Nick Cave: „Wegen BDS-Boykott in Israel!“

(Bild: Shutterstock.com)
Nick Cave (Bild: Shutterstock.com)

Der australische Musiker Nick Cave hatte Ende des letzten Jahres zwei Konzerte in Tel Aviv absolviert. Bei einer Pressekonferenz äußerte er sich zu den Gründen für seine Entscheidung, erstmals in Israel aufzutreten.

„Menschen sprechen davon, dass sie eine Nation lieben“, so Cave, „aber ich habe eine Art der Verbindung gespürt, die ich nicht wirklich beschreiben konnte“. Er habe bereits bei seinem ersten Besuch vor Jahren eine tiefgehende Verbindung zu Israel empfunden.

BDS-Bewegung versucht es auch bei Cave

Cave – Musiker, Texter, Dichter, Schriftsteller, Schauspieler und Drehbuchautor – erinnerte sich daran, dass das 1997 erschienenes Album „The Boatman’s Call“ sich in Israel nicht gut verkaufte. Deshalb habe das Management Israel damals nicht in die Tour aufgenommen. Zum einen hatte man den Eindruck, dass dort seine Musik nicht beliebt sei. Andererseits seien auch die logistischen Komplikationen eine Beweggrund gewesen.

Der 60-jährige australische Musiker erinnerte sich aber auch an die Bemühungen der Boykott-Bewegung der weit verzweigten BDS-Bewegung, die auch seine Konzerte in Israel zu verhindern suchte. „Vor einigen Jahren hat Brian Eno mir einen Brief geschickt, den ich unterschreiben sollte, um Israel auszuschließen“ erklärte Cave. „Ich habe den Brief zurückgeschickt und gesagt, dass ich ihn nicht unterschreiben würde. Ich habe bemerkt, dass ich zwar nicht unterschreiben wollte, aber auch nicht in Israel auftreten – und das erschien mir als, würde ich aus Angst handeln. Ich habe also meine Leute zusammengerufen und darum gebeten, dass wir in Israel auftreten sollen. Auf einmal wurde es mir sehr wichtig, ein Zeichen zu setzen, gegen diese Menschen, die versuchen, Musiker stillzulegen, Musiker einzuschüchtern, Musiker zu zensieren und Musiker zum Schweigen zu bringen“, so der außerhalb des linken Mainstream stehende Ausnahmemusiker laut dem Magazin „Die Jüdische“.

Ende November erklärte Cave, dass er aus zwei Gründen in Israel sei: „Ich liebe Israel und die Menschen in Israel“, sagte er, und er wolle „prinzipiell Stellung beziehen gegen jeden, der versucht Musiker zu zensieren und zum Schweigen zu bringen. Man könnte also wirklich sagen, dass auf gewissen Weise [die Boykottbewegung] BDS mich dazu gebracht hat, in Israel zu spielen.“

BDS-Aktivisten in Deutschland hoch aktiv

Die von 171 palästinensischen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) getragene, israelfeindliche Initiative BDS („Boykott, Disvestment, Sanctions“) kämpft seit 2005 für weitreichende Sanktionen gegen den Staat Israel auf wirtschaftlicher, politischer und kultureller. Wie effektiv die weit verzweigten Israelhasser auch in Deutschland agieren, und wie sie sich hier den zunehmenden linken und muslimischen Antisemitismus zu eigenen machen, zeigte jouwatch unter anderem an der „BDS-Kampagne“, die im Vorfeld des „Berliner Pop-Kultur Festivals“ initiiert wurde. Grund für den BDS-Boykottaufruf: Die Beteiligung der israelischen Botschaft als Sponsor, die zu jeder Zeiten auch für die mehrheitlich arabischen Israel hassenden Boykott- Musiker – einsehbar gewesen war.

Just jene politisch Verantwortlichen, die durch die Billigung und Förderung der unkontrollierten muslimischen Immigration ein Heer von Judenhassern nach Deutschland importierten, verfallen nun in Aktionismus. Wie jouwatch berichtete, will die Union hart gegen Antisemitismus vorgehen. Hierzu wurde angekündigt, auch gegen die BDS-Bewegung antreten zu wollen. (SB)

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