Bal paradox (oder: Wat dem eenen sin Uhl, is dem annern sin Nachtigall)

Grafik: Durch Autor vermittelt
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In Deutschland ist es über Nacht Mode geworden, dass Frauen sich plötzlich daran erinnern, vor Jahren von irgend einem männlichen Prommi sexuell belästigt – bis hin zu vergewaltigt – worden zu sein – und mit dieser Späterinnerung an die Öffentlichkeit gehen. Es scheint dabei ein gewisser Effekt der „wundersamen Vermehrung“ mitzuspielen d.h., jede Enthüllungs-Story dieser Art produziert eine Serie weiterer.

Von Quo usque tandem

Diese plötzliche Enthüllungs-Hype ist natürlich Wasser auf die Mühle desjenigen Segments der deutschen Weiblichkeit, das eine Berufung aus der Verkündung seiner Überzeugung gemacht hat, dass alle deutschen Männer sexistische Schweine sind, die am besten bereits bei der Geburt zu kastrieren wären. (Ein eigenartiger Zufall will es übrigens, dass Äußeres und Auftreten der Mehrheit der Vertreterinnen dieses Segments dergestalt sind, dass es einer gewaltigen Kraftanstrengung der Phantasie bedarf, um sich vorzustellen, dass sie je männliche Vergewaltigungs-Gelüste erregt haben könnten.)

Zu den Sponsoren der neuen „Bewegung“ zählen ferner (hier meist männliche) Medien-Redakteure und -Intendanten, welche  – weniger Wasser,als vielmehr cash durch höhere Auflageziffern und Einschaltquoten – auf ihre finanziellen Mühlen wittern.

Dank dem Zusammenspiels dieses würdigen Trios, ist die öffentliche Meinung in Deutschland inzwischen voll auf „anti-Mann“ gebürstet und man bekommt den Eindruck, dass unser Land ein Wolfs-Revier ist, in welchem verängstigte Lämmer permanent zitternd eines schrecklichen Schicksals harren.

Was bei der ganzen Sache besonders frappiert ist, dass Deutschland  gleichzeitig – mit Hilfe des impliziten Versprechens verhältnismäßig üppiger Subsidien sowie von absoluter Narrenfreiheit – zu Hunderttausenden Männer aus Weltgegenden mit archaischen Gesellschaftsnormen anlockt, deren Vorstellungen von den relativen Geschlechterrollen genau denen entspricht, die man dem deutschen Mann mit so viel medialem Aufwand zu unterstellen versucht. Mit dem Unterschied, dass die „importierten“ Sexisten sich erst gar nicht damit abgeben, ihre weibliche „Beute“ in Hotelzimmer oder Separees zu locken, sondern ihren libidinösen Trieb gleich im Gebüsch eines öffentlichen Parks – oder einfach auf der Straße – befriedigen.

Noch frappierender ist, dass gerade derjenige Teil der deutschen Weiblichkeit (?), der sich am lautstärksten für die Emaskulierung des deutschen Mannes stark macht, gar nicht genug davon bekommen kann, weitere Aufstockungen besagter „Importe“ (sowie deren „In-Watte-Packen“) zu fordern.

 

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