Oliver Welke muss weg!

Foto: Collage/Youtube
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Diesmal ist es mit einer läppischen Entschuldigung und unglaubwürdigen Ausreden nicht getan – diesmal muss der ZDF-Denunziator Oliver Welke entweder selbst die Konsequenzen aus dem „Stotter“-Desaster der von ihm moderierten „Heute Show“ ziehen oder von Dauerprotesten zum Rückzug vom Bildschirm gezwungen werden.

Von Wolfgang Hübner

Diesmal kann es kein Verständnis, kein Verzeihen und Vergeben geben. Denn wer so leichtfertig wie böswillig den sprachlich behinderten AfD-Fachreferenten Dieter Amann vor einem Millionenpublikum zur Lachnummer erniedrigt, zeigt eine Menschenverachtung, die kein Gebührenzahler hinnehmen kann und darf. Leute wie Welke würden niemals die geringste Nachsicht walten lassen, wenn einer ihnen politisch missliebigen Partei oder Person ein ähnlicher Missgriff passiert wäre wie diese gnadenlose Verächtlichmachung eines Mannes, der vor seinem Redebeitrag in einem Bundestagsausschuss die Anwesenden ausdrücklich über seine Sprachbehinderung informiert hatte.

Welke kann sich nicht herausreden, als Moderator davon nicht gewusst zu haben. Vielmehr ist es so, dass er und die Redaktion der Sendung – wie stets – supergeil darauf waren, der verhassten AfD zu schaden. Wer so denkt und handelt, den kümmern keine störenden Hintergründe, denn von denen will er nichts wissen, auch wenn er von ihnen wissen könnte. Der Schriftsteller und Lyriker Ulrich Schacht, der in der DDR inhaftiert war, hat kürzlich in einem Interview gesagt: „Der Paragraph der Volksverhetzung jedenfalls ist inzwischen auch auf zahlreiche Beiträge in den öffentlich-rechtlichen Medien anwendbar.“

Diese bittere Feststellung trifft auf die „heute-Show“-Beiträge über die AfD und ihr politisches Personal in besonderer Weise zu. Selbstverständlich soll und darf Satire auch die AfD nicht verschonen. Doch zwischen Satire und dem offensichtlichen, völlig unverhüllten Bestreben der öffentlichen Vernichtung Andersdenkender besteht ein grundlegender Unterschied. Die Welkes von ARD und ZDF sorgen sich einen Dreck um diesen Unterschied, der für Betroffene im Merkel/Maas-Staat oft genug gesellschaftliche Ausgrenzung, berufliche Nachteile, gewalttätige Angriffe und ruhelose Nächte bedeutet.

Welke kann sich nicht hinter einem „Fehler“ anderer verstecken oder glauben, mit einer billigen „Entschuldigung“ diese Demütigung von Dieter Amann vergessen machen zu können. Welke ist das Gesicht dieser „Heute Show“, er wird dafür ganz gewiss äußerst fürstlich bezahlt. Nun muss er aus dieser unerträglichen Affäre auch die Folgen ziehen. Da bei solchen Charakteren nicht anzunehmen ist, dass sie aus eigenen Stücken die Konsequenzen ziehen und sich zumindest in den ZDF-Innendienst zurückziehen, müssen alle Menschen in Deutschland, die Wert darauf legen, in einem restzivilisierten Land zu leben, nicht aufhören, seinen Rückzug so lange zu fordern, bis er erfolgt. Das sind wir alle Dieter Amann, das sind wir aber auch uns selbst schuldig.

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