Großbritannien: Nackte-Frauen-Zensur hat Museen erreicht

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Hylas and the Nymphs von John William Waterhouse (Foto: screenshot Twitter)

Im Zuge der #Meetoo Kampagne hat die Manchester Art Gallery vorübergehend ein viktorianisches Gemälde abgehängt. Auf dem Bild  Hylas and the Nymphs des Malers  John William Waterhouse (1849-1917) sind barbusige Schönheiten in einem Teich zu sehen.

Von Marilla Slominski

Auf ihrer Internetseite veröffentlichte die Manchester Art Gallery folgende Begründung: „Diese Galerie präsentiert den weiblichen Körper als eine“ passive dekorative Form „oder eine“ Femme Fatale „. Lasst uns diese viktorianische Fantasie neu bewerten!

„Die Galerie existiert in einer Welt, in der Themen wie Geschlecht, Rasse, Sexualität und Klasse miteinander verflochten sind und uns alle betreffen. Wie können Kunstwerke uns heute auf eine zeitgemäßere Art und relevantere Weise ansprechen?“

Das Gemälde sei am 26.Januar während einer „Besetzung“ der Galerie abgenommen worden. An dem „take-over“ hätten sich auch Angestellte der Galerie beteiligt. die Aktion sei Teil einer geplanten Ausstellung der afro-karibischen Künstlerin und Professorin Sonia Boyce gewesen, die das alles auch gefilmt hätte.

Unter dem Hashtag #MAGSoniaBoyce könne auf Twitter darüber diskutiert werden. Dort sind die Reaktionen eindeutig ablehnend. Von Zensur bis hinzu Bücherverbrennung ist die Rede. Die Forderung, solchen „moralisierenden“ Museen die finanzielle Unterstützung zu entziehen sowie die Kuratorin Clare Gannaway zu feuern werden laut.

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„Ein Gemälde zu entfernen ist kein künstlerischer Akt, genauso wenig wie das Verbrennen eines Buches ein literarischer ist“, so Jackie Hodson.

 

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„Ein Gemälde zu entfernen ist nichts anderes, als die Geschichte zu entfernen und wenn das passiert wird es gefährlich“, meint Boris.

 

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„Das als künstlerischen Akt zu definieren kann nicht die autoritäre Moralisierung überdecken, die einhergeht mit Zensur durchgeführt von einer puritanischem, nach Herrschaft strebenden intoleranten Feminismus. Dieser hat nichts mehr mit dem Feminismus zu tun, mit dem ich groß geworden bin“, meint Kathryn Ecclestone auf Twitter.

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