Heiko Maas zeigt Sinn für Humor

Foto: Collage
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Anscheinend fällt der Bereich Kultur, speziell politisches Kabarett, nun auch in die Zuständigkeit des Bundesjustizministeriums. Denn anders ist die nun folgende Meldung nicht zu erklären.

Von Nils Kröger

Die Bundesregierung hat in einem Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) die Inhaftierung des Journalisten Deniz Yücel kritisiert. Justizminister Heiko Maas warf der Türkei Unterdrückung kritischer Berichterstattung vor.

 Moment Moment. Der Witz ist noch nicht zu Ende.

Die Bundesregierung sieht in der Inhaftierung Yücels dagegen einen Angriff auf die Pressefreiheit, da Yücel ausschließlich wegen seiner Berichterstattung im Gefängnis sei. „Jede Unterdrückung von kritischer Berichterstattung ist mit unserem Verständnis von Pressefreiheit nicht vereinbar. Denn: Eine freie Presse ist ein Herzstück unserer Demokratie“, erklärte dazu Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) am Donnerstag in Berlin. „Wir werden nichts unversucht lassen, um uns für ein rechtsstaatliches Verfahren für Deniz Yücel einzusetzen“, hob Maas weiter hervor. (…)

 Herr Maas, bitte aufhören. Das Lachen schmerzt bereits. Weil Ihnen die kritische Berichterstattung so sehr am Herzen liegt, haben Sie ja auch das NetzDG erlassen. Der Verein „Reporter ohne Grenzen“ führt Deutschland auf Platz 16 von 180 untersuchten Ländern. Mag sich zwar toll anhören aber selbst Costa Rica (Platz 6) oder Jamaika, welche Ironie, (Platz 8) liegen vor dem besten Deutschland, das wir jemals hatten.

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