Müller und Pazderski kritisieren Krim-Reise ihrer Parteifreunde

Foto: Collage
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Berlin – Der parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion Hansjörg Müller hat die Krim-Reise von AfD-Landtagsabgeordneten kritisiert. Er halte die Reise „in der jetzigen Situation für suboptimal“, sagte Müller der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittwochsausgabe). „Weil ich der Meinung bin, dass man das geräuschloser machen kann.“

Gleichzeitig warnte Müller vor einer Eskalation des Konflikts zwischen Russland und dem Westen: „Wir treiben auf unserem Territorium auf einen heißen Krieg mit Russland zu wie Schlafwandler. Wir müssen diesen heißen Krieg verhindern.“ Der stellvertretende AfD-Vorsitzende Georg Pazderski äußerte ebenfalls Kritik an der Reise.

„Ich sehe die Reise auch kritisch“, sagte Pazderski der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Vor allem auch deshalb, weil man damit natürlich Gefahr läuft, dass man die Türen zu den anderen osteuropäischen Ländern zuschlägt, zu den baltischen Staaten, Polen oder Ungarn. Diplomatie ist immer ein sehr diffiziles Geschäft.“

Russland habe offenbar „besonderen Wert“ auf die Krim-Reise der AfD-Politiker gelegt. „Ich werde das Gefühl nicht los, dass unsere Abgeordneten instrumentalisiert werden“, sagte Pazderski. Die Reise sei deshalb „nicht unbedingt geschickt“. (dts)

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