Huffington Post: Warum „wir“ Schuld haben, wenn Muslime im Knast landen

Symbolfoto: Collage
Symbolfoto: Collage

Für Journalisten, die zu dumm sind, um aus dem Bus zu gucken, gibt es eigentlich nur eine Möglichkeiten, trotzdem ihr Handwerk zu verrichten: Sie fangen bei der Huffington Post an. Hier darf mittlerweile jeder schreiben, sogar eine Susanne Klaiber.

Sie beschäftigt sich aktuell – und das muss man ihr wieder zugute halten – mit einem brisanten Thema:

Warum in deutschen Gefängnissen so viele Muslime sitzen

Und sie hat sogar Zahlen für uns:

In Deutschland ist fast jeder fünfte Gefängnis-Insasse Muslim. Das geht aus den Antworten von 15 Justizministerien der Bundesländer hervor, die die HuffPost zusammengetragen hat. Demnach sind etwa 12.300 der etwa 65.000 Häftlinge Muslime. 

Das ist natürlich alles nur geschätzt, weil man die Religionszugehörigkeit gar nicht amtlich erfassen darf. Wenn man die vielen Polizeimeldungen der letzten Jahre verfolgt hat, kann man eigentlich davon ausgehen, dass die Dunkelziffer wird also um einiges höher liegt.

Aber nun folgt die Begründung und da schlackert man mit den Ohren:

1. Thomas Galli, Jurist und früherer Gefängnisdirektor in Sachsen, sagt: “Die Wahrscheinlichkeit, straffällig zu werden, steigt, je weniger jemand in die Gesellschaft integriert ist. Muslime sind noch nicht überall voll akzeptiert und integriert.”

Mal abgesehen davon, dass sich Muslime gar nicht integrieren wollen, weil sie die Ungläubigen nicht akzeptieren, bleibt die Frage, ob es in islamisch geprägten Ländern denn gar keine kriminellen Muslime gibt.

Und noch andere Experte haben eine Ahnung:

7. Inwiefern Racial Profiling eine Rolle beim Ungleichgewicht spielt, ist umstritten. “Es gibt keine verlässlichen Daten”, sagt Kriminologe Bliesener.

Oliver Rast von der Gefangenengewerkschaft ist da anderer Meinung: “Migrantische Leute geraten schneller ins Raster der Behörden als phänotypisch deutsche Menschen.”

Jurist Galli sieht das genauso. Der Verdacht gegen die vermeintlich anderen behindere die Integration. Und das wiederum fördere Kriminalität. Ein Teufelskreis.

8. Burhan Kesici vom Islamrat Deutschland sagt: “Hinzu kommt, dass die Anzeigebereitschaft der Bevölkerung bei ausländischen Tatverdächtigen deutlich höher ist.”

Dass die Kriminalitätsrate in den letzten Jahren bei Migranten und Flüchtlingen gestiegen ist, ist also nur eine Frage der Anzeigenbereitschaft?

Und in den Knästen werden Muslime auch gefoltert, wie man lesen muss:

Manche Insassen müssen sich sogar an christliche Pfarrer wenden, wenn sie einen Koran haben wollen.”

Aber die Autorin hat auch ein paar großartige Lösungen parat:

Ganz konkret für Muslime aber braucht es noch etwas anderes: spezielle islamische Seelsorge.

Das ist keine Luxusfrage. Die Insassen haben laut Grundgesetz einen Anspruch darauf. Und die Gesellschaft ein großes Interesse daran. Sollte sie jedenfalls.

Und wenn das alles nichts hilft – es gibt noch eine Patentlösung:

Österreich ist da bereits einen Schritt weiter, die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) ist dort ebenso anerkannt wie die christlichen Kirchen. 

Es sind Themen, die nicht nur den Knast betreffen. Ähnliche Diskussionen gibt es um den muslimischen Religionsunterricht in Deutschland.

Was soll das bedeuten? Wenn Deutschland endgültig unter die Knute des Islams geraten ist, gibt es keine kriminellen Muslime mehr?

Selten so gelacht.

Warum kommt die Autorin nicht zu dem einzigen „logischen“ Schluss: Wenn es keine Muslime in Deutschland geben würde, gäbe es auch keine kriminellen Muslime.

Aber das kommt ja nicht mehr in Frage.

 

 

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