Martin E. Renner: Die bleierne Zeit

Jetzt am Ende dieser Plenarwoche – wenn man geschlagene drei Tage, voll angefüllt mit links-rot-grünem Geschwätz und selbstreferenziellem Geschwurbel im Plenum des Deutschen Bundestages mannhaft ertragen hat – schreibe ich diesen Text.

Von Martin E. Renner

Der Inhalt ist so wahr, wie etwas nur wahr sein kann. Assoziieren Sie bitte beim Lesen dieses Textes solche Namen und Personen, wie Frau Göring-Nochwas, Herr Hofreiter, Frau Lemke, Frau Roth und vieler gleichartiger KollegInnen (ausnahmsweise und bezeichnenderweise gegendert).

Es ist so dringend notwendig, den bleiernen Zustand unserer Zeit zu überwinden. Einer Zeit, in der die Politik nicht mehr nach rationalen und nutzensorientierten Parametern für die „werteschaffenden Bürger“ entschieden und entwickelt wird, sondern ausschließlich nach moralisierenden Maßstäben und Kriterien. Fernab einer jeglichen Nutzensstiftung für die bürgerliche Gesellschaft, die werteschaffenden Milieus.

Und diese Moralisierung bestätigt sich selbstermächtigend dergestalt, dass sie überall das Recht bricht und diese Rechtsbrüche moralisierend marginalisiert.

Ist diese Hypermoral das Erscheinungsbild unserer gesellschaftlichen Dekadenzentwicklung?

So wird aus der beständigen Moralisierung des Politischen leicht erkennbar „politische Infamie“. Die Moralisierung ist folglich die Schwester der Infamie. Und beide zusammen sind Geschwister des Rigorismus, der uns allenthalben im politischen Raum begegnet.

Man denke doch nur an die rigorosen Hasstiraden vieler Bundestagsabgeordneter des Deutschen Bundestages während der Debatten im Hohen Hause und zumeist gegen uns, die wir die „blauen Ritter der AfD“ sind.

Moralisierung, Infamie, Rigorismus – Erscheinungsformen eines hier neu beheimateten Jakobinertums.

Sie sehen, liebe Leser, ich hatte viel „Spaß“ in dieser Plenarwoche und glücklicherweise sehr viele Baldriantropfen im Gepäck.

Wandere aus, solange es noch geht!
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