Michael Klonovsky: Die AfD und der Riss in der jüdischen Welt

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"Konservative Deutsche, die ihr Land sichern und ihre Grenzen kontrollieren wollen, haben mehr Freunde in der Welt, als sie denken."

„Die AfD ist wichtig, um die falsche Politik der offenen Grenzen zu stoppen, die sich fatal auf die Welt auswirkt“, schreibt der Mann, der Adolf Eichmann vor seine irdischen Richter gebracht hat. In einem Grußwort zu einer Veranstaltung der AfD-Bundestagsfraktion zum Thema „alter und neuer Antisemitismus“ erklärte der ehemalige Geheimdienstagent und israelische Minister Rafi Eitan, die Judenfeindschaft habe heute „ein anderes Gesicht“ als in der Vergangenheit. Wenn man nichts dagegen unternehme, würden „die Moslems die freie demokratische Gesellschaft in etwas anderes verwandeln“. Ein Land, das seine Grenzen nicht sichere, sei ein schwaches Land. Der AfD bescheinigte er: „Sie haben mehr Freunde in der Welt, als sie denken.“

Von Michael Klonovsky

Das Gros der Wahrheits- und Qualitätspresse beschwieg das unerhörte Statement beflissentlich; nur da und dort, etwa aus dem Internet-Flusensieb Huffington Post, ertönte leises Gegrummel dergestalt, dass die AfD nun einen Nazi-Jäger „instrumentalisiere“. Nur der israelische Botschafter in Deutschland, Jeremy Issacharoff, reagierte in üblicher Schrillheit: Mit den Worten „Ich weise die Ausführungen von Rafi Eitan aufs schärfste zurück“ zeigte er auf Twitter, was er in Deutschland gelernt hat. Eitan lobe deutsche Rechte, „die die Nazi-Vergangenheit verherrlichen“ (wen genau er damit meint, ließ der Botschafter offen; es wird wohl im Zweifelsfall, wie stets, der Meister Urian aus Thüringen dafür herhalten müssen). Dass Eitan, dieser Scheitan, sogar noch den Wunsch äußerte, die Alternative für Deutschland möge eine Alternative für Europa werden, sei „traurig und eine Schande“; Letztere praktisch für ganz Deutschland. (Mehr hier.)

Nun lautet die Frage, wessen Wort mehr Gewicht hat: Dasjenige des Eichmann-Entführers und Tatmenschen, oder das eines Karrierediplomaten, der die Welt hinter getönten Autoscheiben wahrnimmt und dessen berufliche Biografie sich im Wesentlichen darin erschöpft, dass er irgendwelchen Delegationen angehörte.

Auch durch die jüdische Welt geht jener Riss, der die westlichen Gesellschaften durchzieht. Fast alle Juden bzw. Israelis, die ich kenne, sehen die Dinge ähnlich wie Eitan, die Einlassungen der jüdischen Offiziellen in Deutschland bleiben indes an staatstragender Wirklichkeitsverleugnung kaum hinter denen unserer Fremdenführerin zurück. Klar, diese Leute bekommen ja auch Geld vom deutschen Staat. Das bedeutet, sie dienen sich der größten Antisemitenimport-Spedition der europäischen Geschichte, der Merkel-Groko, an. Wem jetzt spontan die Erinnerung an gewisse Judenräte durch den Kopf schießt, dem sei gesagt: Wer einen Tag eher recht hat, als die Realität es ihm gibt, der gilt einen Tag länger als rechtsextrem (frei nach Rivarol). Lassen Sie das besser!

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