Präsident des Deutschen Lehrerverbands fordert: Aussetzung der Inklusion

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Schulklasse (Foto: Durch Monkey Business Images/Shutterstock)

Heinz-Peter Meidinger, Chef des Lehrerverbands, sieht durch gemeinsames Unterrichten von Kindern mit erhöhtem Förderungsbedarf den Lernfortschritt aller gefährdet und fordert, den weiteren Ausbau der Inklusion an Regelschulen zu stoppen.

Das links-ideologische Inklusionsprojekt in Regelschulen ist auf ganzer Linie gescheitert. Die inklusive Pädagogik möchte die gemeinsame Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderung realisiert sehen. Hierbei ist es den Ideologen egal, ob die Kinder – mit oder ohne erhöhten Förderungsbedarf – auf der Strecke bleiben. Seit Jahren nun werden so auch die Lehrkräfte in Regelschulen an ihr Limit getrieben. Diese müssen neben dem Heer von kaum beschulbaren Kindern mit Migrationshintergrund noch die Inklusion von Kindern mit besonderem Förderbedarf bewältigen.

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, warnt nun in einem dringenden Appell vor einem weiteren Ausbau der Inklusion an Regelschulen und fordert ein entsprechendes Moratorium. Wie das Magazin Frei Welt berichtet, sieht der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes den Lernfortschritt aller gefährden. Eine Inklusion funktioniere nicht ohne massive zusätzliche Finanzmittel. Meindiger hierzu: „Wenn die Leistungsheterogenität eine gewisse Schwelle überschreitet, dann stellt sie nicht nur das Lehrpersonal vor Herausforderungen – sondern gefährdet mit Sicherheit den Lernfortschritt aller.“

Die Umsetzung der Inklusion sei mitverantwortlich dafür, „dass die letzten Grundschul-Leistungsvergleiche enttäuschend ausgefallen sind“, stellt Meidinger, der selbst Gymnasiallehrer ist, fest und setzt sich daher für eine Bestandaufnahme ein. Man werde dann zu dem Schluss kommen, dass es ohne massive zusätzliche Finanzmittel nicht gehen wird. Es brauche letztlich jede Klasse, die Inklusionsschüler hat, eine Zweitlehrkraft. Das milliardenschwere Bildungspaket, auf das sich SPD und Union bei ihren Koalitionsverhandlungen einigten, sei zwar ein wichtiger Aufschlag, aber nicht ausreichend, so die Kritik. (SB)

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