#120dB: Wie der ARD Faktenfinder Vergewaltigung relativiert und Frauen verunglimpft

120dB: "Weil ihr lieber jede Kritik an euch zensiert, als uns ernst zu nehmen. Weil ihr uns lieber sterben lasst, als eure Fehler einzuräumen."

jouwatch hat diese Woche über die Aktion #120dB gegen Gewalt gegen Frauen berichtet. Seitdem hat das Video „Frauen wehrt euch“ über 50.000 Klicks und wurde vielfach gespiegelt und geteilt. Doch anstatt sich mit den Opfern von Gewalt und Vergewaltigung zu solidarisieren, hetzt die ARD Tagesschau lieber gegen die jungen Frauen, weil sie „rechts“ seien.

von Collin McMahon

Der ARD Faktenfinder bezeichnet #120dB als „Kampagne der Identitären – #MeToo von rechts“: „Angemeldet wurde die Kampagnen-Homepage von einem bekannten Aktivisten der rechtsextremen „Identitären“: Martin Sellner aus Wien“, schreibt der Leiter des Online-Portals „Faktenfinder“, Patrick Gensing. Gensing ist laut Wikipedia „Referent der Medienakademie von ARD und ZDF zum Thema „Neonazis und Internet“.“ Außerdem schreibt er wie der G20-Menschenjäger Sören Kohlhuber für den Blog „Störungsmelder“ der „Zeit“. Scheinbar hat er sich vor dem Verfassen des Artikels aber nicht die Mühe gemacht, die jungen Damen von #120dB oder Martin Sellner von der „Identitären Bewegung“ direkt zu kontaktieren, wie es eigentlich zu den Grundlagen journalistischer Sorgfaltspflicht gehört.

jouwatch hatte beide innerhalb von einem Tag erreicht. Sellner lieferte folgende Erklärung: „#120dB ist keine offizielle Aktion der IB, obwohl ich die Sache unterstütze. Manche der jungen Frauen, die mitmachen, sind bei der IB, manche nicht. Sie hatten mich gebeten, die Domain für sie in meinem Namen zu registrieren, nachdem sie die Idee hatten, da meine Adresse eh schon bekannt ist (Sellners Auto wurde im Januar von Linksextremen abgefackelt) und es rasch gehen sollte. Die Identitäre Bewegung unterstützt das Projekt, aber es ist eine eigene Sache, die sich nur an Frauen richtet.“

Wir haben Patrick Gensing vom ARD Faktenfinder geschrieben mit der Frage: „Haben Sie beim Verfassen Ihres Artikels versucht, #120dB, die Identitären oder Martin Sellner zu kontaktieren? Wenn nicht, warum nicht?“

Anstatt die Betroffenen zu kontaktieren, zitiert der Artikel als nächstes einen Kunsthistoriker (?) und projiziert diverse Deutungen in die Aktion #120dB hinein. Die Kampagne habe das Ziel „dafür zu sorgen, dass möglichst viele Menschen sich in ihrer Lebensweise bedroht – von einem Gegner oder Feind angegriffen – fühlen.“ Die Idee, dass es vielleicht die Politik der offenen Grenzen, der staatliche Kontrollverlust, die ausufernde Kriminalität oder die irreführende Berichterstattung der GEZ-Sender sein könnte, die dafür sorgt dass „möglichst viele Menschen sich in ihrer Lebensweise bedroht fühlen“, kommt Gensing offenbar nicht in den Sinn.

Als nächstes untersucht der angebliche „Faktenfinder“ – bei dem es sich eher um ein geführenfinanziertes Instrument politisch korrekter Meinungsmanipulation zu handeln scheint – die Zahlen zu sexuellen Straftaten: Nicht näher genannte „Experten“ wiesen „immer wieder“ darauf hin, „dass Gewalt gegen Frauen nicht einfach „importiert“ worden sei“ , behauptet Gensing ohne Quellenangaben.

Dabei sind die Zahlen des Bundeskriminalamts recht eindeutig. Während die Gesamtzahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung von 2012 bis 2016 relativ konstant geblieben ist (eine Zunahme um 4% von 36001 auf 37442), hat sich die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung mit mindestens einem tatverdächtigen Zuwanderer mehr als verfünffacht, von 645 im Jahre 2012 auf 3404 im Jahre 2016. „Zuwanderer“ haben laut BKA einen Anteil von 9,1% an den sexuellen Straftätern, obwohl die 2016 im EASY-System registrierten Asylbewerber nur 1,7% der Bevölkerung ausmachen.

Quelle: BKA / „Kriminalität im
Kontext von
Zuwanderung
Bundeslagebild 2016″

Um an dieser Stelle mal eine Lanze für den vielgescholtenen weißen bio-deutschen Mann zu brechen: Das bedeutet, dass die die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die durch Nicht-Zuwanderer begangen wurden, von 2012 bis 2016 von 35356 auf 34038 um -3,7% zurückgegangen ist – bei gleichzeitiger Explosion solcher Straftaten durch Zuwanderer um +427%.

Mehrere kritische Beobachter, darunter der YouTuber Die vulgäre Analyse und jouwatch-Autorin Ines Laufer, haben umfassend zu dieser überproportionalen Kriminalität von „Flüchtlingen“ berichtet. Der jouwatch-Kriminalexperte Stefan Schubert hat außerdem darauf hingewiesen, dass die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik politisch geschönt und instrumentalisiert werden. Außerdem werden in der Statistik auch Passdeutsche mit Migrationshintergrund als „Deutsche“ geführt, was vermutlich das wahre Ausmaß der Kriminalität durch Zuwanderer weiter verschleiert.

Quelle: BKA / „Kriminalität im
Kontext von
Zuwanderung
Bundeslagebild 2016″

Wenn man wie jouwatch-Autoren ständig über Fälle von Gewalt gegen Frauen durch „Flüchtlinge“ berichten muss, wenn man persönlich Kontakt zum Leid und Schmerz von Angehörigen wie im Fall des Lidl-Mords von Prien erhält, ist es schwer vorstellbar, wie ein ausgebildeter Journalist wie Gensing – sicher ein anständiger, netter Mensch, der nur das Beste will – derart unprofessionell die Augen verschließen kann vor dem, was in den letzten Jahren in diesem Land passiert. Auch die Bürger und unsere Leser scheinen ein besseres Verständnis von dem zu haben, was in diesem Land passiert, als die GEZ-bezahlten „Journalisten“ in den Redaktionsräumen der „öffentlich-rechtlichen“ Sender.

Wie schafft Gensing es, die Explosion der Gewalt gegen Frauen durch „Flüchtlinge“ zu relativieren? Indem er Äpfel und Birnen vergleicht. Die Aktion #120dB blende in ihrer Kampagne aus, „dass die überwiegende Zahl von Straftaten nicht im Park oder an der Bushaltestelle von Unbekannten verübt wird, sondern im sozialen Umfeld.“ Natürlich ist sexuelle Gewalt in der Familie und im sozialen Umfeld ein Problem, mit dem man sich auseinandersetzen muss. Deshalb wurde z.B. auch 1997 der Tatbestand der „Vergewaltigung in der Ehe“ eingeführt, was sicher auch zu einem Anstieg solcher Zahlen wie auch zu erheblichen rechtlichen Grauzonen geführt hat.

Aber wenn es in den letzten 5 Jahren eine Verfünffachung solcher Straftaten „im sozialen Umfeld“ gegeben hätte, dann würde das sicher auch die Gemüter bewegen. Hat es aber nicht. Es hat Fälle gegeben wie Maria Ladenburger, Soopika P. aus Ahaus und Mia aus Kandel. Wenn deutsche Ehemänner anfangen würden, ihre Frauen vorm Supermarkt mit dem Messer abzuschlachten oder hinter ihrem Auto durch die Straßen zu schleifen, dann würde es vermutlich auch eine Bewegung wie #120dB auslösen.

Sexuelle Gewalt im sozialen Umfeld, in der Familie oder im Freundeskreis ist etwas qualitativ anderes als importierte Gewalt gegen Frauen durch „Flüchtlinge“, die die Sozialleistungen und Großzügigkeit dieses Landes in Anspruch nehmen. Das empfinden zumindest die Bürger so. Das empfindet auch dieser Autor, ein Ausländer, und alle anständigen Menschen mit Migrationshintergrund die er kennt, so. Nur die ARD-Journalisten scheinen es nicht zu kapieren.

Sexuelle Gewalt gegen Frauen, die wie Maria L. oder Soopika P. durch die irreführende Hofberichterstattung der Mainstream-Medien angeregt wurden, als freiwillige Helferinnen den „Flüchtlingen“ zu helfen und dafür mit dem Leben bezahlen mussten, ist etwas qualitativ anderes, und viele Bürger erwarten von den Leitmedien mittlerweile eher so etwas wie Einsicht, Umkehr und eine Entschuldigung, als immer weiter zu relativieren und alle Kritiker als „rechtsradikal“ zu diffamieren.

Wir wollen es mal so erklären, liebe ARD: Es sterben in Deutschland viel mehr Menschen durch Unfälle im Haushalt als im Krieg. Trotzdem nehmen wir an, dass die ARD Tagesschau den Krieg immer noch ablehnt.

Nein, diese Argumentation „Die meisten Gewalttaten gegen Frauen passieren in der Familie!“ hat nur einen Zweck: Die Explosion an sexuellen Gewalttaten durch Zuwanderer zu verharmlosen, auf die Gräber der Opfer zu spucken und die mutigen jungen Aktivistinnen von #120dB zu verunglimpfen. Gucken Sie mal in den Spiegel, Herr Gensing. Sie sind jemand geworden, der mit der Macht des Staatsapparates junge Frauen verunglimpft, weil sie sich gegen Gewalt gegen Frauen engagieren. Ist Ihnen das bewusst?

Lügen haben kurze Beine: Der dramatische Absturz von tagesschau.de

Fangen Sie an, wieder kritisch und professionell zu arbeiten. Hören Sie auf, gegen Menschen zu hetzen, nur weil Sie konservativ sind, ihr Land lieben und in Sicherheit leben wollen. Sie sind auf der Verliererseite. Die Wahrheit wird siegen. Werden Sie wieder ein anständiger Mensch und ein ehrlicher Journalist.

 

Kommen Sie wieder auf die Seite des Guten. Es tut gut. Wir haben das auch hinter uns.

 

Martin Sellner hat #120dB zum „ARD Faktenfinder“ interviewt:

 

Das ergreifende Video von #120dB:

 

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Collin McMahon ist Autor und Übersetzer. Er schreibt ein Buch über Donald Trump, das im Mai im Antaios Verlag erscheint. Hier kann man ihn unterstützen.

 

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