Deutsches Stromgeschenk

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Stromnetz (Bild: shutterstock.com)

WAHNSINN ENERGIEWENDE

Frieren ohne Strom, während andere Weihnachten feiern: Kurz vor dem Fest kocht die Kritik der Sozialverbände an Stromsperren für Arme wieder hoch. Fachleute fordern klare Ausnahmeregelungen für Kranke, Schwangere und Familien mit Säuglingen.

Von Thomas Schlawig

 Nach den jüngsten vorliegenden Zahlen der Bundesnetzagentur ist allein 2016 wegen unbezahlter Rechnungen rund 330 000 Haushalten in Deutschland der Strom abgestellt worden. Zudem gab es etwa 6,6 Millionen Sperr-Androhungen gegen säumige Zahler. Dabei gebe es immer wieder extreme Fälle, sagte die Sprecherin der NRW-Verbraucherzentrale. So sei einer NRW-Familie mit einem fünf Wochen alten Säugling eine Sperre angedroht worden. Am Ende sei dies aber verhindert worden.

Kritiker sehen die konstant hohe Zahl der Stromsperren auch im Zusammenhang mit der Verteuerung des Stroms im Zuge der Energiewende. Seit dem Jahr 2000 hat sich der Strompreis für Haushaltskunden von 15 Cent pro Kilowattstunde auf um die 30 Cent verdoppelt. Die durchschnittlichen Realeinkommen wuchsen in der Zeit dagegen nur im einstelligen Prozentbereich.

[…]  Besonders betroffen sind nach einer Auswertung des Strompreis- und Verbraucherportals Check24 Hartz-IV-Empfänger. Sie hätten 2017 im Schnitt (Singlehaushalt 2000 Kilowatt) 690 Euro für ihren Strom bezahlt. Der Regelsatz für „Wohnen, Energie und Wohninstandhaltung“ betrage aber selbst nach der geplanten leichten Erhöhung 2018 im bundesweiten Schnitt nur maximal 532 Euro – 158 Euro zu wenig.

So sieht es in Deutschland des Jahres 2017/2018 aus. Während vom Wähler für ihre „Politik“ abgestrafte Parteien in Sondierungen und aktuell Koalitionsgesprächen Wohltaten für „Flüchtlinge“ und ihren Anhang beschließen, geht es den Ärmsten der Armen in Deutschland so schlecht wie noch nie. Und während Merkel im November 2016 im Bundestag ohne rot zu werden dreist behauptet, „Den Menschen in Deutschland ging es noch nie so gut wie heute“, wurden allein in diesem Jahr 2016 330.00 Haushalten wegen unbezahlter Rechnungen der Strom abgestellt. Ja, den Deutschen ging es noch nie so gut wie heute. Wie gut es den Menschen tatsächlich geht, hat das Wahlergebnis der Bundestagswahl ein Jahr später gezeigt.

Aber es geht, was das deutsche Energienetz angeht, noch schlimmer als der gesunde Menschenverstand erahnen läßt.

Weil erneuerbare Energien mehr Strom produzieren als benötigt, verschenkt Deutschland immer wieder Energie ans Ausland. Abnehmer werden mit Geld belohnt, so auch am Neujahrstag. Die Kosten zahlt der Verbraucher.

Nicht das jetzt der unbegründete Verdacht aufkommt, Deutschlands Windmühlen und Photovoltaik-Anlagen würden permanent einen Stromüberschuß produzieren; dem ist nämlich trotz aller grün-ideologischer Beschwörungen nicht so. Wäre es so, wäre die so genannte „Energiewende“ ein Segen für das Land und die Verbraucher, aber genau das Gegenteil ist der Fall.

[…]  Mit der Energiewende wandelt sich das gesamte Stromversorgungssystem in großen Schritten. Der stark wachsende Ausbau von Windkraft und Photovoltaikanlagen macht die Stromerzeugung volatiler. Es wird aufwendiger, Erzeugung und Verbrauch miteinander in Einklang zu bringen.

[…]  Schwachstellen zeigen sich direkt zu Jahresbeginn: Weil sich der Stromverbrauch und die Stromerzeugung am Neujahrestag nicht mehr in Einklang bringen ließen, mussten viele Tausend Megawattstunden Strom ins Ausland verramscht werden. Die Abnehmer erhielten dafür am Neujahrstag sogar noch eine Belohnung. In der Spitze waren es 76 Euro je Megawattstunde.

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Stunden, in denen Strom auf diese Weise exportiert werden musste, in der Tendenz gestiegen. 2008 trat das Phänomen bei 15 Stunden im Jahr auf, 2017 waren es laut Bundesnetzagentur bereits 146 Stunden. Die Kosten dafür landen zu einem erheblichen Teil beim Stromverbraucher. Die Übertragungsnetzbetreiber müssen Strom aus erneuerbaren Quellen auch dann abnehmen und vermarkten, wenn dafür an der Strombörse keine Nachfrage besteht. In diesen Situationen werden negative Strompreise fällig, mit anderen Worten: Die Übertragungsnetzbetreiber zahlen drauf. Die Kosten dafür legen sie nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf die Stromverbraucher um. Anders verhält es sich, wenn der Betreiber eines fossilen Kraftwerks seine Anlage nicht schnell genug drosseln kann und den Strom verramschen muss. Die Kosten dafür trägt er selbst. Der ganz überwiegende Teil des überschüssigen Stroms stammt aber aus erneuerbaren Quellen.

Im Bundeswirtschaftsministerium sieht man die Entwicklung gelassen: „Wie positive Preise liefern auch negative Preise ein wichtiges Marktsignal, durch das Anreize zur Flexibilisierung sowohl auf der Erzeugungsseite als auch auf der Nachfrageseite gesetzt werden“, heißt es im Ressort von Brigitte Zypries. Das Bundeswirtschaftsministerium habe in der vergangenen Legislaturperiode kontinuierlich daran gearbeitet, die Flexibilität des Stromerzeugungssystems zu erhöhen.

Wer die Frage aufwirft, ob die Probleme denn durch ein Überangebot von Strom aus erneuerbaren Quellen verursacht werden oder eher vom Strom aus Kohlekraftwerken, der die Netze verstopft, löst einen Glaubenskrieg aus.

Es ist vollkommen klar, daß diejenigen, die diesen Unsinn verzapft haben, die Ursachen in den Kohlekraftwerken sehen, die angeblich das Stromnetz „verstopfen“. Allerdings wären die Kohlekraftwerke überhaupt nicht mehr nötig, hätte man die AKW am Netz behalten. Aber das löst in Deutschland ebenfalls einen Glaubenskrieg aus. Allerdings haben Ideologien noch nie zum Fortschritt beigetragen. Dieser Irrsinn von, einerseits Stromüberschuß bei Sonne und Wind, sowie Strommangel bei Dunkelheit und Flaute sind allerdings kein Phänomen des Jahres 2018. Bereits im Jahr 2016 gab es einen ähnlich gelagerten Fall. Vermutlich kommen aber nur die krassesten Fälle ans Tageslicht und man kann davon ausgehen, daß sich ähnliches an jedem Tag mit viel Sonne oder Wind so ereignet. So schrieb der Deutsche Arbeitgeber-Verband am 30.05.2016, Zitat:

21,3 Millionen Euro hat uns der Spaß gekostet, nein, nicht die Geschenke am Muttertag, die an die Mütter gingen, sondern an diejenigen, die so nett waren, unseren überflüssigen Strom abzunehmen.

Jener Sonntag, der 8. Mai 2016, zeigte sich als schöner Tag mit blauem Himmel, viel Sonne und vor allem an den Küsten viel Wind. Ein Tag so recht nach dem Geschmack gutgläubiger Grüner: Die Photozellen auf den Dächern brutzelten und erzeugten Strom in rauen Mengen, die Windräder brummten und pumpten ihren Strom in die Netze, und die Biomasseanlagen müffelten vor sich hin und erzeugten aus aufwendig und energieintensiv in Monokulturen angebautem Mais Strom.

Ja geht doch! Konnten die Grünen rufen; Sonne, Wind und der ganze übrige Kram können Deutschland vollständig mit Strom versorgen. Solche hirnrissigen Gedankensplitter funken grüne Abgeordnete immer wieder in die Landschaft. Wenn man das Geld nicht rechnet, funktioniert das – manchmal. Wie zum Beispiel am Muttertag.

[…]  »Insgesamt sind 85.876 MW Wind- und Solarerzeugungsleistung installiert, das ist deutlich mehr, als der Maximalbedarf für unsere gesamte deutsche Stromversorgung ausmacht.«

Nur leider tat kaum jemand den Photozellen und Windrädern den Gefallen und verbrauchte Strom. Viel Sonne und Wind, aber wenig Last, stellten die Leitzentralen fest und ließen Kernkraftwerke, Braunkohle und Steinkohlekraftwerke runterfahren. Dennoch wurde immer noch zu viel Strom erzeugt. Folge: Ab zehn Uhr fiel der Börsenwert des Stromes ins Negative. Und rutschte immer weiter runter ins Negative.

Der Strom wurde also aufgrund günstiger oder ungünstiger (je nach Sichtweise) Bedingung produziert, aber wohin damit? Ein funktionierender Markt bezahlt für ein überflüssiges Gut niemandem  etwas. Zur Not muss der Anbieter eben mit Geldgeschenken Überzeugungsarbeit leisten, damit irgendjemand sein Gut abnimmt. Jeder vernünftig Denkende tippt sich an die Stirn: Wohl verrückt geworden oder? Genau das ist aber geschehen, denn »Von zehn bis 17:00 Uhr wurden am Muttertag 352 GWh Strom verschenkt. Obendrauf gab es noch die satte Summe von 21,3 Millionen €, damit die Beschenkten auch bereit waren, das Stromgeschenk anzunehmen. Das im Rahmen des EEG zu Lasten aller Stromverbraucher.«

Das Resultat ist, daß durch die hirnrissige „Energiewende“ in Deutschland nicht nur Arbeitsplätze vernichtet werden, da die energieintensive Industrie hier nicht mehr investiert. Zum anderen steigen die Energiekosten derart, daß es vielen Menschen nicht mehr möglich ist, ihre Stromrechnungen zu bezahlen. Nutznießer sind Länder, wie die Niederlande, die Deutschland überflüssigen Strom gegen Bezahlung abnehmen, dadurch ihre Energiekosten senken können, was wiederum dazu führt, daß Investoren dort  Arbeitsplätze schaffen und die Wirtschaft in dort am Laufen halten. Ich würde es im Gegensatz zu Deutschland einen positiven Kreislauf nennen, so wie er in einem gut funktionierenden Markt Gang und Gäbe sein sollte. Nicht so in Deutschland. Hier setzt man auf eine (niemals funktionierende) sozialistische Planwirtschaft. Das Ergebnis kennt jeder, der mit offenen Augen  die Welt betrachtet. Das wirklich verheerende ist die Tatsache, daß selbst die Verursacher dieser Misere das Problem längst erkannt haben, aber dennoch daran nichts ändern, würde es doch jahrelanges desaströses Versagen offenbaren. So gibt der Direktor der Denkschule für deutsche Energiepolitik „Agora Energiewende“, Herr Dr. Patrick Graichen in „Die Zeit“ vom 4.12.2014 zur Energiewende zum Besten, Zitat:  „Wir haben uns geirrt bei der Energiewende. Nicht nur bei ein paar Details, sondern in einem zentralen Punkt. Die vielen neuen Windräder und Solaranlagen, die Deutschland baut, leisten nicht, was wir uns von ihnen versprochen haben. Wir hatten gehofft, dass sie die schmutzigen Kohlekraftwerke ersetzen würden, die schlimmste Quelle von Treibhausgasen. Aber das tun sie nicht.“

Man lese und staune: „Wir haben uns geirrt bei der Energiewende. […] Wir hatten gehofft, dass sie die schmutzigen Kohlekraftwerke ersetzen würden, die schlimmste Quelle von Treibhausgasen. Aber das tun sie nicht.“

Man sollte diesen Direktor der Denkschule für deutsche Energiepolitik „Agora Energiewende“, vor Gericht stellen und für die Vernichtung von Volksvermögen, Ruinierung der Wirtschaft, von Arbeitsplätzen und der Lebensqualität vieler Verbraucher zur höchst möglichen Haftstrafe verurteilen, wobei zu bedenken ist, ob er nicht in einer geschlossenen Anstalt besser aufgehoben wäre. Aber nichts dergleichen geschieht. Man läßt diese ideologisch verblendeten Irren ihr Unwesen zu Lasten des Steuerzahlers weiter treiben. Wie sehr dieser „Direktor der Denkschule“ neben der Spur läuft, läßt sich daran erkennen, daß er gehofft hat, mit Windmühlen und Solaranlagen die schmutzigen Kohlekraftwerke ersetzen zu können, welche durch Leute wie ihn aufgrund der Abschaltung der sauberen AKW erst ans Netz gebracht werden mussten. Für einen Menschen mit gesundem Menschenverstand ist da alles nicht zu begreifen. Aber wie bereits oben erwähnt, Ideologien funktionieren nicht und wiedersetzen sich grundsätzlich jeglichen Naturgesetzen und der Physik sowieso. Eine gewisse Frau Merkel, ihres Zeichens „Physiker“, sollte das eigentlich wissen. Aber… da ist wieder die Ideologie.

Wenn man ca. 15 Jahre zurückdenkt, hatte Deutschland eine der am besten ausgebauten, funktionierenden und wirtschaftlich sinnvollsten Energieerzeugung weltweit. Heute ist Deutschland diesbezüglich auf dem Niveau Dritter-Welt-Länder. Alles begann damit, daß die Grünen damit begannen, die nukleare Energieerzeugung zu verteufeln, als nicht beherrschbar zu brandmarken und die Entsorgung des nuklearen „Abfalls“ als unlösbar zu bezeichnen. Allerdings hat ihnen das auf lange Zeit unter der gehirngewaschenen Bevölkerung einen großen Wähleranteil verschafft. Ein Blick zurück. Als einen Wendepunkt in der Energieerzeugung kann man den 26. April 1986 nennen, als es im AKW von Tschernobyl (Ukraine) zu einer Kettenreaktion mit anschließender Kernschmelze kam. Der Begriff Super-Gau, „Größter anzunehmender Unfall“ ( GAU ) war geboren. Allerdings vergißt man zu erwähnen, daß dabei eine größtmögliche Schlamperei bis hin zur Alkoholisierung wichtiger Mitarbeiter, denen in Folge die Kontrolle entglitt, eine große Rolle spielte. Ich wage zu behaupten, daß ähnliches in einem deutschen oder mitteleuropäischen AKW möglich wäre. Dazu sind jegliche Sicherheitsvorkehrungen geschaffen. Allerdings haben die Grünen die Panik unter der Bevölkerung derart geschürt, daß vernünftige Argumente verhallten.

Man denke nur an die Castor-Transporte und die permanent damit verbundenen Ausschreitungen bis hin zum Landfriedensbruch. Der nächste GAU, welcher letztlich unter dem „Physiker“ Merkel zum Anlaß genommen wurde, die deutschen AKW (mangels Beherrschbarkeit) vom Netz zu nehmen, war die Katastrophe von Fukushima (Japan). Auch hier wurde mit allen Mitteln gearbeitet, um die nukleare Energieerzeugung zu verteufeln. Unter anderem wurde durch die Merkel-Medien verbreitet, daß es durch den AKW-Unfall bis zu 18.500 Tote gegeben hat. Wahr ist, daß diese Toten dem Erdbeben und dem folgenden Tsunami, welcher auch die Katastrophe auslöste, zum Opfer fielen.   Laut Schweizer Nuklearforum sind bis 2017 keine strahlenbedingten Erkrankungen oder gar Todesfälle aufgetreten. Letztlich führte dieser AKW-Unfall zur völlig mißratenen deutschen „Energiewende“ in Deutschland. Wie verlogen die deutsche „Politik“ in Bezug auf die nukleare Energieerzeugung agiert, habe ich bereits am 26.08.2017 hier geschrieben. „Die Angst vor einem möglichen Atomunfall im belgischen AKW Tihange ist groß. Deshalb werden ab dem 01.09. Jodtabletten verteilt. Am Dienstag (22.08.2017) haben die Verantwortlichen Details bekannt gegeben.“

Das ist ein Paradebeispiel für die widerwärtige Verlogenheit deutscher „Politik“.  Und hätten  die „Journalisten“ des WDR entsprechend ihres Informationsauftrages sauber recherchiert, würden sie einen derartigen Unsinn nicht in die Welt setzen. Seit Jahren ist bekannt, daß  die „umstrittenen belgischen Atommeiler“ mit deutschem Geld finanziert werden. Dazu erklärte „Bundesumweltminister“ Hendricks am 04.07.2017 folgendes, Zitat:

Die Finanzierung der umstrittenen belgischen Atommeiler aus deutschen Pensionsfonds lässt sich nicht ohne Weiteres beenden. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hatte angekündigt, sie werde sich innerhalb der Bundesregierung dafür einsetzen, dass die deutschen Beamtenpensionsfonds sich unverzüglich von ihren indirekten Beteiligungen an belgischen Atomkraftwerken trennen.“

Damit allerdings noch nicht genug. Schlimm genug, daß der „Minister“ mit Unwissen glänzt, lügt er auch noch ganz bewußt. Die Deutsche Welle berichtet am 28.04.2017, Zitat:

„Walter Schumacher vom „Aktionsbündnis gegen Atomenergie“ aus Aachen ist von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks schwer enttäuscht. Zweimal sei die SPD-Politikerin im vergangenen Jahr in seiner Heimatstadt gewesen: „Und immer hat sie versichert, sie setze sich voll ein für die Schließung der belgischen Atomkraftwerke Tihange2 und Doel3.“

Und weiter:                                                                                                                                        „Aber dann stellte sich heraus, dass die Atomfabrik in Lingen in Niedersachsen zeitgleich Brennelemente an diese Schrottreaktoren liefert und Frau Hendricks das genehmigt hat“, regt sich Schumacher auf. „Das wird bei uns als bewusster Betrug wahrgenommen.“

Es ist an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten, wenn in Deutschland Kernkraftwerke abgeschaltet, damit die Stromkosten in die Höhe getrieben und gleichzeitig mit Wissen der  „Bundesregierung“  Brennstäbe aus Deutschland nach Belgien geliefert werden und Deutschland sich zudem finanziell am Betrieb von „unsicheren Atommeilern“ beteiligt. In Zeiten mit politischem und moralischem Anstand hätte das für einen Rücktritt des „Umweltministers“ genügt. Aber es mangelt in der „Politik“ bekanntlich an beidem.

Es dürfte der deutschen Öffentlichkeit auch weitestgehend unbekannt sein, daß die „Bundesregierung“  2010 für die Erweiterung eines brasilianischen Kernkraftwerkes eine Hermes-Bürgschaft über 1,3 Mrd. Euro übernommen hat. Es handelt sich um dieselbe „Bundesregierung“, welche ein Jahr später die Abschaltung deutscher Reaktoren wegen Nichtbeherrschbarkeit  der  Kernenergie unter Merkel beschlossen hat.

Deutschlandfunk Kultur schreibt am 31.03.2015, Zitat:

„Im vergangenen Jahr hat der Bundestag das deutsch-brasilianische Atomabkommen verlängert. Damit wollen Union und SPD die Pläne Brasiliens zum Ausbau der Kernkraft unterstützen. Andreas Lämmel von der CDU spricht von einer Möglichkeiten „unser Know-how, unsere Erfahrungen den Brasilianern beim Betrieb der Atomkraftwerke beziehungsweise bei der Aufrüstung in sicherheitstechnischen Anlagen weiter zu vermitteln“.

SPIEGEL ONLINE schreibt am 20.03.2011, Zitat:

„Der Fall steht beispielhaft für das starke Engagement  Deutschlands in der internationalen Kernkraft-Technik. Insgesamt zwölf Exportgarantien hat die Bundesregierung für deutsche Atom-Exporte übernommen, darunter Projekte in Russland und China. Atomkraft Made in Germany ist ein Export-Schlager.“

Der Brisanz dieser Zeilen wegen noch einmal, Zitat:

„Der Fall steht beispielhaft für das starke Engagement  Deutschlands in der internationalen Kernkraft-Technik. Insgesamt zwölf Exportgarantien hat die Bundesregierung für deutsche Atom-Exporte übernommen, darunter Projekte in Russland und China. Atomkraft Made in Germany ist ein Export-Schlager.“

Aber es geht immer noch unverschämter, Zitat:

„Während in Deutschland Reaktor-Neubauten undenkbar wären, sieht die Bundesregierung den Ausbau der Atomenergie im Ausland gerne, denn das wirtschaftliche Potential ist enorm. Nach einer Studie der Unternehmensberatung Arthur D. Little sind weltweit rund 170 Atomkraftwerke mit 560 Reaktoren geplant oder im Bau. Für die deutsche Wirtschaft warten hier Aufträge in Höhe von bis zu 628 Milliarden Euro.“

Zusammengefaßt läßt sich sagen, Deutschland schaltet die sauberste Energieerzeugung aufgrund von „Nichtbeherrschbarkeit“ ab, leitet eine „Energiewende“ ein, welche für den Steuerzahler zum Milliardengrab geworden ist, finanziert aber gleichzeitig den Bau von AKW in aller Welt unter dem Güte-Siegel „Made in Germany“.  Das sich unter diesem Gütesiegel allerdings eine Technologie in Milliardenhöhe weltweit verkaufen läßt, die angeblich unsicher und nicht beherrschbar ist, wage ich zu bezweifeln. Im Umkehrschluß läßt sich also mit Gewißheit sagen, der deutsche Steuerzahler wird von seiner „Regierung“ in einem unvorstellbarem Maß geplündert und zum Narren gehalten. Wäre Deutschland ein Rechtsstaat, von welchem dieses Land meilenweit entfernt ist, würde seine „Regierung“ schon längst hinter Schloß und Riegel sitzen.

Aber zurück zu überflüssigem und teuer verschenktem Strom. Hätte in Deutschland eine grüne Ideologie nicht höchste Priorität, würde man spätesten jetzt aus der Not eine Tugend machen, um wenigstens teilweise zu retten, was noch zu retten ist. Bezüglich des überflüssigen Stromes vom 08.05.2016 hieß es beim Deutschen Arbeitgeber-Verband, Zitat:

Die Lage der Netzbetreiber war nicht gerade beneidenswert. Wohin mit dem überflüssigen Strom? Er muss in dem Augenblick verbraucht werden, indem er auch erzeugt wird. Speichern lässt er sich nur in sehr geringen Mengen in Speicherkraftwerken, sonst nicht.

Die Lösung wäre folgende. Anstatt auf die angeblich saubere Elektroautomobilität  zu setzen, sollte man wenigstens in diesem Bereich rigoros gegensteuern und eine wirklich saubere Alternative, die Brennstoffzelle fördern. Wir erinnern uns, infolge der „Energiewende“ hatte man gehofft, die schmutzigen Kohlekraftwerke ersetzen zu können. Das ist allerdings nicht eingetreten und somit verpesten diese Dreckschleudern weiterhin die Luft. Aus diesen Dreckschleudern kommt nun allerdings auch der Strom für die „sauberen“ E-Autos und diese werden wiederum von der Bundes-„regierung“ finanziell gefördert. Allein daran läßt sich erkennen, wie verblödet die deutsche Gesellschaft inzwischen ist, um diesen gigantischen Schwachsinn auch noch zu unterstützen, indem diese „sauberen“ Autos gekauft werden.  Mit der Brennstoffzelle dagegen ließen sich mehrere Probleme mit einem Schlag lösen. Die Technologie ist bereits vorhanden, aber wie immer, wenn es um technologischen Fortschritt geht, nicht in Deutschland, sondern in Asien, namentlich Japan und Süd-Korea. Die Zeit, als Deutschland das Land der Dichter und Denker war, ist längst vorbei. Heute ist Deutschland nur noch ein Land von ideologisch verblendeten Deppen und Idioten und verpaßt auf diese Weise in vielen Bereichen den Anschluß. Ich erinnere mich, als 1997 Toyota (ich war 25 Jahre Toyota-Mitarbeiter) mit dem Prius  das weltweit erste Hybrid-Fahrzeug auf den Markt brachte. Damals hieß es von Mercedes, „an derartigen Spielereien werden wir uns definitiv nicht beteiligen“. In der Folge riss der Anschluß an alternative Antriebe ab. Man setzte lieber auf „saubere“ Diesel-Technologie. Und das übrigens bei allen deutschen Automobil-Herstellern. Wohin das geführt hat, sieht man heute an Diesel-Skandal, Umweltverschmutzung etc. Das man daraus immer noch nicht gelernt hat beweist die Tatsache, daß man im Jahr 2018 wieder darüber nachdenkt, „saubere“ Diesel auf den Markt zu bringen. Dümmer geht´s nimmer.

Vor dem Umstieg auf elektrische Antriebe müssten die Hersteller zügig die neue Dieselgeneration auf den Markt bringen. Diese Euro-6d-Fahrzeuge würden „als emissionsarm bezeichnet werden“, heißt es im Bericht. Die Stickoxidgrenzwerte könnten in den Städten nur erreicht werden, wenn bei den Flotten im Nahverkehr, bei Taxen und Zustellern „der Anteil von emissionsarmen Dieselfahrzeugen erhöht wird“.

Zurück zur 100% sauberen Technologie. Das Handelsblatt schrieb am 29.01.2018, Zitat:

ANTRIEB DER ZUKUNFT Das Wasserstoff-Auto ist längst da. Ein serienreifes Wasserstoffauto war jahrelang reine Phantasie. Doch insbesondere die asiatischen Hersteller haben ihre Ankündigungen längst wahr gemacht und bieten mittlerweile mehrere SUVs mit Brennstoffzelle an.

 Brennstoffzellenantrieb – das klingt irgendwie immer noch nach ferner Autozukunft. Doch mittlerweile gibt es für den Verkehr zugelassene Fahrzeuge, die mit dieser Technik auch auf unseren Straßen unterwegs sind. Einige kann man sogar kaufen oder mieten. Aber es handelt sich in allen Fällen um Ausnahmeerscheinungen.

 In vergleichsweise großer Stückzahl produziert Toyota seine Brennstoffzellen-Limousine Mirai. Das Werk in Japan spuckt mittlerweile täglich 10 Fahrzeuge der lediglich Wasserdampf emittierenden Business-Limousine aus. 6.000 dieser Stromer sind weltweit bereits unterwegs. Das Auto fährt sich wie ein typisches Elektrofahrzeug, verzichtet dank der Brennstoffzelle aber auf eine große Batterie. Mit vollen Wasserstofftanks sollen 500 Kilometer Reichweite drin sein. Angesichts der sehr geringen Anzahl von Wasserstofftankstellen in Deutschland stellt der Mirai seinen Nutzer dennoch vor Herausforderungen. Das betrifft auch den Preis, der bei fast 80.000 Euro liegt. Alternativ verleast Toyota den Mirai für 1.219 Euro pro Monat.

 Eine ähnlich futuristische Optik und ein ähnliches Format wie Toyota mit dem Mirai bietet Honda mit seinem 2016 eingeführten Clarity. Nach Europa wurde lediglich eine Handvoll Fahrzeuge gebracht. In den USA hingegen kann man den Elektro-Honda mit 130 kW/174 PS und 650 Kilometer Normreichweite bereits seit 2017 leasen. 369 US-Dollar monatlich sind ein Schnäppchen, zumal der Clarity-Kunde einen Tankgutschein für den auch in den USA nur an wenigen Tankstellen verfügbaren Wasserstoff bekommt.

 Schon deutlich weiter als Honda war Hyundai mit seinem seit 2013 in Kleinserie produzierten ix35 FCEV, von dem einige hundert Fahrzeuge in Europa unterwegs sein sollen. Allerdings ist das für rund 65.000 Euro zum Kauf angebotene Leuchtturmprojekt der Koreaner bereits wieder Geschichte. Dafür scharrt der Nachfolger namens Nexo mit den Füßen. Das nunmehr optisch eigenständige Brennstoffzellen-SUV bietet im Vergleich zum ix35 deutlich mehr Premium-Flair und deutlich mehr Reichweite (800 km) zu einem zudem niedrigeren Preis. Im Sommer 2018 soll es losgehen. Angesichts der auch mittelfristig großmaschigen Versorgung in Deutschland mit Wasserstoff wird der Nexo vermutlich wie sein Vorgänger Seltenheitswert haben.

 Zugegeben, preiswert sieht anders aus, aber das war bei neuen Technologien noch nie anders. Entwicklungskosten sind hoch und müssen erst einmal wieder „eingefahren“  werden. Zudem ist der Unterschied zu reinen E-Fahrzeugen nicht wirklich groß. Aber…und hier kommt ein wirklich großes ABER, wer die Vorteile der Brennstoffzelle nicht sieht, ist wahrlich mit Blindheit geschlagen. Zuerst einmal die Vorteile auf der automobilen Seite. Kein reines E-Auto kann es mit der Reichweite eines Brennstoffzellen-Fahrzeugs aufnehmen. Sie ist vergleichbar oder gar besser als bei einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Eine Reichweite vom 500 km wie beim Toyota, 650 km beim Honda oder gar 800 km wie beim Hyundai sind für ein E-Auto Utopie und nicht einmal in Schleichfahrt zu erreichen. Auf der Versorgungsseite sind die Vorteile ebenfalls auf der Seite des Wasserstoff-Antriebes.

Und hier kommt der überflüssige Strom ins Spiel, welcher teuer verschenkt werden muß, denn zur Produktion von Wasserstoff sind lediglich Wasser und Strom notwendig. So könnte man, im Falle einer Überproduktion von Strom bei viel Wind oder Sonne, diesen nutzen um Wasserstoff zu produzieren. Dieser läßt sich, im Gegensatz zu Strom in großen Mengen speichern. Somit wäre schon einmal der „Kraftstoff“ vorhanden. Ein weiterer Vorteil besteht im Tankstellen-Netz.. Statt ein flächendeckendes, enges Netz von Ladestationen zu bauen, welches aufgrund der geringen Reichweite von E-Autos unbedingt nötig ist, lassen sich die bisherigen Tankstellen für den Wasserstoffbetrieb nutzen. Es sind lediglich Tanks für Wasserstoff nötig. Versorgt werden können diese Tankstellen auch weiterhin per Tankwagen. Außerdem geht der Tankvorgang ähnlich schnell wie bei einem Benziner oder Dieselfahrzeug von statten, während er bei einem E-Auto bis zu acht Stunden dauern kann. Ein weiterer großer Vorteil gegenüber dem reinen E-Antrieb, bei welchem der Strom eben nicht nur aus der Steckdose kommt, besteht darin, daß ein Brennstoffzellenfahrzeug nicht nur emissionsarm, sondern zu 100% emissionsfrei ist. Wer angesichts dieser Technologie immer noch auf E-Autos setzt, dem ist nicht mehr zu helfen.

 

 

 

 

 

 Collage: Thomas Schlawig

 „In Deutschland ist es wichtiger Verständnis zu  haben als Verstand“  Johannes Gross (1932-1999)

                                              

 

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