlegt, daß es ausgerechnet Grüne sind, die in unschöner Regelmäßigkeit hinter jedem Busch einen Nazi entdecken, vergegenwärtigt man sich, daß viele Grün-Sympathisanten sich traditionell aus den Reihen der Alt-´68er rekrutieren, die in ihren jungen Jahren vormittags auf die Straße gegangen sind, um „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“ zu skandieren – und die am selben Tag nachmittags dabei zu beobachten waren, wie sie einem der größten Massenmörder der Menschheitsgeschichte zujubelten, nämlich Mao Tse Tung. Das alles, während Mao in China an exakt diesem Nachmittag tausende echte und vermeintliche Gegner seiner „Kulturrevolution“ abschlachten ließ. Nicht wenige Grün-Wähler entblöden sich auch heute noch nicht, mit Che-Guevara-Hemdchen durch die Gegend zu laufen, ungeachtet der Tatsache, daß Che Guevara ein Rassist (Negerverächter), Schwulenfeind, KZ-Betreiber und von Haß zerfressener Massenmörder gewesen ist, der eigenhändig etwa 200 Gefangene seiner kubanischen Revolutionstruppen exekutiert hat.

Wenn Grüne sich zum Lordsiegelbewahrer von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und „Sprachhygiene“ aufschwingen, kommt dem Aufrichtigen nur noch das Kotzen.

In einer geschliffenen, brillanten Rede des AfD-Abgeordneten Dr. Gottfried Curio zur doppelten Staatsbürgerschaft entdeckte ausgerechnet der Hofreiter Anton von den Grünen „NS-Vokabular“ und schrie mit hochrotem Kopf dazwischen: „Das ist NS-Sprache! Schämen Sie sich!“ Das läßt vermuten, daß sich der Hofreiter, Anton noch nie selber für etwas geschämt hat. Sonst hätte er etwas daraus gelernt und seine hysterischen Zwischenrufe bleiben lassen.

Aus der „Welt„: „Jörg Nobis, der AfD-Fraktionsvorsitzende im Kieler Landtag, schlug per Tweet vor, „den Schulzzug in den Hochofen“ zu fahren. Ein Grüner zeigte ihn wegen Volksverhetzung an, er selbst versteht die Empörung nicht.

Ein Zug besteht größtenteils aus Metall. Metall wird in Hochöfen eingeschmolzen. Jörg Nobis wuchs inmitten von Hochöfen auf – und seine Assoziation von „Zug“ und „Hochofen“ ist daher verständlich. Jedoch: „Politiker von Grünen und SPD waren empört und reagierten mit scharfer Kritik auf diese Anspielung auf die Konzentrationslager im Nationalsozialismus. Landtagsvizepräsident Rasmus Andresen (Grüne) zeigte Nobis wegen Volksverhetzung an.“

Die Anspielung auf „die Konzentrationslager im Nationalsozialismus“ ist nichts weiter als eine grüne Projektion. Ein Hochofen ist etwas ganz anderes als ein Krematoriumsofen. Da Grüne ihrer eigenen Parteigeschichte kaum entrinnen können, sind sie verständlicherweise etwas verzweifelt und deuten ihre eigenen Vorlieben wahrscheinlich in Absichten ihres politischen Gegners um. Eine Projektion eben. Daß der Grüne eine Sau sein könnte, ist das letzte, was er über sich selbst denken kann.

Grüne – und Frau Claudia Roth ist eine – sind die absolut Allerletzten, denen man ihre bigotte Empörungs-Show durchgehen lassen sollte. Inhaltlich zwar nicht, aber „denksystematisch“ gibt es keine andere Partei im Deutschen Bundestag, die dem totalitären und selbstgerechten Nazi-Original näher käme, als ausgerechnet die vor Bigotterie strotzenden Grünen. Diese Leute sind Hitlers Rache für den verlorenen Krieg.

 

 

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.