Warten auf GroKo

Foto: Collage
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Ein Gedicht von Micha Schneider

Alle warten wie gebannt,
wann nun endlich dieses Land
bald mal wieder wird regiert,
weil man die Geduld verliert.

SPD und CDU
muten uns den Stillstand zu,
der im Grunde gar nicht still,
sondern nervig ist und schrill.

Wochenlang wurde „sondiert“,
über Vieles schwadroniert,
Forderungen abgelehnt,
sich gestritten und versöhnt.

Nun trat die Sondierungsrunde
vor das Volk mit froher Kunde,
daß man jetzt viel näher sei
an der GroKo Nummer zwei.

GroKo heißt, daß drei Parteien,
die mit sehr vielen Getreuen
mächtig waren einst und groß,
bilden den Regierungstroß.

Aber um zu koalieren
und in Eintracht zu regieren,
zieht man mit der selben Wäsche
in Koalitionsgespräche.

Für die Bildung der Regierung
müsse man nach der Sondierung
alles, was zuvor besprochen,
in den Abfall kippen und neu kochen.

Und man bitte um Geduld.
Denn, so tönt’s, liege die Schuld
nicht bei den Politikern,
nur bei ihren Kritikern.

Ganz verwirrt sucht Deutschland Rat
wie nach einem Attentat.
Schuld ist nicht Boku Haram,
vielmehr das GroKo-Tamtam.

Bühnenreif drei Wahlverlierer
mimen Rollen als Taktierer.
Auch wenn Deutschland rutscht ins Klo,
spielt man „Warten auf GroKo“.

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